Eine gesunde Abwechslung zwischen Erholungs- und Belastungsphase

Wer in Intervallen trainiert tut dem Pferd und sich selbst einen Gefallen. Die richtige Kombination aus Belastung und Pause macht Pferde fitter und hält sie bei guter Laune. Es ist doch ein schönes Gefühl, wenn wir ein fittes Pferd unter dem Sattel haben. Das Tier ist gesund und sowohl im Gelände wie auch auf dem Platz völlig motiviert bei der Arbeit. Dagegen ist ein Pferd, welches schnell aus der Puste gerät, nichts Tolles. In einem solchen Fall ist Fitnesstraining angesagt. Am besten wird mit cleveren Intervallen trainiert. Diese Trainingsmethode ist besonders intensiv und effektiv. Bereits zwei solche Intervalltrainingseinheiten pro Woche können genügend sein um ihr Pferd auf Hochtouren zu bringen.
Die Trainingseinheiten bestehen aus mehrfachen Wechseln aus kurzen, intensiven Arbeitssequenzen und längeren Erholungsphasen. Die Pausen zwischen den Belastungsphasen dienen dazu, den Energiespeicher der Pferde kurzfristig wieder aufzufüllen. Die Pausen dürfen jedoch nicht zu lang sein, damit sich der Pferdekörper nicht vollständig regenerieren kann. Denn durch die unvollständige Erholung erreicht man stärkere Trainingsreize. Den meisten Pferden kommt der kontrollierte Wechsel zwischen Belastungs- und Erholungsphase sehr entgegen. Die Pferde erhalten anhand ihres guten Zeitgefühls durch das Intervalltraining mehr Sicherheit, da sie einschätzen lernen, was auf sie zukommt. Das Sicherheitsgefühlt motiviert die Pferde und sorgt für gute Stimmung.

Nach dem ersten anstrengenden Training wird sich der Körper des Pferdes nur noch erholen wollen. Jedoch wird den Tieren bereits beim zweiten Intervalltraining mehr Energie zur Verfügung stehen. Ebenfalls ein Vorteil dieser gezielten Trainingsmethode ist, dass der Pferdekörper sich schneller zu regenerieren lernt und mit der Zeit schneller wieder Energie bereitstellen kann.

Trotzdem eignet sich die Intervalltrainingsmethode nicht für jedes Pferd. Bei völlig untrainierten Pferden wir von diesem Training abgeraten, da die Belastungsphasen zu heftig für die Pferde wären. Ebenfalls Tabu sind die gezielten Trainingsreize für Jungtiere unter drei Jahren. Intervalltraining würde ihrem jugendlichen Körper schaden. Viel besser lässt man sie durch das herumtollen auf der Koppel im Herdenverband ihre körperliche Fitness aufbauen. Bei alten Pferden muss das Intervalltraining an ihre körperliche und gesundheitliche Verfassung angepasst werden.
Eher schlappe Pferde können auch wunderbar an der Longe anhand des Intervalltrainings aufgebaut werden. Bereits innert kürzester Zeit ist eine deutliche Veränderung zu erkennen. Ist das Pferd fit genug, kann das Training unter dem Sattel weiter geführt werden.

Ihr könnt selbst entscheiden in welchem Bereich ihr euer Pferd mehr fordern möchtet. Sei es im Bereich Ausdauer oder Kraft. Bei Ausritten wird die Ausdauer der Pferde gefordert. Bei Seitengängen und anderen Dressurlektionen die Kraft.

Da das Intervalltraining recht intensiv ist, sollte man seinem Pferd nach einer solchen Trainingseinheit mindestens 48 Stunden Regenerationszeit gönnen. Das heisst bestmöglich werden die Pferde zwei Mal pro Woche mit dieser Methode trainiert und aufgebaut.

Tipps:
- Besonders Freizeitpferde brauchen viel Ausdauer. Variieren sie im Gelände ihr Tempo innerhalb und zwischen den verschiedenen Gangarten. Gönnt eurem Pferd anschliessend immer wieder die nötige Ruhephase.

- Lasst die Lektionen nicht langatmig werden. Euer Pferd wird konzentrierter und motivierter bei der Arbeit sein und dazu noch fitter werden.

- Die Schrittphasen dienen der Erholung. Wirkt das Pferd gestresst, kann man absteigen und betont ruhig mit ihm gehen.

- Bleibt in der Ruhephase ja nie stehen! Nach einer anstrengenden Einheit kann das Stehen bleiben tödlich enden.

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