Eröffnung der Weidezeit Teil 3: Die Bewirtschaftung der Pferdeweide

"Meine“ kleine Weide
„Ich könnte ihm den Hals umdrehen“, denke ich mir jedes Mal, wenn mein Senior Special zuerst wieder einmal die ganze Weide umpflügt, bis er ENDLICH
den passenden Wälzplatz gefunden hat, welcher dem feinen Herrn genehm ist.
Zudem möchte ich ja nicht wissen, was in Gipsy’s (Special’s Weidegspändli) – Kopf vorgeht, denn da wo er pflügt, kann in dieser Saison bestimmt nichts
mehr wachsen, denn der gesamte Boden wird eliminiert. Momentan ist sie jedoch erfreut, denn an Special’s-„Grabbein“ ist aufgrund einer Hufsohlenentzündung
kein Eisen dran, weshalb er nur halb so „gut“ graben kann… ;-P

Wer meine zwei Liebsten beim ersten Weidegang begutachten möchte, kann dies unter diesem Link.

Der dritte
Teil von der Serie: Die Bewirtschaftung der Pferdeweide
Nach meinem Blog übers Anweiden und die Hufrehe,
folgt nun der vorerst letzte Teil meiner Weideserie: die Bewirtschaftung.
Wir bzw. die Landbesitzer müssen pflegen, was unsere Pferde lieben. Denn nur durch unsere Bewirtschaftung, können sie die Weidefläche noch lange
geniessen.
Doch was versteht man unter der Bewirtschaftung?

Regenerationsphasen einbauen
Immer wieder sollte die Fläche auf ihren Zustand überprüft werden.
Benötigt sie eine Regenerationsphase, welche man gleich dafür ausnützen könnte,
gänzlich neu einzusäen, oder um an gewissen Stellen nach zu säen.
Beim neuen Einsäen wird die Grasfläche umgegraben/ umgepflügt und meist
nach einer Düngung neu eingesät.
Für diese Aussaat sollten Grassamen benutzt werden, welche für Pferdeweiden geeignet sind und keine Grassamen für Rinderweiden. Eine gute
Pferdemischung erkennt man daran, dass der Wachstumspunkt sehr niedrig (dicht
am Boden) ist, so dass das Gras nach dem „Verzehr“ wieder schnell nachwachsen kann.
Beim Nachsäen wird über die bestehende Grasfläche gesät.
Der beste Zeitpunkt fürs Einsäen oder Nachsäen ist der Herbst oder auch der Frühlingsbeginn. Die Sommermonate sind weniger geeignet.

Abwechselnd weiden und mähen
Um grosse Pferdeweiden gut zu erhalten ist es ratsam, die Weide nicht nur durch Pferde abweiden zu lassen. Sondern sie auch ab und zu abzumähen, denn dies hat einen sehr positiven Effekt auf die Erhaltung der Weide.

Regelmässig Pferdeweiden von
Pferdeäpfeln befreien
Jeder weiss es, aber noch lange nicht jeder tut es auch.
Pferdeweiden müssen regelmässig abgeäppelt werden. Denn da die Pferde an diesen Stellen nicht grasen, breiten sich einerseits die dort wachsenden Pflanzen übermässig aus.
Andererseits grasen die Pferde bei wenig Flächenangebot bis direkt an die Kotstellen heran, wodurch sie sich ständig mit eventuellen Wurmlarven neu infizieren.

Düngung der Pferdeweide
Eine regelmässige Dünung
ist für die Erhaltung der Weide und die Gesundheit der Pferde sehr wichtig. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass nach dem Düngen, die Pferde erst wieder auf
die Weide gelassen werden, wenn es ausgiebig geregnet hat und die Dünung je nach Mittel zwei bis drei Wochen einziehen konnte.

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