Karina Moser-Schuler - reitsport.ch Community Botschafterin

Karina, wie alt warst Du, als Du mit reiten begonnen hast?
Das kann ich gar nicht mehr genau sagen. 2 meiner Schwestern hatten vor ca. 22 Jahren Pflegepferde und Ponys. Da durfte ich auch immer wieder mal mit drauf sitzen. Richtig angefangen zu reiten habe ich mit 13Jahren in einem Zucht- und Sportstall wo ich viel als TT mit auf Turnier ging, die Pferde des Bereiters warm geritten und auch wieder ausgeschritten habe. Auch misten etc. gehörte dazu.

Wie bist Du zu Deinen Pferden gekommen?
Als diverse Pflegepferde immer wieder verkauft wurden, beschloss ich, ein eigenes Pferd zu kaufen. Mein Idealbild dazumal war eine möglichst grosse Fuchsstute. Im Internet habe ich ein Bild vom Kopf von Nanin gesehen. Sein Ausdruck hat mir sehr gut gefallen. Da habe ich mal angerufen und weiter gefragt. Als bekannt wurde, dass er „nur“ 158cm gross ist, war für mich der Fall klar. Zu klein. Nach diversen Anrufen der Züchterin ich solle doch mal vorbei kommen, nahm ich den Weg nach Avenches in Angriff. Als ich ihn gesehen habe, als er vorgeritten wurde war für mich klar, nein, der ist es nicht. Dann bin ich selber drauf, keine 2Minuten später war klar, einladen, nach Hause nehmen  Das war im Juli 2005

Bei Libelle hat alles mit einem Schicksalsschlag angefangen und ging weiter mit Zufällen. Sie hätte nach ein paar Monaten wieder zu meinem Trainer zurück sollen. Doch Sie war genau DIESE Fuchsstute. 3Monate nachdem wir Sie zu uns genommen haben, ich einige Turniere bis 125cm bestritten habe und dem Kommentar von meinem Trainer: ´Karina, Du musst schauen das Du die behalten kannst´, haben wir einen Sponsor gefunden, der uns die Stute gekauft hat.

Gibt es ein Schlüsselerlebnis, etwas das für Dich besondere Bedeutung hat, im Zusammenhang mit Deinen Pferden und dem Reiterleben?
Bei Nanin gibt es viele. Er hat mich soooo viel gelernt. Vor allem, dass man mit Druck nicht weit kommt. Das Jeder ein Individuum ist und so genommen werden soll, wie er gestrickt ist. Die erfolgreich bestandene Springlizenz in Bern mit sehr viel Lob von Herrn Vögeli. Das erste Voltigeturnier, das er gelaufen ist. Und einfach, ihn als Kumpel zu haben. All das sind tolle Erlebnisse für mich.
Bei Libelle ist es vor allem, dass Sie ruhiger auf Turnieren ist. Dass es ihr Spass macht und sie sich wohl fühlt. Mein Allererstes 125cm Springen das wir mit zwei Fehlern (meinen Fehlern) beendet haben – werde ich nie vergessen. Das hat eine besondere Bedeutung für mich.

Du bist Mami von einem fast 2-jährigen Jungen - wie konntest Du die Schwangerschaft, das Stillen und jetzt die Zeit als Mami mit dem Reiten vereinbaren?
Ich habe das total unterschätzt ;-) In der Schwangerschaft bin ich geritten solange es ging. Dann wurde es ziemlich eisig im Dezember und da wurde es mir zu gefährlich. Damals hatte ich eine super RB auf die IMMER Verlass war. Dafür bin ich Ihr heute noch dankbar. Als Dario dann auf die Welt kam, habe ich Nanin in den Stall gezügelt, welcher direkt vor unserer Haustür liegt. So ging das eigentlich gut. Meine Schwiegermutter wohnt gleich neben uns, und so war das möglich, dass ich beinahe jeden Tag geritten bin als Dario ca. 6Wochen alt war. Das wichtigste ist alles zu organisieren. Nicht kompliziert zu sein und auch mal Kompromisse einzugehen. Seit einem Jahr ist Nanin wider im „alten“ Stall. Da sind die Pferde so oft draussen, da kann ich auch ohne schlechtes gewissen ein Mal sagen, heute haben die Pferde frei.

Was sind für Dich Erfolge?
Wichtig ist, dass Pferd und Reiter Freude an dem haben was man tut. Ich kann mich an sehr kleinen Sachen Riesig freuen. Sachen, welche man zusammen erarbeitet. Fehler die man ausbadet und dann sagen kann; ich habe was gelernt!


Welche Ziele hast Du Dir fürs 2014 gesetzt (und wie möchtest Du diese erreichen)?
Mit Nanin bin ich flexibel ;-) Er wird in kleineren Prüfungen bis R105 eingesetzt. Zum Teil kombinierte Prüfungen laufen und auch Dressurmässig möchten wir weiter kommen.
Mit Libelle möchte ich die erste R3 Klassierung erreichen. Aber vor allem, dass Sie ihre Nerven in den Griff kriegt, lockerer wird und das ganze nicht so ernst nimmt ;-) Auch Sie darf Dressurmässig noch aufholen.
Für mich habe ich folgendes Ziel: einfach, dass ich im Parcours mal nicht zu viel studiere und mit Libelle zusammen wachse.
Das wichtigste überhaupt ist aber, dass wir alle gesund bleiben.

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