Gamaschen, Bandagen und Beinschutz

Mit dem Event zum Thema Beinschutz haben wir vieles dazu gelernt und wichtiges Wissen vertieft. Die Tierärztin Cecile Werren, Larissa Notz, eine Junioren Springreiterin und Christina Liebherr, Schweizer Elite im Springsport, haben Hintergründe und Tipps zum Gebrauch von Gamaschen und Bandagen weitergegeben. Der Event vom 24. Oktober 2013 bei uns in den Gebäuden von reitsport.ch in Langenthal war ein voller Erfolg - für all diejenigen, die leider nicht kommen konnten, haben wir das Wichtigste hier festgehalten.



Dr. med. vet. Ceclie Werren hat den Einstieg ins Thema Beinschutz gemacht. Ihre Präsentation mit dem Titel "Beinschutz - mehr als Gamaschen" - brachte einige wichtige Punkte zur Sprache. So sprach die Tierärztin darüber, welche Kräfte beim Sprung oder beim Piaffieren auf die Pferdebeine wirken. Die sogenannte Biomechanik erklärt das Zusammenspiel von Sehnen und Knochen und Bewegung während des Trainings und dem sportlichen Einsatz. "Repetitive Traumata können durch vielfach wiederholte schwere Beanspruchungen immer wieder die Sehnen und Fesselträger stark belasten, was nicht zwingend mit Gamaschen verhindert werden kann. Gerne möchte man beweisen können, dass man das Bein mit Gamaschen oder Bandagen stützen und entlasten kann. Dies wissenschaftlich zu belegen ist aber sehr schwierig."  Die Tierärztin präsentierte dazu eine kürzlich publizierte Studie von der Universität Wien. Sie zeigte aber auch Beispiele aus dem praktischen Alltag: Gamaschen kommen auch bei Fehlstellungen zum Einsatz. Bei einem Pferd mit leichten X Beinen oder sieht die Abnutzung von Gamaschan schnell ganz anders aus, als bei einem Pferd, das schön gerade im Lot steht. "Gerade bei Fehlstellungen - wenn das Pferd zum Beispiel hinten eher eng ist - kommen Streifgamaschen zum Einsatz. Diese können direkte Verletzungen und Streifungen vorbeugen." Weiter ging die Tierärztin noch auf Spezialutensilien aus dem Western Riding ein - bei den Sliding Stopps können Glocken und tiefe Gamaschen allfälligen Verletzungen vorbeugen.



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