Faszien

Faszien, jeder hat s schon einmal davon gehört, aber was machen sie genau? Für was brauchen wir sie?

 

Menschen wie Pferde haben Faszien, dass ohne sie eine Bewegung nicht möglich ist wissen die wenigsten. Sie sind überall im Körper vorhanden. Sie können unabhängig von den Muskeln agieren, reagieren beispielsweise auf Stresshormone. Dann ziehen sie sich zusammen, wie ein Wollpulli, der zu heiss gewaschen wurde.

 

Was sind denn Faszien überhaupt?

Faszien sind helle Gewebeschichten, die mal hauchdünn und mal millimeterdick sein können. Sie bestehen aus Kollagen- und Elastanfasern, verschiedenen Zellen und Wasser um die Fasern herum. Die Feuchtigkeit ist als Schmiermittel notwendig.

Sie sind unentbehrlich für den Bewegungsapparat. Ihr fädiges Netzwerk umhüllt nicht nur jedes Muskelbündel, sondern auch jede Muskelfaser. Faszien stellen somit sicher, dass die Muskelfasern nicht aneinander reiben, sondern im wahrsten Sinne des Wortes reibungslos funktionieren. Sie verbinden sozusagen jede Zelle im Körper miteinander. Folglich kann kein Körperteil bewegt werden, ohne dass sich Zellen im Rest des Körpers mitbewegen. Hier sei betont, Fasziales Gewebe ist keinesfalls nur totes Füllmaterial. Vielmehr verändert es sich und passt sich den körperlichen Anforderungen an. Ausserdem halten Faszien Muskeln und Organe an ihrem Platz. Im faszialen Gewebe befinden sich viele freie Nervenenden und Rezeptoren, die Informationen an das Gehirn weiterleiten – auch Schmerzen. Des Weiteren transportiert das Bindegewebe Abfallstoffe. Im Bindegewebe sind zudem Immunzellen, die Bakterien fressen. Wenn man so will ist das Bindegewebe ein Alleskönner. Ist es in seiner Funktionalität eingeschränkt, beeinträchtig das den ganzen Körper.

Wird das Fasziale Gewebe nicht nur Bewegung angeregt, verfilzt es. Werden sie bewegt bleiben sie geschmeidig. Klar sie verfilzen nicht nach einem Tag keiner Bewegung aber über längere Zeit. Kümmert man sich nicht um sie, verkleben sie und das lösen schmerzt dann. Sie benötigen die Bewegung, denn durch sie zirkuliert die Flüssigkeit im Gewebe, die so wichtig ist, um alle Strukturen zu versorgen.

 

Das passiert wenn die Faszien nicht bewegt werden und verkleben. Bei Bewegungsmangel entstehen Querverbindungen, das Fasernetzwerwird fester. So kommt die Zirkulation ins Stocken. Man geht davon aus, dass es dann zu einer lokalen Energiekrise kommt, sprich ein Bereich von Muskeln und Faszien wird nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Der Energiemangel führt dazu, dass ein Teil der Muskelfaser in einer angespannten Stellung verharrt, ein sogenannter Triggerpunkt ist entstanden. Jene von euch die schon mal in eine Physiotherapie mussten kennen diese Punkte sicher und wissen wie unangenehm das lösen sein kann. Bleiben die Triggerpunkte über längere Zeit bestehen müssen anderen Fasern dies kompensieren, dies kann dann du Verspannungen führen.

 

Zur Vorbeugung sind die richtige Haltung des Pferdes sowie das anatomische gesunderhaltende Training sehr wichtig. Dazugehören auch die Fütterung, aber auch die Regeneration, die passenden Ausrüstung und das richtige Training. Ein Physiotherapeut oder Osteopath kann hier auch helfen und auch vorbeugend konsultiert werden.

(Bildquelle: Google)

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