Einsatz von MSM (Methylsulfonylmethan) beim Pferd

Durch meine Ausbildung als Tierheilpraktikerin und insbesondre auch als BARF-Beraterin nach Swanie Simon für Hund und Katze habe ich mich schon diverse Male mit der Substanz „MSM“ auseinandergesetzt. Glaubt man diversen Fachzeitschriften und Forschungsergebnissen ist dies ein Wundermittel sondergleichen. Egal ob Arthrose, eine Allergie oder auch Verdauungsbeschwerden, überall soll MSM Abhilfe schaffen. In diesem Blog möchte ich auch gerne dieses bemerkenswerte Mittel näherbringen und aufzeigen wo ein Einsatz durchaus sinnvoll ist.

 

Was ist MSM?
Methylsulfonylmethan ist eine biologische, aktive, organische Schwefelverbindung. Diese Substanz gehört in den Bereich der Mineralstoffe und Vitamine. MSM kommt in diversen Nahrungsmittel wie z.B. Fleisch, Gemüse, Obst, Milch und Meeresfrüchten vor. Leider geht diese jedoch schon bei der kleinsten Bearbeitung verloren (z.B. durch Erhitzen) und ist deshalb nur wirklich in frischen und unbearbeiteten Nahrungsmitteln verfügbar. Bei unseren Pferden bedeutet dies: Sie nehmen es durch frisches Gras zu sich; im Heu jedoch hat sich das MSM durch die Trocknungsphase schon „verflüchtigt“. Und wie bei vielen Mineralstoffen und Vitaminen erhöht sich natürlich auch hier wieder der Bedarf im Alter. Vom Aussehen gleicht das Handelsübliche MSM, Feinkristallzucker oder normalem Speisesalz. Durch seine feine Stoffmengenkonzentration, kann es vom Pferd im Dünndarm sehr schnell aufgenommen werden und zugleich dem Blutkreislauf zugeführt werden. Gemäss Studien ist MSM bereits nach 2 Stunden mit maximalen Werten im Blut nachweisbar.
Es sind jedoch nicht alle Eigenschaften des organischen Schwefels wissenschaftlich erwiesen. Auch sind die nachfolgenden Eigenschaften ebenso anderen Schwefelquellen (z.B. Methionin, Taurin, Selenmethionin, Cystin und Cystein) zu zuschreiben. MSM beim Pferd - als organischer Schwefel - hat viele positive Eigenschaften, die korrekterweise aber auch für andere organische schweflige Verbindungen zutreffen können. Jedoch ist die jeweilige Teilchengrösse entscheidend für die Aufnahme von Schwefel. Weshalb hier MSM aufgrund seiner mikromolekularen Struktur anderen Schwefelquellen gegenüber deutliche Vorteile vorweist!

Weitere natürliche Schwefelquellen für das Pferd

  • Knoblauch (Vorsicht hier sollten bei der Anwendung an Pferden die Höchstmenge beachtet werden)
  • Zwiebel (Vorsicht hier sollten bei der Anwendung an Pferden die Höchstmenge beachtet werden)
  • Bärlauch
  • Meerrettich
  • Senfsamen

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Wie entsteht MSM?
Im Meer entsteht zunächst Dimethylsulfid (DMS). Über die Meeresoberfläche wird die schwefelhaltige Verbindung, welche von Phytoplankton (Kiesel-, Grün-, Blaualgen usw.) „angefertigt“ wird, abgegeben. So gasen mehrere Tonnen DMS jährlich in die Atmosphäre auf und wandeln sich in MSM um. Mit dem Niederschlag kommt dies auf die Erde und wird von den Pflanzen absorbiert. Wie erwähnt ist es dadurch auch im Weidegras verfügbar.

Was für eine Funktion führt diese Schwefelverbindung im Organismus aus?
Schwefel ist wichtig für die Bildung von Bindegewebe, Haaren und Hufen (bzw. Nägel und Krallen) sowie den allgemeinen Nährstoffhaushalt. Ausserdem ist er ein wertvoller Baustein von Enzymen und Immunglobulinen. Ebenso ist die Schwefelverbindung ein essentieller Bestandteil einiger Aminosäuren.
MSM unterstützt den Körper bei der Reinigung von Giftstoffen und der Stimulation des Blutkreislaufs. Durch diese Substanz werden Zellwände durchlässige gehalten. Fremdkörper sowie freie Radikale können somit umgehend aus dem Organismus ausgeschieden werden. Mithilfe von MSM kann eine gute Proteinsynthese erreicht werden. Die entzündungshemmende Wirkung, welche MSM ebenfalls gutgeschrieben wird, bietet dem Körper Unterstützung, um zerstörte Gewebestrukturen und Zellen wiederherzustellen.

Wann wird MSM angesetzt?
Wie schon erwähnt ist MSM ein kleines „Wundermittel“ und kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Es eignet sich überaus für die Behandlung von Arthrose, da es entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzt. Die Wirkung kann mit handelsüblichen Medikamenten gleichgesetzt werden, jedoch ohne die unangenehmen Nebenwirkungen dieser Präparate, weshalb die Verträglichkeit daher optimal gewährleistet ist.
Auch bei rheumatoider Arthritis kann dies eine gute Alternative sein. Zu den erwähnten Eigenschaften kommt noch hinzu, dass MSM nachgesagt wird, hier eine Versteifung der Gelenke entgegen zu wirken.
Auch für Lungenerkrankungen (z.B. Bronchitis, Kurzatmigkeit) oder zur Krebsvorbeugung eignet sich dieses Mittel gemäss der Literatur. Bei Sportpferden kann ein Einsatz ebenfalls positive Folgen haben: übertrainierte Muskelpartien/Muskelkater sowie Krämpfe können vermieden bzw. reduziert werden, da Milchsäure reduzierter gebildet wird. Die Erholung nach Verletzungen kann unterstützt werden.

Bei Hautproblemen wurden ebenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht: Sei es bei Hautpilzen oder auch bei Wurmbefall.
Denn durch die Zugabe von MSM wird Haut, Haar und Hufe positiv beeinfluss: sei es durch die Verbesserungen im Bindegewebe, der Elastizität der Haut oder das „weicher werden“ von Narbengewebe (Verbindungen im Kollagen werden verändert (Baustein von Narben)). Auch werden Haare und Hufe kräftiger und wachsen schneller nach.
Zu guter Letzt aber nicht minder wichtig ist der positive Einfluss auf den ganzen Verdauungsapparat.

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Wichtige Hinweise:
Es werden zwar keine Karenzzeiten von MSM von den Verbänden offiziell genannt. Da auch die Literatur zu Eliminationsdaten beim Pferd sehr lückenhaft ist, beträgt die empfohlene Karenzzeit deshalb sicherheitshalber 72 Stunden.

Eine weitere Empfehlung möchte ich euch noch mit auf den Weg geben: MSM sollte nicht zusammen mit dem Mineralfutter verfüttert werden, sondern dem Pferd mindestens zwei Stunden nach der Mineral- Fütterung verabreicht werden.

Auch sollte eine Dosierung von höchstens 15g pro Tag (500 kg Pferd) nicht überschritten werden (optimaler Zeitraum für eine MSM- Kur: 3 Monate). Aber am besten stellt man vor der Verabreichung fest, ob eine Mangelerscheinung beim Pferd vorliegt und bespricht die entsprechende Verabreichung mit einem Tierheilpraktiker oder einem naturheilkundlich arbeitenden Tierarzt. So kann auch der „Einschleichungsprozess“, welcher zu Beginn einer MSM-Kur benötigt wird, entsprechend besprochen werden, damit der Organismus nicht überfordert wird.

Um optimal wirken zu können, muss MSM täglich und (wie oben erwähnt) über einen längeren Zeitraum regelmässig eingenommen werden. Empfohlen wird eine gleichzeitige Einnahme von Ascorbinsäure (Vitamin C), da dann die gewünschten Effekte schneller eintreten bzw. noch bessere Resultate erzielt werden. Die ersten positiven Effekte sollten innerhalb von drei Wochen zu bemerken sein.
Wir füttern als Vitamin C- Ergänzung Hagebuttenschalen mit. Was diese kleine Allzweckwaffe sonst noch drauf hat, erfährt ihr hier:

Hagebutten – die gesunde Belohnung fürs Pferd

Gerade jetzt im Herbst sieht man sie überall in der Natur leuchten: Hagebutten (oder Rosa canina L.) die knallroten Früchte der Heckenrose, von wel...

Eigene Erfahrungen
Meine Pferde profitieren regelmässig von der MSM- Zufütterung:
Innerlich wende ich es (in Kombi mit der zusätzlichen Vitamin C-Fütterung) gegen die Allergien, sowie für den Bewegungsapparat an.
Aber auch äusserlich verwende ich gerne das Aloe Gel in Kombination mit dem natürlichen Mineralstoff Schwefel, denn es aktiviert die Durchblutung & Entschlackung der Haut sowie sorgt es für ein besseres Bindegewebe, was besonders meine Stute Gipsy mit ihrer aktuellen Sehenverletzung zu schätzen weiss. Aber auch schon eigenen Muskelkater wurde damit gelindert ;-)

Weitere Infos über Aloe Vera - Produkte findet ihr demnächst auf meiner THP Praxis-Homepage: www.animal-health.ch

Meine Stute schätzt die kühlende Wirkung des Aloe MSM - Gel

Studien-Quellen
Wer sich für Studien über MSM interessiert, findet hier zwei Quellen:

Wem das detaillierte Lesen zu anstrengend ist, habe ich hier zum Abschluss noch eine kompakte Übersicht:

Anwendungsbereiche und Wirkungen:

  • Organischer Schwefel (MSM) verbessert die Durchlässigkeit der Zellmembranen. Dadurch verbessert Die Nährstoffaufnahme (Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente) in den Zellen wird dadurch verbessert. 
  • Ausserdem transportiert MSM auch andere in Pflanzen enthaltene sekundäre Wirkstoffe und verstärkt in vielen Fällen dessen Wirkung (Carriereffekt).
  • MSM fördert den Abtransport von sogenannten „Schlacken“ aus den Zellen.
  • MSM entgiftet zudem den Organismus von belastenden Schwermetallen.
  • Organischer Schwefel ist an der Energieproduktion in den Zellen beteiligt, bei der Blutzucker in Energie umgewandelt wird.
  • Da MSM an der Bildung von Antikörpern beteiligt ist, wird damit das Immunsystem gestärkt und somit die Abwehr von Infektionen unterstützt. Aber auch Allergien werden gelindert, indem es freie Radikale frisst. 
  • MSM ist an der Regeneration von Knorpel und der Bildung von Gelenkflüssigkeit beteiligt.
  • Es lindert zudem Entzündungen und Schmerzen

 
Quellenhinweis: DHN Swanie Simon, KS Media (methylsulfonylmethan.net) & Natural Horse Care

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