Kotwasser

Herbstzeit bedeutet bei einigen auch gleich Kotwasserzeit.

Kotwasser ist aber kein Durchfall denn im Gegensatz zum Durchfall ist in den meisten Fällen die Konsistenz des Kots bei Kotwasser normal. Es läuft oder spritzt vor oder nach dem Absetzten des Kots ein bräunliches Wasser aus dem After und rinnt die Beine hinunter. Es kann aber auch sein, dass nur der Schweif gelupft wird und anstatt  Luft abzulassen, spritzt das Kotwasser im hohen Bogen heraus. Besonders schlimm ist das im Winter, wenn niedrige Temperaturen die Feuchtigkeit auf der Haut gefrieren lassen. Wenn möglich sollten die Beine bei Kotwasser täglich gereinigt werden, denn belässt man das Kotwasser allzu lange auf der Haut kann dies zu unangenehmen Reizungen führen oder sogar zum Haarverlust. Dies ist für das Pferd aber auch für den Besitzer eine unangenehme Zeit, das Pferd hat immer einen nassen Po und Beine und der Reiter muss täglich das Pferd waschen.

Laut einer Studie sollen Schecken und Wallache öfter betroffen sein als andere Pferde.

 

Die Ursachen für Kotwasser können sehr vielfältig sein. 

  • Störung der Darmflora durch z.B. medikamentöser Behandlung 
  • Psychische Belastung 
  • Übersäuerung 
  • Fütterungsfehler 
  • Einseitige Ernährung mit Silage 
  • Parasiten 
  • Zahnprobleme 
  • Ungenügende Verdauung
  • Störung der Dickdarmflora

 

Auch das Wetter keine eine Rolle spielen. Ein plötzlicher Wetterwechsel oder ein Temperatursturz kann Kotwasser verursachen. Ein Grossteil der Kotwasser anfälligen Pferde bekommt Kotwasser nah der Weidesaison, es scheint als fehle einigen Pferden im Winterfutter eine oder mehrere Komponenten für eine reibungslose Verdauung.

Das es wie oben genannt viele Faktoren für Kotwasser gibt sollte nun alles kritisch durchleuchtet werden, Haltungsbedinungen, Fütterung, Training, allgemeiner Gesundheitszustand. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Futterqualität. Ist das Futter übermässig mit Schimmelsporen belastet oder wurde die Wiese aus dem das Heu gemacht wurde mit Kunstdünger bespritzt, kann dies die Leber belasten und so zu Kotwasser führen. Wir Silage gefüttert kann dies ebenfalls Kotwasser begünstigen, denn das kann den ph- Wert verschieben was wiederum die Darmflora schädigt.

Auch durch Parasitenbefall kann die Darmflora gestört werden oder wenn das Pferd krankheitsbedingt Antibiotika zu sich nehmen musste. Die Zähne sollten einmal pro Jahr kontrolliert werden um dies als mögliche Ursache ausschliessen zu können. 

Leider ist es aber so, dass Kotwasser bei vielen Pferden ein langwieriges Problem ist. Selbst wenn alle äusseren Umstände, wie Haltung, Fütterung und Training, für das Pferd optimiert wurden kann es immer noch sein, das das Pferd Kotwasser hat. Aber auch ein Pferdekörper reagiert nicht von heute auf morgen, er braucht eine Zeit, bis er wieder ins Gleichgewicht gefunden hat. Meist bedarf es auch einer Unterstützung der Entgiftung Organe. 

Es gibt schon unzählige Futterzusätze die bei Kotwasser probiert werden können, wie zum Beispiel Bierhefe, Johannisbrot- Mehl, Flohsamen und vieles mehr. Diese Mittel können Erleichterung bieten und teilweise das Kotwasser auch ganz abschalten. Sollte aber alles nichts helfen und das Kotwasser hält schon zu lange an sollte unbedingt ein Tierarzt hinzu gezogen werden. 

 

Hier noch einige Tipps zur Fellpflege im Winter bei Kotwasser: 

Vor dem Waschen wird der nasse oder vielleicht bereits angetrocknete Bereich von Po und Beinen grosszügig mit einer Wasser- Lösung einsprühen. Die Mikroorganismen beginnen Verkrustungen zu lösen, was die Reinigung erleichtert. Am besten verwendet man lauwarmes Wasser. 

Danach wird gewaschen aber bitte nicht mit einer scharfen Waschlotion, es empfiehlt sich eine ph- neutrale Seife zu nehmen oder einfach laufwarmes Wasser. 

Wenn eine Seife verwendet worden ist um den Po und die Beine zu reinigen so muss diese gut ausgewaschen werden. Mit einem trockenen Handtuch reibt man dann das Fell schön trocken, dies regt dann gerade auch noch die Durchblutung an, dies wiederum unterstützt die Regeneration der Haut. 

Offene Hautstellen können mit einer Heilcreme (Bepanthen etc.) eigecremt werden.

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