Headshaking

Ich denke den meisten von euch wird Headshaking ein Begriff sein.

 

Definition:

Das Symptom des Kopfschlagens (englisch Headshaking) ist namensgebend für die Krankheit. Oft versuchen die Tiere die Nase bzw. den Kopf am Boden, der Wand oder den Vorderbeinen zu reiben. Das Krankheitsbild beginnt oft schleichend und kann sich soweit steigern, dass das Reiten unmöglich wird. Die Tiere sind im Extremfall so sehr abgelenkt, dass sie sich selbst, den Reiter und ihre Umgebung gefährden. Vielfach treten die Symptome auch nur jahreszeitlich (Frühjahr/Sommer) bedingt auf. Headshaker reagieren teils sensibel auf Berührungen am Kopf. Häufig wird eine Photosensibilität (Lichtempfindlichkeit) beschrieben.

 

Ich hatte natürlich vorher schon von Headshaking gehört aber da ich nicht betroffen war, hab ich mir nicht wirklich Gedanken darüber gemacht. (oder mich damit auseinander gesetzt)

 

Letztes Jahr im Sommer habe ich ein total gesundes und tolles Rösschen gekauft. Alles war wunderbar bis dieses Jahr im März/April. Da begann er nur ganz leicht mit dem Kopf zu schütteln und das nur sehr selten. Es war nicht wirklich auffällig deshalb ging ich davon aus, dass ihn kleine Fliegen und anderes Ungeziefer nervt. Es wurde aber immer heftiger. Teilweise war es so schlimm, dass ich dachte, ich könnte ihn nicht mehr reiten.

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Wir hatten dann eine Zahnärztin, die gelernte Pferdetierärztin ist, bei uns. Ich erzählte ihr von den Symptomen. Sie sah ihn sich dann kurz an. Es waren keine Parasiten festzustellen, der Trigger Muskel war schmerunempfindlich, die Zähne waren auch i.O. Der Rücken konnte auch ausgeschlossen werden. Wir haben eine super Physiotherapeutin, die alle 2-3 Monat zur Wellnessbehandlung kommt.

 

So begann ich ein Tagebuch zu führen und zu hinterfragen, wann es begonnen hatte, was der Auslöser sein könnte.

Mir fiel auf, dass es ziemlich bald nach dem Tod meines anderen Pferdes angefangen hatte und das sich bei uns im Stall einiges geändert hatte. Also war es wahrscheinlich, dass es bei ihm psychisch ausgelöst wurde.

Ich machte mich in Foren schlau und begann Schüssholzwurzel zu füttern. Zusätzlich wurde er mit Akupunktur, Kinesiologie und Bachblüten behandelt. Klar einige werden jetzt die Augen verdrehen und denken, was für ein Quatsch! Wenn man professionelle Kinesiologen hat ist es eine super Sache! Zusätzlich ritt ich ihn mit Nasennetz.

Und siehe da, es wurde immer etwas besser und war teilweise ganz weg. Das machte mir wieder sehr viel Mut, dass wir es zusammen schaffen könnten. Als wird dann noch in einen artgerechteren Stall wechselten, konnte ich es kaum glauben, er war zu 95 % wieder shake frei. Das wenige shaken, das er nur am Anfang noch hatte, war kaum noch zu sehen, vor allem dann nicht, wenn man nichts davon wusste. Ich bin jetzt auf nächstes Jahr gespannt, aber sehr optimistisch eingestellt.

 

Für alle die auch ein Pferd mit Headshaking haben, gebt nicht auf!! Wenn der Tierarzt nichts findet, ist es auch gut möglich, dass es psychisch ist. Beobachtet eure Pferde. Schreibt Tagebuch. Was ist anders als vorher? Teilweise sind es nur kleine Sachen, die man versuchen muss um eine Besserung zu erzielen. (Natürlich ist es auch hilfreich, wenn man es gleich am Anfang abfangen kann, falls man die Möglichkeit dazu hat.)

 

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