Ferien mit dem Pferd

Als ich ein kleines Mädchen wär fuhren meine Grosseltern zwei Mal im Jahr, in den Frühlings- und in den Herbstferien, mit mir nach Frankreich in die Reitferien. Das hiess pro Tag zwei Mal zwei Stunden ausreiten am Meer. Das war wunderschön! Schon damals dachte ich mir wie schön muss das wohl sein mit dem eigenen Pferd. Im gestreckten Galopp im Sand am Strand entlang durchs Wasser.

Dieser Wunsch begleitet mich seit ich ein Pferd habe. Nun leider ist es so, dass Frankreich oder Orte in Deutschland an denen man mit dem Pferd ins Meer kann recht weit weg sind. Deshalb entschlossen wir uns zwar dieses Jahr mit dem Pferd in den Urlaub zu fahren aber nicht ans Meer. Unser Zielort war das Jura. Um den Feiertagsverkehr zu umgehen, nicht das wir noch mit den Pferden in den Stau kommen, ging es vergangen Mittwoch los. Um 9.00 Uhr war Abfahrt. Die Fahrt war super, kaum Verkehr und wir waren in 3.15 Stunden auch schon dort. Mit einem kleinen Zwischenstopp kamen wir  kurz nach zwölf Uhr in Montfaucon an. Zuerst Pferde ausladen und mal in die Boxen lassen, damit sie pinkeln und etwas trinken konnten. Wir hatten Boxen in einem tollen Stall mit 7 Boxen und Reithalle, falls das Wetter denn nicht so gut sein sollte. Der Stall hatte wirklich eine tolle Infrastruktur (Halle, jeder hat einen Schrank denn man abschliessen kann, warm Wasser um die Pferdesachen zu reinigen, WC etc.)  und es war alles super sauber. Als die Pferde dann auf der Weide waren ging’s  ans auspacken aller Pferdesachen.

Als Unterkunft für uns hatten wir ein sehr süsses 3.5 Zimmer Haus, das sich direkt ober dem Stall befand. So konnten wir die Pferde beobachten und waren morgens und abends super schnell im Stall unten. Nachdem alle Pferdesachen verstaut waren bezogen wir unser Häuschen.FullSizeRender-1

 Im Jura ist es so, dass es extra Strecken für Reiter gibt. Sprich man bekommt eine Karte an der man sich orientieren kann und es hat auf den Wegen immer wieder Kennzeichnungen die einem helfen sollen den richtigen Weg zu finden. Die verschiedenen Wege sind in verschiedenen Farben (blau, orange, grün und violett) gekennzeichnet, die Verbindungswege zwischen den verschiedenen Routen sind pink. Pro Tag bezahlt man 7.- CHF um diese Wege nutzen zu dürfen. Am ersten Tag also am Mittwoch gingen wir nur noch eine kleine Runde reiten und liessen die Pferde den Rest vom Tag auf der Weide.  Für den Donnerstag hatten wir uns eine grössere Route vorgenommen, die uns empfohlen wurde.  Eigentlich wollten wir so ungefähr 4 Stunden unterwegs sein, allerdings verritten wir uns des öfter, da nicht alles Idiotien sicher beschildert war J und waren schlussendlich 7 Stunden unterwegs, allerdings  viel im Schritt. Das Reitgebiet ist wirklich wunder wunderschön! Man kann endlos lange über Weiden galoppieren, wo uns hier jeder Bauer lünchen würde, es hat tolle Feldwege, man kann aber auch super schöne Wege im Wald gehen. Ein Traum für jeden Reiter. Am Freitag machten wir dann eine 3 Stunden Runde, diesmal ohne uns zu verreiten, J samstags gingen wir dann nur noch eine Stunde, da wir uns später wieder auf den nach Hause Weg machten.

Unser Tag war somit gefüllt mit Pferde füttern, Pferde auf die Weide lassen, reiten, essen und schlafen. Unsere Pferde waren dort auch gleich zu Hause so, dass es überhaupt kein Stress war für alle Beteiligten und alles war schön unkompliziert.

Ich kann das Jura nur empfehlen als Urlaubsort mit dem Pferd. Es waren tolle 4 Tage und auch mal richtig schön mit dem Pferd zusammen im Urlaub zu sein. Wenn man allerdings das erste Mal dort ist, ist die Gefahr sich mal zu verreiten recht hoch. Aber irgendwie findet man ja immer zum Stall zurück. Wir liessen uns auch sagen, dass das am Anfang vielen so geht bis man sich auch mal daran gewöhnt hat das die Wege eben direkt über Weiden gehen und wir bei uns das ja nicht unbedingt reiten dürfen und dann zu viel überlegen ob das wirklich der richtige Weg sein kann. Wir hatten natürlich auch ausserordentliches Glück mit dem Wetter, eine Woche früher hätte es nicht so rosig ausgesehen. Unser Ort lag zwar auf ca. 1000 Meter was zu bedenken ist, da es bei schlechtem Wetter dann schneller Schnee gibt als bei uns unten.

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Für nächstes Jahr werde ich mich jetzt dann doch informieren wie es aussieht mit Ferien in Sylt, dann würde man natürlich mit Zwischenstopp fahren.

 

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