Ein Angsthase auf vier Hufen – Winter, es reicht jetzt aber wirklich!

Nach so langer Zeit ist es wieder einmal Zeit, für einen Bericht vom Angsthasen ;-)

 

Wieso dauert eigentlich die (meiner Meinung nach) schlimmste Jahreszeit jedes Mal am längsten?
Ein, zwei Schneegalopp-Ausritte sind ja noch toll… nicht dass sich ein Angsthase (wie ich) sich dies trauen würde, aber ich gönne es natürlich meinen Reiter-Gspänli… Doch danach könnte es doch gleich wieder Frühling / Sommer werden?!
Aber nein, mir kommt es so vor, als würde man mind. 60% des Jahres aufpassen, dass man im Stall nicht auf die Schnauzte fällt (ob mit oder ohne Pferd), da entweder „seifiger“ Schnee herumliegt, oder dann sowieso alles vereist ist. Wobei wir ja schon beim nächsten Thema sind. Dem Kübelschleppen (und aufpassen, dass man DAMIT nicht auf die Schnauzte fällt, denn dann wird’s so richtig ungemütlich). Nicht genug, dass der Senior sowieso viel zu wenig trinkt… nein WENN er dann mal trinken MÖCHTE ist dann natürlich noch die Tränke gefroren.

 

Aus dem Stallbrunnen lasse ich ihn seit Kurzem nicht mehr trinken, denn dort habe ich seine Nachbarn (Enten) beim Baden erwischt.

Dass Special umgezogen ist, habt ihr ja bereits in meinem vorherigen Blog erfahren.

Nicht dass ich ihnen den Badespass nicht gönnen würde, aber da ich mich sowieso für Special vor allen möglichen Keimen fürchte, möchte ich nicht, dass er sich noch mit „Entenflöhen“ oder was auch immer infiziert. Ich schaue wirklich brav jeden Abend, ob ihre Tür auch ja geschlossen ist, nicht dass der Fuchs (welcher hoffentlich nicht auch noch auf die Idee kommt aus Specials-Trinkkübel zu trinken), ihnen noch einen nächtlichen Besuch abstattet, doch als ich ihr neuen Lieblings-Swimmingpool entdeckt habe, hätte ich jeder einzelnen den Hals umdrehen können.

Ich habe mich noch nie so fest über 1 Grad Celsius (Plus) in den Wetterprognosen gefreut, wie in diesem Jahr,

 

Neben den aktuellen Trinkpartnern von Special beschäftigten mich natürlich auch noch andere Themen in den vergangenen Monaten.
Die Pferde genossen nämlich wieder eine Physiotherapie. Wir waren sehr stolz, dass unsere Therapeutin meinte, dass Gipsy grosse Fortschritte gemacht und sie vorbildlich an Rückenmuskulatur zugelegt hatte. Da haben sich die täglichen Übungen, welche wir zwar beide hassen, wenigstens gelohnt ;-)

Aber auch bei Special ist sie jedes Mal erstaunt, wie beweglich er für sein Alter ist. Es ist sooo niedlich, wie er die Behandlung jedes Mal in vollen Zügen geniesst.

 

Wir waren eigentlich der Ansicht, dass die Kontrolle vom Pferdezahnarzt einmal jährlich reichen sollte, trotzdem bemerkten wir bereits nach einem halben Jahr, dass Gipsy die Leckerlis fast so schlecht beisst, wie es der (praktisch) zahnlose Special macht. Weshalb wir erneut einen Termin vereinbarten und sie sich prompt erneut einer Behandlung unterziehen lassen musste. Vertraut also nicht auf irgendwelche Theorien, denn jeder kennt sein Pferd am besten und weiss dementsprechend auch, was zu tun ist.

 

Seit ich meine Spring-„Karriere“ ja an den Nagel gehängt habe, gehe ich regelmässig in eine Stangenstunde, bei welcher ich immer wieder über meinen inneren Schweinehund überwinden muss. So auch letztens, als das Cavaletti halbhoch gestellt wurde und nicht wie gewohnt ganz am Boden war, wechselte ich schon wieder in die stockende Atmung. Nachdem ich Gipsy mehrmals ermahnte, dass sie auch ja nicht darüber stolpern sollte, haben wir es natürlich auch gleich geschafft, worauf die Ersatztrainerin natürlich gleich übermütig wurde und zwei der drei Cavalettis halbhoch stellte. Weshalb es bei mir dann auch komplett fertig war… Natürlich musste ich es trotzdem versuchen, da ich aber Gipsy so festgehalten habe (und innerlich sogar gedacht habe, wenn wir drüber springen, ist es schneller vorbei), sodass Gipsy anstatt im Trab erst einmal in den Galopp wechselte und dann auch gleich noch zwei Stangen miteinander „übersprang“. Nachdem ich den Schock etwas verdaut hatte, war ich natürlich gleich wieder deprimiert, da ich immer dachte, wie kann man früher über einen Meter gesprungen sein und jetzt schafft man nicht einmal mehr 20cm im Trab…

 

Weshalb uns eine kurze Pause auch ganz gut tut, denn ab heute startet der Dressur-Kurs mit Bruno Kalt, auf welchen ich mich schon seit längerem sehr freue.

Natürlich gibt es dann demnächst darüber einen weiteren „Freizeitreiter goes Dressur“-Blog.

 

Bis bald – euer Angsthase!
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