Jakobskreuzkraut (lat. Senecio jacobaea)

Das gelbblühende Jakobskreuzkraut, auch genannt Jakobs- Greiskraut, gehört zur Familie der Korbblütler. Der Name erhielt das Kraut aufgrund seines Blütentermins – Jakobstag 25. Juni. In den meisten Fällen beginnt das Jakobs- Kreuzkraut jedoch schon Anfang Juni, mit schütterem Blütenstand zu blühen. Der buschige Blütenstand entsteht dann erst im Hochsommer. Als offizielle Blütenzeit werden die Monate Juli und August genannt. Das gelbe Kraut, welches mit wissenschaftlichem Name Senecio jacobaea heisst, ist eine zweijährig, teilweise auch länger ausdauernde Pflanze. Die Blütenstände entwickeln sich erst im zweiten Jahr. Danach stirbt die Pflanze ab.

Vorkommen:
Das Jakobs- Kreuzkraut ist in Wiesen, Feldrändern, Ackerbrachen und anderen Gras- und Staudenfluren sehr verbreitet. Die Ausbreitung des gelben Krautes in den letzten Jahren kommt bedingt durch die extensive Bewirtschaftung von Weiden. Da die Ansprüche der gelb blühenden Pflanze an den Boden nicht sehr gross sind und sie sehr anpassungsfähig ist, kann das Jakobskreuzkraut sich auch auf intensiv bewirtschafteten Flächen ausbreiten. Beim Jakobsgreiskraut handelt es sich nicht um einen Neophyten, sondern um in Mitteleuropa einheimische Pflanze. Vermehrt kommen jedoch aus anderen Ländern invasive Neophytenarten dieser Pflanze nach Europa.

Giftigkeit:
Für das Auge vieler Leute eine tolle Pflanze. Von den Landwirten und ganz klar auch von Pferdehaltern wird das Jakobskreuzkraut jedoch nicht gerne gesehen. Der Gehalt des giftigen Pyrrolizidinalkaloid ist in der Blüte doppelt so hoch wie im Kraut. Jedoch sind alle Pflanzenteile, in jedem Wachstumsstadium, für das Pferd giftig. Im frischen Zustand wird die Jakobskreuzkrautpflanze von Weidetieren aufgrund des bitteren Geschmacks normalerweise gemieden Da Alkaloide auch im getrockneten Zustand nicht ihre Giftigkeit, sondern nur den Bitterstoff verlieren, werden sie jedoch im Heu oder der Silage, auch von diesen Tieren aufgenommen. Bereits eine kleine Dosis schädigt die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über mehrere Jahre möglich ist. Das heisst mit Jakobs-Kreuzkraut befallene Flächen dürfen nicht oder nur über eine kurze Zeit beweidet und der gemähte Aufwuchs unter keinen Umständen verfüttert werden.
Symptome einer Jakobs- Kreuzkraut Vergiftung bei Pferd sind Magen-/ Darmbeschwerden, Appetitlosigkeit, Koliken, Leberschäden, Gehstörungen und Verwerfen. Eine Behandlung der Pferde bei akuter oder chronischer Vergiftung ist meist aussichtslos. Bei der akuten Vergiftung tritt der Tod innert wenigen Tagen ein. Als tödliche Dosis wird beim Pferd 40 bis 80 Kilogramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht angegeben.

Vorbeugung und Bekämpfung:
Die mechanische Bekämpfungsmethode bietet die Möglichkeit des Ausreissens der Pflanze vor dem Versamen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Kraut anschliessend im Kehricht entsorgt und nicht kompostiert wird. Ebenfalls eine Variante bietet das Ausstechen der Rosette im ersten Jahr. Chemisch kann gegen das Jakobskreuzkraut mit der Methode der Einzelstockbehandlung im Rosettenstadium vorgegangen werden. Benötigt werden drei Tabletten Ally Tabs auf 10l Wasser.

Vorbeugend können konkurenzstarke Gräse angesät und Lücken vermieden werden. Wichtig ist eine schonende Nutzung der Weiden, damit möglichst wenig rittschäden entstehen. Eine regelmässige Unter- und Nachsaat mit Grünsamen wäre ebenfalls von Vorteil bei der Unterdrückung des Giftkrautes.

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