Junge Pferde auf ihrem Weg zum Springpferd - ein Tagebuch

Es ist schon etwas länger her seit ich euch zum letzten Mal von “meinen” drei Youngsters erzählt habe. Nun ist es so, dass es heute auch nur noch zwei junge Pferde sind, die ich auf ihrem Weg in den Sport begleite. Der Wallach Mio ist nicht mehr dabei, er hat seine Bestimmung in einer ganz anderen Disziplin gefunden. Nach wie vor auf gutem Wege sind aber die fünfjährige Royal Donna (Rubin Royal x Dunhill) und der vierjährige Da Vinci (Diarado x Contendro I). Über ihre Fortschritte in den letzten Wochen möchte ich nun berichten.

Donna

Die dunkelbraune Stute ist in den letzten Wochen sehr gereift, sie hat Kraft aufgebaut und dadurch deutlich an Rittigkeit gewonnen. Im Training war sie am Sprung immer sehr heiss und schwierig zu regulieren, daran haben wir intensiv gearbeitet und es hat sich schon deutlich gebessert.  Sie hat seit meinem letzten Tagebuch nach dem CS Holziken nun noch zwei Turniere absolviert. Bei unserem Heimconcours in Sursee habe ich damit gerechnet, dass sie mit der Veränderung des Platzes Probleme haben wird und sich verunsichern lässt. Doch sie hat mich eines Besseren belehrt und war absolut unbeeindruckt. So zeigte sie im ersten Umgang, dem R90 dann auch eine schöne Nullrunde und konnte sich klassieren. Die Probleme an den zweifachen Kombinationen von Holziken waren verschwunden. In der zweiten Prüfung war sie dann deutlich müder und hatte nebst einiger Probleme den richtigen Galopp zu finden auch noch drei Stangenfehler. Nach sechs Wochen turnierfrei, leichtem Springtraining und viel Dressurarbeit hatte Donna nun letztes Wochenende ihren nächsten Einsatz. In den R90 in Buttwil bei etwas schwierigen Bedingungen durch die engen Platzverhältnisse beim Abreiten und dem dicken Nebel war es nicht ganz eifach für sie. Beim Aufwärmen war sie auch dementsprechend vor beiden Umgängen etwas unmotiviert und hatte Mühe ins Gleichgewicht zu kommen. Im Parcours hat sie sich dann aber wieder alle Mühe gegeben, in der ersten Prüfung noch etwas zögerlich und mit einem Flüchtigkeitsfehler war sie beim zweiten Mal wieder voll dabei und sprang sicher zu ihrer zweiten Klassierung. Auch wenn es durch meine grossen Wendungen wie auch schon in Sursee “nur” zu Rang 17 gereicht hat bin ich doch sehr stolz auf das Offenstall-Dressurpferd das aus so wenig (ich kann sie nur zwei Mal pro Woche reiten und sonst geht sie nur auf die Weide) doch so viel machen kann! Nächste Woche hat sie in Sins ihre Premiere im R100, darauf bin ich sehr gespannt.

Da Vinci
Seit Hildisrieden ist der vierjährige Vinci kein Turnier mehr gelaufen, seinen zweiten Einsatz hatte er in Buttwil in den B75 Prüfungen, wiederum ausser Konkurrenz. Dieses Mal war er beim parat machen und Abreiten schon deutlich gelassener, er wusste genau was zu tun war und liess sich weniger von den anderen Pferden ablenken. Etwas anders sah es aus im Parcours, Buttwil ist sein Heimplatz, den er schon im Normalzustand nicht besonders mag, dementsprechend gross war sein Entsetzen über die Festwirtschaft und die anderen ungewohnten Dinge rund um den Springplatz. So hatte ich auch in der ersten Prüfung alle Hände voll zu tun ihn in einem einigermassen vernünftigen Rhythmus durch den Parcours zu pilotieren. Nach einer kurzen Pause die Vinci ganz entspannt beim grasen verbrachte, nahmen wir einen erneuten Anlauf. Und siehe da, bis ihm bei Sprung sieben die Luft ausging und er etwas ins rennen kam zeigte er was in ihm steckt. Einen recht gleichmässigen, schon viel lockereren Parcours mit guten Sprüngen. Ich bin sehr von ihm überzeugt und schon gespannt, was er uns beim Saisonabschluss, seinem ersten Hallenspringen in Aarau zeigen wird, wo ich ihn in den B80/85 Prüfungen reiten werde.

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