Eröffnung der Weidezeit Teil 2: Die Hufrehe

Im ersten Teil meiner Weide-Blog-Serie wollte ich euch darauf aufmerksam machen, wie wichtig das Anweiden für unsere sensiblen Pferde ist. Im nächsten Teil möchte ich, auf die Hufrehe hinweisen, welche auch durch zu schnelles Anweiden ausgelöst werden kann.

Die Hufrehe
Dabei handelt es sich ja um eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut des Pferdes. Bei dieser Krankheit gibt es verschiedene Auslöser und Formen. Der häufigste Antrieb ist jedoch die zu schnelle Futterumstellung.

Hufrehe vorbeugen und erste Anzeichen

1. Genügend (aufs Pferd abgestimmte) Zeit fürs Anweiden einplanen.

 - Bei stark schwankenden

Wetterbedingungen (starker

Regen oder Trockenheit

etc.) sollte man noch vorsichtiger

sein.

2. Beobachtungen beim

Anweiden

- Bewegt sich das Pferd normal?

In weniger schweren Fällen der

Hufrehe zeigt sich diese durch

Bewegungsunlust.

In schwereren Fällen lahmt es

deutlich und nimmt die typische

Rehehaltung ein, in der es die

Vorderbeine so weit wie möglich

nach vorne stellt.

- Sind die Hufe wärmer als

gewöhnlich? Aufgrund der

Entzündung fühlt sich der

Huf wärmer an. Das Abtasten

sollte so oft wie möglich

wiederholt werden, um einen

Temperaturunterschied

überhaupt feststellen zu können.

- Puls von Zehenarterie messen:

Pulsiert diese stärker als

gewöhnlich? Dies lässt man sich

am besten von einem Tierarzt

zeigen und übt dann am

gesunden Pferd, damit man ein

Gefühl für den gesunden Puls

entwickeln kann.

- Kontrolle mit der Hufzange?

Damit drückt man an mehreren 

Stellen die Hufe ab. Ein Pferd mit

Hufrehe wird sofort versuchen,

den Huf wegzuziehen.

- Weitere Anzeichen: Hat das

Pferd Fieber, schwitzt es, hat es

Durchfall oder atmet es anders

als sonst?


3. Bewegung als

Vorbeugemassnahme

- Während dem Anweiden sollte

das Pferd viel bewegt werden, da

dies den Stoffwechsel anregt und

somit mögliche Giftstoffe

schneller abtransportiert

werden können.


Bei Verdacht,
sofort den Tierarzt holen!

Bei jedem Verdacht sollte sofort der Tierarzt geholt werden, denn eine sofortige Behandlung entscheidet im schlimmsten Fall über Leben und Tod.  Bereits nach 48 Stunden unbehandelter Erkrankung kann es zu einer Absenkung des Hufbeines kommen oder sogar zum Durchbruch der Hufbeinspitze durch die Hufsohle. Bei der kompletten Ablösung der Hufkapsel verliert das Pferd sein Huf.

Sofortmassnahmen bei Hufrehe

Im Internet habe ich eine Homepage gefunden, welche sich nur mit dieser Krankheit beschäftigt. Dabei habe ich folgenden Ablauf entdeckt:

1. Tierarzt (Hufrehe-Spezialist) verständigen

2. Hufrehe-Hufe kühlen

3. Sohlen-Polster-Verband am Hufrehe-Huf anlegen (lassen)

4. Hufrehe-Auslöser abstellen

5. Blutegel ansetzen lassen

6. Hufschmied/Hufpfleger informieren

7. Während der Entzündungsphase Hufrehe-Hufe im Abstand von 2 – 3 Tagen korrigieren lassen (laut Dr. Hiltrud Strasser)

8. Bewegung vermeiden (laut Dr. Konstanze Rasch)

9. Für weichen Untergrund sorgen

Ich weiss, dass dies eine sehr grobe Vorstellung von der Krankheit Hufrehe ist. Aber je länger ich mich mit diesem Thema befasst habe, desto schockierter war ich. Es kann wirklich jedes Pferd treffen (die einen sind affiner als andere, aber grundsätzlich kann dies jedes Pferd „befallen“) Und alleine die verschiedenen Formen von Hufrehe (von der traumatischen Rehe, über die toxische Rehe bis hin zur infektiösen Rehe) haben mich bereits schon so "verängstigt", dass ich lieber nur grob Bescheid wissen wollte ;-)

Nein ernsthaft: Ich hoffe, dass ich meine Pferde von diesen Schmerzen und Strapazen bewahren kann und bewundere alle, die dieses Leid bewältigen können!

Für alle, welche sich trotzdem gerne ausführlicher über diese Krankheit informieren möchten, kann ich folgende Links empfehlen!

http://www.hufprofi.ch/hufrehe.html

http://www.hufrehebehandlung.de

http://www.wege-zum-pferd.de/2009/03/31/die-grose-gefahr-beim-anweiden-die-hufrehe/

http://www.pferde.de/pferde-hufrehe-behandlung.html

http://www.tierklinik-leimental.ch/wissen/

http://de.wikipedia.org/wiki/Hufrehe

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