Kehlkopfpfeifen beim Pferd


Ein pfeifendes Geräusch beim Einatmen, deutet meist auf Kehlkopfpfeifen hin. Aber was ist, wenn das Pferd einen Ton hat? In diesem Blog erfahrt ihr mehr rund um das Thema Kehlkopfpfeifen.



Anatomie des Kehlkopfs beim Pferd
Der Kehlkopf zählt zu den oberen Atemwegen. Er enthält den Stimmapparat und reguliert das Atemvolumen. Ebenfalls ist der Kehlkopf an der Mechanik des Hustenreflexes beteiligt. Der Kehlkopf leitet die Atemluft durch die Luftröhre in die unteren Atemwege. Diese lebenswichtige Funktion kann durch verschiedene Krankheiten beeinträchtigt werden. Bei grösseren Pferderassen ist das Kehlkopfpfeifen die häufigste Erkrankung der oberen Atemwege.


Allgemeines zum Thema Kehlkopfpfeifen
Beim Kehlkopfpfeifen handelt es sich meist um eine angeborene Erkrankung des Kehlkopfes. Das Kehlkopfpfeifen ist die Folge einer meist einseitigen Nervenlähmung. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Lähmung der linken Kehlkopfseite. Grund dafür ist eine anatomische Besonderheit. Man geht davon aus, dass der Nerv im Mutterleib überdehnt und dadurch geschädigt wird. Der spezielle Ton, welcher auf die Erkrankung hindeutet, ist vor allem bei hoher Belastung zu hören. Am besten hört man den pfeifenden Ton bei ausgebundenen oder im Genick tief eingestellten Pferden.
Die Erkrankung Kehlkopfpfeifen tritt weltweit auf und gehört zu den ältesten bekannten Krankheiten beim Pferd. Betroffen sind vorwiegende grosse Pferde. Ebenfalls ist die Erkrankung mehr bei Wallachen und Hengsten, als bei Stuten der gleichen Rasse zu beobachten.


Ursache für das Kehlkopfpfeifen
In den allermeisten Fällen liegt die Ursache für das Kehlkopfpfeifen beim Pferd in einer Lähmung des linken Stimmbandes. Beim einatmen schlottert das schlaffe Stimmband im Luftzug und erzeugt so das pfeifende Geräusch beim Pferd. In den meisten Fällen kann davon ausgegangen werden, dass die Nerven bereits früh in der Entwicklung des Fohlens oder bereits vor der Geburt geschädigt wurden. Warum genau es zur Nervenlähmung kommt ist bis heute aber noch nicht genau geklärt. Verschiedene Faktoren begünstigen aber das Auftreten der Kehlkopflähmung. So zum Beispiel hat die Veranlagung einen Einfluss auf die Kehlkopferkrankung. Grosse, langhalsige, männliche Pferde sind häufiger Kehlkopfpfeifer, als Pferde in einem gegensätzlichen Model stehend. Ebenfalls hat die Anatomie des Nervs einen Einfluss auf das Kehlkopfpfeifen. Der linke Nerv ist sehr lang und kann auf seinem Weg von Gehirn bis zum Herzen an verschiedenen Stellen gequetscht oder anderweitig beeinträchtigt werden. Auch haben Verletzungen im Bereich des Kehlkopfes oder des Nerven, sowie Erkrankungen wie Druse und Luftsackerkrankung einen Einfluss auf das Auftreten der Kehlkopf- Erkrankung beim Pferd. Ebenfalls wird teilweise davon gesprochen, dass der Kehlkopf des Pferdes durch falsche Reitweise geschädigt werden kann. Eng verschnallte Kehlriemen, sowie ständiges hinter der Senkrechten laufen, können zu einer Quetschung des Nervs führen.


Wichtig zu wissen ist, das die Anlage zum Kehlkopfpfeifen vererbt werden. Daher sollte mit Kehlkopfpfeifern nicht gezüchtet werden!


Symptome
Das Leitsymptom sind Atemgeräusche. Das Kehlkopfpfeifen äussert sich in einem schnarchend pfeifenden Atemgeräusch, welches nur beim Einatmen unter Belastung auftritt. In sehr schweren Fällen kann es zu Atemnot und Leistungsschwäche kommen. Grund dafür ist, dass der gelähmte Teil des Kehlkopfes den Luftstrom in die Lunge massiv beeinträchtigen kann. Allgemein wird das Kehlkopfpfeifen vom Tierarzt in fünf Grade unterteilt. Im Fall einer Grad fünf Erkrankung liegt eine komplette Lähmung vor.
Tritt der Ton erst im Galopp oder bei zunehmender Belastung auf, ist das Kehlkopfpfeifen für Freizeitpferde meist kein Problem.
Behandlung

Ein Pferd, welches unter der Erkrankung Kehlkopfpfeifen leidet, kann nicht geheilt werden. Jedoch können die Symptome behandelt werden. Meist ist die Behandlung jedoch nur operativ möglich

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