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Helmhelden

Die Aktion „Helmhelden“ ist in der Deutschen Reitsport-Blogger Szene momentan hochaktuell. Dahinter steht die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN. Es handelt sich um eine Art Fotowettbewerb, bei dem die einzige Anforderung darin besteht, sich eine Schleife um den Kinnriemen am Helm zu binden und davon ein Foto auf einer Social Media Seite wie Facebook oder Instagram zu posten. Bereits viele bekannte deutsche Blogger haben dabei mitgemacht und so ein wichtiges Zeichen gesetzt. Sie möchten auf diese Weise darauf aufmerksam machen, wie wichtig der richtige Kopfschutz im Reitsport ist und das grosse Ziel ist, dass künftig in allen Sparten und bei allen Disziplinen in unserem Sport ein Reithelm getragen wird.

 

In vielen Sportarten gehört der Helm bereits fest zum Gesamterscheinungsbild. Auf Skipisten sieht man nur äusserst selten jemanden, der „oben ohne“ fährt. Auch bei den Velofahrern gehören solche, die ohne Helm ihre Runden drehen, schon zur Ausnahme. In unserem Sport gibt es jedoch immer noch viele Reitweisen, bei denen das Tragen eines Helms geradezu verpönt ist. Ein gutes Beispiel ist die klassische, barocke Reiterei. Auch unter den Westernreitern und manchen Dressurreitern sieht man viel zu häufig solche, die auf den Helm verzichten. Sind wir Reiter einfach allgemein konservativer oder was ist der Grund dafür? Ich habe mir viele Gedanken zu diesem Thema gemacht und möchte mein Fazit hier mit euch teilen.

 

Auf Turnieren starten darf nur, wer einen Helm trägt. So steht es im Reglement des SVPS. Vor allem bei Dressurreitern wurde in den letzten Jahren eine wichtige Veränderung sichtbar . Der etwas konservative Zylinder im Viereck wurde in den letzten Jahren immer häufiger von glitzernden und funkelnden Helmen in den Schatten gerückt. Doch im normalen Reiteralltag sieht man es leider immer noch viel zu oft, dass kein Helm getragen wird. Dabei bekommt man als Erklärung oft Sätze zu hören wie „Mein Pferd ist so brav, es macht keinen falschen Schritt“, „Ich kenne mein Pferd sehr gut und kann selber beurteilen, wann es gefährlich wird“ oder „Ich kann sehr gut reiten und brauche deshalb bestimmt keinen Helm“. Auch wenn solche Äusserungen vielleicht einen kleinen Funken Wahrheit beinhalten und es sein mag, dass man schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr vom Pferd gefallen ist, sind sie meiner Ansicht nach überhaupt nicht gerechtfertigt. Der Reitsport unterscheidet sich hier von anderen Sportarten vor allem darin, dass er mit einem lebendigen Wesen ausgeübt wird, das zudem ein Flucht-, Herden- und Steppentier ist und auch dementsprechend agiert. Das wird meiner Meinung nach zu oft vergessen. Egal wie gut erzogen und brav ein Pferd ist, ist es jeder Zeit gut möglich, dass etwas Unvorhergesehenes passiert und man plötzlich schneller den Boden küsst als einem vielleicht lieb ist. Zudem kommt, dass sehr viele Unfälle im Reitsport nicht deshalb passieren, weil das Pferd unartig ist oder sich erschrickt. Es gibt auch viele Szenarien, in denen Reiter schwer verletzt wurden oder sogar tödlich verunglückt sind, weil das Pferd gestolpert und hingefallen ist oder der Reiter beim Fall einen Huftritt abbekommt. Man kann sein Pferd dann noch so gut kennen und noch so vorsichtig reiten, es ist immer möglich, dass das Pferd einen Misstritt macht und der Reiter dabei am Boden landet.

Helm wird immer getragen, egal ob beim Training...
...oder beim gemütlichen Ausritt.

Ein weiterer Grund für das Reiten ohne Helm mag auch die Tradition sein. Wie gesagt sieht man in der Western oder in der Barocken Reiterei so gut wie niemanden mit Helm. Ausserdem sagen viele Leute, der Helm sei ihnen zu ungemütlich, sehe blöd aus, sei zu schwer oder gäbe im Sommer zu heiss. Das alles muss jedoch nicht sein, denn es gibt unzählig viele Reithelme, die sehr schön aussehen, leichter sind als ältere Modelle und auch gut belüftet. Hier gibt es immer wieder viele Neuheiten und meiner Meinung nach sollte wirklich für jeden Typ Reiter der passende Helm vorhanden sein. Denn wie sagt man so schön „Auf jeden Topf passt ein Deckel“.

 

Ich kann mich an eine Studie erinnern, die ich vor einiger Zeit gelesen habe. Es handelte sich dabei um einen Vergleich von Reitunfällen mit Unfällen in anderen Sportarten. Leider erinnere ich mich nicht mehr, von wo diese Studie war. Doch etwas, das mir ganz klar im Kopf geblieben ist, ist die Tatsache, dass ein Grossteil der Reiter sich Verletzungen im Kopf- und Halsbereich mit schweren oder sogar tödlichen Folgen zuziehen. Zudem ist der Anteil der Kopfverletzungen bei Kindern sogar noch höher als bei erwachsenen Reitern. Ein Reithelm kann die Häufigkeit oder den Schweregrad von Kopfverletzungen laut dieser Studien deutlich reduzieren. Wichtig ist, dass der Reithelm der Schweizer Norm SN EN 1384 entspricht. Gemäss Norm darf er am Kinnriemen keine Kinnschale haben. Damit der Helm optimal schützt, muss er so eng wie möglich sitzen, ohne zu drücken. Die Kinnriemen müssen jederzeit verschlossen sein. Wichtig ist auch, dass der Helm nach einem starken Aufschlag wie einem Sturz oder nach ungefähr fünf Jahren wegen Ermüdung des Materials ersetzt wird. Dies sollte auch geschehen, wenn äusserlich keinerlei Beschädigungen sichtbar sind.

 

Es gibt mittlerweile, wie bereits erwähnt, qualitativ gute Reithelme in allen Preisklassen. Wer gerne einen günstigen und zuverlässigen Helm finden möchte, ist genau so gut bedient, wie jemand, der gerne etwas mehr investiert und den Helm als auffälliges und schönes Accessoire wählt. Es lohnt sich auf jeden Fall, im reitsport.ch Online Shop vorbeizuschauen und sich dort die vielen verschiedenen Varianten anzuschauen.

Mein Motto lautet nach meinen Recherchen über das Thema Reithelm auf jeden Fall „Kluge Köpfe schützen sich“. 

 

Zum Schluss noch eine weitere kleine Anmerkung, die mir sehr am Herzen liegt. Wer sich beim Reiten noch besser schützen möchte, hat darüber hinaus noch die Möglichkeit, einen Rückenpanzer zu tragen. Auch hier ist es so, dass man sich längst nicht mehr in einen ungemütlichen, starren, dicken Panzer zwängen muss. Ein Modell, das ich persönlich wärmstens empfehlen kann, ist der Rückenprotektor von Stübben, den es ebenfalls hier bei reitsport.ch zu kaufen gibt. Ich hatte vorher einen typischen alten Panzer, in dem ich mich immer extrem eingeengt gefühlt habe und bei dem ich mir immer eingebildet habe, er trägt zu sehr auf wenn man ihn unter der Jacke trägt. Doch nun mit dem neuen Stübben Rückenprotektor habe ich diese Probleme ein für alle Mal nicht mehr. Nach 2-3 mal tragen passt er sich sehr gut der Körperform an und man sieht ihn überhaupt nicht mehr wenn man ihn zum Beispiel unter einem Turnier Jacket trägt. Er engt auch überhaupt nicht ein, da er sehr flexibel und die Vorderseite wirklich nur sehr dünn ist. Für mich ist das die perfekte Lösung, um vor allem im Springsport, wo immer die Gefahr besteht, auf eine Stange oder ähnliches zu fallen, sicher und trotzdem komfortabel unterwegs zu sein.

Der Stübben Rückenprotektor ist sehr unauffällig und wirklich angenehm zu tragen.

Stübben

Rückenprotektor

CHF 207.90Zum Produkt
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