Fliegenschutz -Tipps und Tricks im Überblick

Momentan können wir die warmen Temperaturen bei sonnigen Ausritten noch geniessen, doch bald sind auch die Plagegeister wie Bremsen, Fliegen & Co. wieder an Ort und Stelle. Deshalb wollen wir uns gerne frühzeitig über einen guten Schutz austauschen. Was hilft wirklich und mit welchen Mitteln müssen wir vorsichtig sein?

Oft versprechen Produkte mehr als sie wirklich taugen, oder verursachen im schlimmsten Fall sogar heftige Hautreizungen. Dies kann von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein.
Jedoch sollte es generell vermieden werden, dass die Haut welche mit einem Mittel eingesprüht worden ist, anschliessend einer Reibung (z.B. durch den Sattel oder die Gamaschen) ausgesetzt wird. Dies kann nämlich zu einer Verätzung führen.
Eine besonders empfindliche Haut haben oft Schimmel und helle Füchse. Aber auch bei Braunen oder Rappen kann man solche Hautreaktionen nicht ausschließen. Bei meiner Stute haben wir beispielsweise nach der ersten Sommersaison gemerkt, dass wir ihre Achsel mit Mittel aussparen müssen, da sich die Hautfalten durch das Schwitzen an einander wundreiben, was durch ein Fliegenschutzmittel noch gefördert wurde.
Gerne verzichten Pferdebesitzer auch immer mehr auf chemische Produkte. Auch unser super Spray (welcher wirklich ein paar Stunden schützt), riecht schon ziemlich nach „böser“ Chemie. Doch was gibt es da überhaupt für Möglichkeiten?

Meinem Senior verfüttere ich vor und während der Weidesaison regelmässig ein Knoblauch- Zusatzfuttermittel, sowie Schwarzkümmelöl. Beides soll den lästigen Viechern den Appetit auf unsere geliebten Pferde verderben. Aber auch Lavendelöl oder Essig (nur zur äusseren Anwendung) soll sie verscheuchen. 

Leider kann ich euch an dieser Stelle keine zuverlässig, absolut schützende Methode ohne Nebenwirkungen empfehlen. Denn ein Kraut gegen Bremsen und Co. ist leider bisher noch nicht gewachsen. Doch jeder entwickelt mit der Zeit (und pro Pferd) eine individuelle Umgangsform. Bei meinem älteren Pflegepferd leiden beispielsweise vor allem die Augen, wenn diese von Fliegen belagert werden. Deshalb muss er immer mit Maske oder Fransenstirnband auf die Weide. Somit wird die Gefahr der Augenreizungen und Bindehautentzündungen stark vermindert.
Meine Stute hingegen hat einfach eine an sich heiklere Haut, weshalb sie ein Spezialmittel fürs Gesicht und die sensiblen Stellen bekommt. Ebenfalls rastet sie fast aus, wenn wir über einen älteren Misthaufen gehen und ihr dann die Viecher direkt in die Nase fliegen. Hierfür würde sicherlich der Nasenschutz Abhilfe schaffen, doch mein Freund meint, dass sie sich lieber abhärten soll. ;-) Weshalb ich dann jeweils mit meinem Senior vorauslaufe oder unseren Hund Kira über die Misthaufen jage, sodass Gipsy friedlich drüber gehen kann. Aber auch die Netzausreitdecken haben uns schon manch schönen Ausritt beschert.

Gerne tausche ich meine Tipps und Tricks mit euch aus:
Folgende Massnahmen habe ich bei unserer Partner-Marke Horze gefunden:

1. Fliegenabwehr durch Fliegenschutzmittel: Regelmässiges auf das Pferd abgestimmte einreiben von Fliegenschutzmittel wehrt lästige Fliegen ab.

2. Die Vermehrung der Fliegen muss unbedingt gestoppt werden.
Beliebte Ablegeplätze für Fliegeneier sind Abfalleimer. Diese müssen regelmässig gelehrt und sauber gehalten werden. Denn eine Fliege kann an nur einem Tag hunderte von Eiern ablegen. Aber auch im Mist legen sie gerne, deshalb sollte der Stall und die Weide so sauber wie möglich gehalten werden.

3. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
An feucht-warmen Tagen sind die Pferde im Stall besser vor Stechmücken geschützt. Zudem sollte als Weideplatz eine offenes Landstück und keine Waldränder oder Weiden in der Nähe von Gewässern ausgewählt werden. Auch genügend Schattenplätze sollten vorhanden sein.

4. Die richtige Ausrüstung ist die halbe Prävention
Schütze dein Pferd mit Fliegendecke und Masken.

Oder wer lieber genau weiss, was in seinem Fliegenschutzmittel enthalten ist, braut sich am besten selber eins.
Hier ein Beispiel:
-1 Liter Obstessig
-1 gehackte Knoblauch
-1 Zitrone
-Nelken
-kleines Fläschchen Teebaumöl -Den Rest mit Wasser auffüllen und ein paar Tage ziehen lassen.

Weitere Rezepte findet ihr in diesem Forum.

Cavallo-Leser haben ihre Pferde sogar mit Streifen bemalt, da dies gemäss Studien Fliegen fernhalten soll. Die Fotos findet ihr unter diesem Link.

Jetzt würde uns auch mal interessieren, was ihr für kreative Ideen euch einfallen lässt, um eure Lieblinge vor den Plagegeistern zu schützen?

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