Freundschaft kennt keine Grenzen

Als ich im August 2009 meine super Stute Gipsy B zum ersten Mal besuchte, durfte natürlich auch mein Hund Kira nicht fehlen. Denn ich wollte natürlich, dass sich mein zukünftiges Pferd, auch mit meinem geliebten Hund versteht.Dass sich daraus eine solch innige Freundschaft entwickelt, hätte ich jedoch nicht zu träumen gewagt.

Dies liegt vor allem auch daran, dass Gipsy wahrscheinlich das gelassenste und rücksichtsvollste Pferd auf Erden ist.
Man könnte sogar von einem kompletten Rollentausch sprechen, denn in dieser Beziehung ist eindeutig der HUND das Fluchttier und nicht das Pferd…
Bei jedem Geräusch zuckt Kira zusammen, oder springt ein Stück nach vorne – so wie es halt ein ängstliches  Pferd machen würde.

Doch genau diese übertriebene Vorsicht ermöglicht es uns, sie grösstenteils an der Leine (vom Pferd aus) zu führen.
Wir reiten in einem Gebiet mit hohem Verkehrsaufkommen – da  geht ein kleiner aber trotzdem flinker Hund schnell einmal unter. Kira lernte schnell, dass es die Pferde nicht witzig finden, wenn eine Hundeleine die Hinterbeine fesselt.

In unserem Reitgelände ist Kira bereits eine kleine Berühmtheit, da alle Spaziergänger den Eindruck haben, der „starke“ Hund zieht das Pferd – weil sie an der Leine vor den Pferden läuft. Aber natürlich geniesst sie es auch in vollen Zügen, wenn sie ohne Leine rumflitzen kann.
Am liebsten misst sie sich im Galopp mit den Pferden oder jagt diese auch mal zum Spass, wenn sie merkt, dass sich das Senior-Pferd (Special) sich über sie aufregt.

Im Laufe der Zeit hat sich aus diesen drei Persönlichkeiten eine kleine eigene „Herde“ gebildet. Worin Special und Kira jedoch regelmässig ihren Rang untereinander streitig machen.
Doch dass Gipsy der Chef ist, haben alle klar verstanden.  Unter den zwei Damen besteht mittlerweile eine innige Freundschaft. 
Wenn es sein muss, teilen sie sich sogar das Futter. 
Gerne werden liebevolle Küsschen und Knabbereien ausgetauscht oder die beiden spielen ausgelassen auf der Weide.

Gegenseitig verzeihen sich die beiden Unachtsamkeiten: Schnell wird ein durch die Leine gequetschtes Ohr oder Maul dem Hund verziehen.

Aber auch Kira schätzt Gipsys aufmerksame Art sehr. Wenn die Hündin zu sehr mit Schnüffeln und „Zeitunglesen“ am Wegrand beschäftigt ist, bleibt Gipsy geduldig stehen. Wie wenn sie es verstehen würde, wie wichtig das Schnuppern für ihre Freundin ist.

Ganz anders ist dies bei einem Ausritt mit Special -da gilt eher das Motto:“ Lauf in meinem Tempo, oder du wirst mitgezogen!“ Auch käme es dem Senior NIE in den Sinn einen anderen Weg einzuschlagen, nur weil Kira SEINE Route gerade mit Schnüffeln versperrt.

Gipsy dagegen schaut lieber zweimal, wo sie ihren nächsten Huf absetzen wird. 
Als Dank für die grosse Rücksicht beim Ausreiten, bewacht Kira Gipsys Box mit vollem Einsatz. Jeder Tierarzt, Sattler oder auch nur der Stallbursche muss zuerst am Türsteher und dessen Kontrolle vorbei kommen.

Auch an jedem Turnier muss der Glückshund natürlich mit seiner Freundin mitfiebern, denn am liebsten würde er ja als Unterstützung  gleich selber mitmachen.

Das unterschiedliche Paar verbringt viel gemeinsame Zeit und da habe ich mir gedacht, dass mein kleiner ängstlicher Haushund auch mit meiner taffen  Irlandstute mithalten kann, muss natürlich auch die Ausrüstung stimmen.
Die besten Erfahrungen machten wir mit der Hurtta-Hundebekleidung.  

Aber natürlich musste auch ein passendes Outfit unter Freundinnen sein.
Aktuelles reitsport.ch- Beispiel: Hundedecke, Pferdedecke,  Halfter & Führstrick

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