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Horrorwoche auf dem Islandpferdehof Heuberg

Heute widme ich mich einem sehr traurigen Kapitel in meiner Welt als Pferdebesitzerin. Meine Züchter, Lea und Helgi, erlitten einen schweren Schicksalsschlag.

 

Es begann dieses Jahr im Frühling. Die ersten Pferde erkrankten an Druse. Die hochansteckende Pferdekrankheit schlug auf dem Heuberg so richtig ein! Zwei Pferde fielen ihr zum Opfer. Unzählige Stunden pflegten und hegten das ganze Team rund um Lea und Helgi all die kranken Pferde.  Der Ausbildung- Pension- und Reitschulbetrieb stand still. Kein Pferd durfte den Stall verlassen und sämtliche Kurse und Reitstunden wurden abgesagt.

Persönlich betroffen, Helgi als mein Trainer und Mentor, mussten wir von aussen zuschauen, wie sie die Pferde einzeln wieder gesund kriegten. Helgi besuchte uns bei uns im Stall und trainierte uns immer voller Elan bei uns auf der Waldstrecke. Seine Pechsträhne lies er uns nie spüren. Lea und Helgi, zwei Personen die vor Optimismus eigentlich nur so sprühen. Probleme gibt es nicht, es gibt einfach passendere Wege!

Normalerweise sterben bei Druse Befall ca. 10% der Pferde. Der Heuberg verlor von ca. 70 Pferden nur 2! Hier zeigt sich auch, das jede Statistik mit Liebe, Pflege und ein wenig Glück umgangen werden kann.  

Im August sah es danach aus, wie wenn man sich von den Vorfällen gut erholen würde. Der gesamte Betrieb wurde desinfiziert und frisch gestrichen, Halfter entsorgt und Decken so gut es geht gewaschen.

Das Glück war nicht von langer Dauer. Seit einer Woche wütet der blanke Horror auf dem Islandhof!

Was passiert, wenn dein Pferd eines Morgens tot im Stall liegt? Und dann, geht es weiter, mit den nicht fitten Pferden gehst du in den Tierspital. Voller Hoffnung auf Hilfe öffnest du im Spital deinen Hänger und eines der Pferde liegt tot im Hänger! Die Anderen Pferde verlassen dich dann im Tierspital. Keines der Pferde das Symptome zeigte, überlebte. Die Symptome sind an einer Hand abzuzählen. Fress - Unlust, hohe Hämatokritwerte und Leukopenie.  Viele rote Blutkörperchen, praktisch keine weissen Blutkörperchen. Keine Kollik Anzeichen, keine Entzündungswerte. Die Organe versagen und die Pferde brechen trotz tierärztlicher Hilfe einfach zusammen.

Sieben von elf betroffene Pferde sind innert 3 Tagen gestorben, vier kämpfen um ihr Leben. Sie sind in der Zwischenzeit soweit stabil.

Niemand weiss, was passiert ist. Es wurde aber bestätigt, dass mit einer grossen Wahrscheinlichkeit ein bakterieller oder viralerer Infekt ausgeschlossen werden kann.  Was kann es dann sein? Sprechen wir hier tatsächlich von einer derart schlimmen Vergiftung?

Im nächsten Schritt wurde das toxikologische Institut in München zur Hilfe geholt. Das Update folgt.

 

Die Einnahmeausfälle und die hohen Tierarztkosten nehmen  ein existenzbedrohendes Ausmass an. Umso wichtiger ist es mir, dass ich euch alle aktiv darum bitte, mitzuhelfen. In erster Linie versuchen wir mit einem Spendenkonto die anfallenden Kosten teils zu decken. Auch wenn es nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, jeder Rappen zählt.

Wer bei seiner nächsten Reitsport.ch Bestellung ebenfalls an den Heuberg denken möchte; es werden Halfter, Stricke und Decken benötigt. Ich verlinke euch gleich einige Produkte. Halftergrösse COB oder Vollblut und Deckengrösse zwischen 115 und 135cm. Für all die schlimmen Tage kann aber auch nur ein Sack Pferdeleckerli schon helfen!

 

Wollt ihr lieber Geld als Güter spenden könnt ihr die hier tun: https://www.gofundme.com/f/islandpferdehof

Stehen wir gemeinsam für einander ein, helfen wir uns und lassen andere nicht von ihrem Schicksal zerstört werden.

Der Heuberg ist eine der grossen Islanddrehscheiben in der Schweiz. Züchter, Pensionsstall, Turnierreiter und Trainer. Kursangebote und eine grandiose jährliche Verkaufsschau runden das Programm ab. Man fühlt sich wohl, ist auf dem Heuberg zuhause. Im Heuberg findet auch jeder ein passendes Herzpferd, schauen wir zusammen, dass das so bleibt!

In tiefster Dankbarkeit!

Xenia mit Aeringi

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