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Es qugelt wieder.

Bilder: Tabitha Roth

Ja, hallo erstmal. Über ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen letzten Blogpost verfasst habe, aber dies soll sich nun wieder ändern! Voll guter Vorsätze starte ich also in eine neue „Blogger-Ära“ und hoffe, dem ein oder anderen mit meinen Texten den Alltag etwas versüssen zu können. Oder versalzen, nur um hier keine geschmacklichen Vorlieben aussen vor zu lassen.

Ich würde ja nun gern schreiben, wie viel sich im letzten Jahr verändert und welch tolle neuen Erkenntnisse ich gewonnen habe, aber um ehrlich zu sein ist alles noch so ziemlich beim Alten. Nicht, dass das per se schlecht wäre. Für viele mag Stillstand zwar auf den ersten Blick so aussehen, als habe man nichts erreicht, doch tatsächlich ist die Tatsache, dass man immer noch dort ist, wo man war, eine tolle Sache – vorausgesetzt, man fühlt sich dort wohl.

Ich für meinen Fall kann eben dies von mir behaupten, weshalb ich froh bin, im letzten Jahr von grösseren Katastrophen oder anderen einschneidenden Erlebnissen verschont geblieben zu sein.

Ob meiner langen Abwesenheit dachte ich mir dennoch, dass es wohl gut wäre, mich und mein Leben nochmal kurz vorzustellen, was ich glaube ich tatsächlich noch gar nie getan habe.

Ich heisse Lisa, werde von meinen Freunden aber meist Lila genannt. Mir ist schon klar, dass das kein richtiger Spitzname ist, da ja quasi nur ein Buchstabe vertauscht wurde, aber viel mehr ist mit meinem Namen nun auch nicht möglich. Er hat dafür andere Vorteile – so kann ihn zum Beispiel so ziemlich jeder verstehen und schreiben. Mit Ausnahme von Starbucks-Mitarbeitern natürlich. Ich werde demnächst 25 Jahre alt, darf ohne meinen Ausweis aber dennoch nicht mal Wein kaufen, woraus ich schliesse, dass man mir das nicht anzusehen scheint. Tipps für Antifaltencremes und ähnliches nehme ich aber dennoch dankbar entgegen, man kann ja schliesslich nie früh genug anfangen...

Ich habe einen Bachelor in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften und habe auch ein paar Monate in diesem Bereich gearbeitet. Schliesslich habe ich mich jedoch dennoch dazu entschieden, den Plan zu verfolgen, den ich eigentlich schon von Kindesbeinen an hatte, und studiere nun noch Jura. Anders als erwartet hat mich hier jedoch nicht das Familien-, sondern das Strafrecht besonders begeistert und ich habe das grosse Glück, neben dem Studium bereits in diesem Bereich tätig sein zu dürfen. Trotzdem macht mir das Schreiben nach wie vor grossen Spass, weshalb ich froh darüber bin, dem nun auf diesem Wege weiterhin nachgehen zu können.

Nach dieser unpferdischen Einleitung kommen wir nun zum wichtigen Teil: Meinem vierbeinigen Begleiter. Seit über 6 Jahren ist mein Wallach Quentin ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Teil meines Lebens. Müsste ich ihn in drei Worten beschreiben, währen dies wohl die folgenden: flauschig, verfressen, bestesponyderwelt (das war nur ein Wort). Tatsächlich ist er wohl das liebste Pferd aller Zeiten. Ich weiss, ich weiss – das sagt jeder von seinem Pferd. Aber ich habe tatsächlich eine wandelnde Lebensversicherung auf vier Beinen. Zudem ist er wahnsinnig verschmust, und sein Bedürfnis nach Schmuseeinheiten wird nur noch von seinem Bedürfnis nach Futter übertroffen. Dies zeigt sich auch in seiner Figur, weshalb er bei uns im Stall eigentlich nur als „die Qugel“ (halb Quentin, halb Kugel *häkäm*) bekannt ist.

Seine einstmals vielversprechende Karriere als Springpferd fand ein jähes Ende, als er bei mir gelandet ist, aber ich glaube, das nimmt er mir nicht übel, solange ich im Gegenzug für konstanten Leckerlie-Nachschub sorge. Wenn wir ganz verwegen drauf sind, hüpfen wir ausserdem auch mal über ein Cavaletti. Ansonsten widmen wir uns in reiterlicher Hinsicht meist der Dressur, machen aber daneben auch eine Menge anderer Dinge wie Halsringreiten, Longenarbeit und vieles mehr.

Obschon ich schon seit gut 20 Jahren auf dem Pferderücken zu Hause bin, ist Qugel mein erstes eigenes Pferd und ich durfte in den letzten Jahren unheimlich viel von ihm lernen. Nicht zuletzt, dass weniger beim Reiten oft mehr ist, und wie wenig man mit simplen Dehnungsübungen und ähnlichem erreichen kann, wenn man nur dranbleibt. Wie jedes Pferd-Reiter-Paar haben auch wir unsere Auf und Abs, aber ich kann dem mittlerweile wesentlich gelassener begegnen, als früher. Wahrscheinlich, da ich jeglichen Ehrgeiz im Reitsport schon vor langer Zeit begraben habe. Natürlich möchte ich besser werden, neue Lektionen erlernen und vor allem mein Pferd möglichst gesundheitserhaltend reiten, aber auf einem Turnierplatz werdet ihr uns beide wohl nicht antreffen. Dementsprechend tausche ich an Tagen, an denen uns beiden nicht der Sinn nach Reiten steht, dann eben die Reit- gegen die Wanderstiefel.

Und mit diesem verwegenen Statement beende ich nun diesen verspäteten Vorstellungsblog, bevor noch den ersten Lesern das Gesicht einschläft.

Wer immer noch nicht genug von uns hat, der findet uns auch auf instagram: lila_qugel

 

In diesem Sinne auf hoffentlich viele weitere Blogposts!

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