Ein Angsthase Auf Vier Hufen: Die Jagd auf den Pokal!

Letzten Sonntag fand der Weihnachtsanlass in Form eines  Gymkhana’s statt. 

Da ich reitsporttechnisch einen Gang zurück geschalten habe, nütze ich die Gelegenheit auf  die Teilnahme an solchen „spezielleren Events“ (wie z. B. auch der alljährige Patrouillenritt) natürlich umso mehr. 

Also fragte ich gleich Michel ob er mit mir ein Team bilden würde und es brauchte dazu glücklicherweise auch keine grossen Überredungskünste sowie auch die Pferdeaufteilung schnell definiert war. Doch wie es bei einem Angsthasen Tradition ist, bereute ich den Gedanken spätestens bei der bestätigten Anmeldung schon wieder ein erstes Mal und es kamen erste Zweifel. Diesmal bereitete mir besonders die Kostümauswahl Bedenken, denn neben der Schule, Job und der Pferde, blieb somit nicht mehr wirklich viel Zeit zum „Basteln“. 

So kam es auch, dass wir eine Woche vor dem Anlass zwar am Training teilnahmen, jedoch noch immer kein passendes Motto gefunden haben. 

Ziemlich kurzfristig kam Michel dann auf die Idee, dass wir als Paradiesvögel gehen könnten. 

Was ich bis zum heutigen Zeitpunkt keinem verraten habe, da er ironischerweise am Weekend von allen bemitleidet wurde, wie arm er doch sei und was er alles immer mit mir mitmachen müsse…  phhh dabei war das ja SEINE Idee ;-) 

Aber ja, als gute Freundin (wie ich es bin ;-P ) liess ich ihn natürlich nicht auflaufen. 

Special wurde hingegen immer gereizter, weil mit ihm ja schliesslich niemand Mitleid hätte, obwohl er als Mann pink tragen müsse. Meine Erklärung (dass er als moderner Mann pink tragen könne), scheint also noch nicht ganz bis zu ihm durchgedrungen zu sein :P 

Während Michel ungerechtfertigt Mitleid erntete, ging Special leer aus

 _42A450256717e5c3b4be_42A4428

Das Training

Wie oben erwähnt gab es für das Gymkhana vorher ein Training, dies konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, weshalb ich am besagten Tag früher aus der Schule zurückkehrte. Michel hatte den Auftrag trotzdem beide Pferde im Voraus zu bewegen, da sie ja beim Gymkhana mehr oder weniger sowieso nur rumstehen sollen. 

Special war zwar etwas verwirrt, dass nochmals gesattelt wird, als er jedoch die vielen Posten in der Halle sah, wollte er am liebsten gleich loslegen, wobei wir schon bei einem seiner Hauptproblemen sind: er kann / will NICHT stehen bleiben… 

So gingen wir ziemlich zügig alle Posten durch und das meiste klappte auch auf Anhieb, was uns etwas stutzig machte, denn wir wissen vom Patrouillenritt jeweils, dass der Postenchef sich immer viel dazu einfallen lässt und wir wurden am Anfang auch noch vorgewarnt, dass das Training eine Abgeschwächte Version des Gymkhanas ist, damit es für alle Teilnehmer fair bleibt. Jedoch beim „Schweine – Angeln“, wollte ich sowieso noch etwas länger verweilen, da ich nicht wirklich geschickt darin bin (sowie auch im Werfen, Fangen und alles was dazugehört, weshalb ich immer einen Partner brauche, der im Notfall alles alleine machen kann, wenn ich mich wieder ungeschickt anstelle, aber deshalb heisst es ja auch…

Toll, Ein Anderer Machts!  =) ) 

 

Die Jagd auf den Pokal 

Am 13.12. war es dann soweit… eine Woche nach dem Training hiess es um 9.30 Uhr Besammlung von allen Equipen, damit der Parcours besprochen werden konnte. Da wir erst kurz vor 14.00 Uhr dran waren, hatten wir also noch genügend Zeit für einen gemütlichen Ausritt & das Styling der Pferde (dachten wir zu diesem Zeitpunkt jedenfalls). Also gingen wir zuerst eine Runde ins Gelände und sprachen dort noch die letzten Kostümdetails ab, sowie die definitive Aufteilung der Posten (alles „gefährliche“ mussten natürlich Michel & Gipsy übernehmen). Danach durfte Special kurz für einen „Pippi- Stopp“ in die Box zurück, da er sonst noch zappeliger ist als sonst und dann ging das Kostümieren auch schon los. 

Zuerst wurde Schweif & Mähne regenbogenfarbig eingesprüht, danach die Federboa auf dem Hals platziert und zum Schluss klebte ich noch einige Federn auf, während Michel noch ein paar Ballone im Schweif befestigte. 

_42A4411 _42A4571

 

Aber natürlich wurde auch der Glückshund Kira passend zum Paradiesvogel- Motto ausgerüstet. Na ja mit den Flügeln konnte sie sich ja noch abfinden, aber der Hut landete dann schleunigst im Hallensand ;-) 

_42A4463_42A4533

 

Die Posten

Dann war es auch schon so weit und wir mussten zum Start. 

Beim ersten Posten ging es darum, dass ich Michel einen Sack hingehalten habe, damit er die Äpfel einsammeln und dort drin ablegen konnte. Tönt einfach ist es für Special und mich auch gewesen… Jedoch hat es dort auch noch einen kleinen Haken, denn zwischen den Äpfeln hingen jeweils auf Pferdemaulhöhe auch noch Karotten & Heu. Die Irländer sind ja nicht gerade für ihre Zurückhaltung beim Fressen bekannt, weshalb sich Gipsy natürlich auch ziemlich zusammenreissen musste, nicht einfach einmal etwas abzubeissen. 

_42A3880

Den zweiten Posten kannten wir bereits vom letzten Patrouillenritt. Es mussten Sterne so schnell wie möglich abgeschraubt und in einen Korb gelebt werden. 

Beim dritten Posten stiessen Gipsy & Michel an ihre nervlichen Grenzen. Nicht etwa weil der Posten zu schwierig war, sondern weil Gipsy nicht einsah, weshalb sie den Posten ohne Special absolvieren sollte. Dazu kam noch, dass Michel nur mit einem Halsring steuern durfte, was das Ganze noch etwas erschwerte. Nach einer kurzen Besinnungsphase absolvierten die beiden dann wieder konzentriert den Posten. 

_42A4530 

Auch der nächste Posten wurde von Gipsy & Michel absolviert. Dabei ging es um ein Stangenlabyrinth auf welchem Golfbälle befestigt waren, welche jedoch nicht herunterfallen durften. Gipsy ging zügig über die erste Stange und fand dann, dass es wohl einfacher sei, das ganze einfach anhand eines riiiiiiiesigen Sprungs hinter sich zu bringen, was 1. Mir bestätigte, weshalb ich diese Übung nicht machte und 2. Verhalf es uns natürlich zu den nötigen Punkten. 

 

Danach kam der von mir gefürchtete „Schweine- Angelposten“. Obwohl ich mir sicher war, dass wir (ich) genügend trainiert hatte, schaffte ich dennoch nur 1 von 4 Schweinen, weshalb Michel die restlichen drei angeln musste.

Während ich fieberhaft versuchte ein Schwein zu angeln, konnte Michel sie schon weiter transportieren...

 DSC02813DSC02812

Beim Posten Nr. 6 ging es ebenfalls um ein Labyrinth, diesmal jedoch aus Dualmatten. Beim Eingang & Ausgang waren wieder Golfbälle platziert, welche nicht runterfallen durften. Gipsy schaffte es ohne einen Ballverlust durch das Labyrinth, während Special ihr nachtrottete und dann dafür ALLESAMT „abräumte“ 

_42A4553

So war es wenigstens wieder ausgeglichen ;-P 

 

Der Posten 7 war auch schnell absolviert. Mit zwei WC- Saugglocken mussten die Falschen von A nach B transportiert werden. 

Beim nächsten Posten war ich für das Einsammeln der Bälle zuständig, während Michel diese mit einer Röhre in den anderen Korb balancieren musste. 

Beim zweitletzte Posten hatten wir die Wahl von „Ein Pferd muss ein Huf auf das Podest setzten“ oder „vier Lieder singen“. Zu unserem Glück wussten wir, dass Gipsy keine Angst vor dem Podest hat, weshalb wir die Zuschauer mit dem Gesang verschonen konnten ;-) 

Der letzte Posten hätte wortwörtlich „ins Auge gehen“ können, denn wir mussten uns Spaghetti in der Mitte übergeben und diese dann zum Teller transportieren. Die Teigwaren mussten natürlich dabei immer im Mund bleiben. 

Dabei entstanden auch die witzigsten Fotos =) 

_42A4608

 

Nachdem alle Posten absolviert waren, mussten wir noch ins Sekretariat 10 Fragen beantworten rund zum Thema Pferd.    

Special war sichtlich erledigt von all den Eindrücken, sodass auch der Zappelphilipp einmal stehen bleiben konnte und ich ihn so schnell wieder von seiner Verkleidung befreien konnte.

 IMG_6686IMG_6687

Danach warteten wir gespannt in der Festwirtschaft auf die Siegerehrung und hatten eigentlich keine grossen Erwartungen, deshalb waren wir umso erstaunter als wir den zweiten Platz belegten und auch den Vereins-Wanderpokal gewonnen haben.   

DSC02864_DSF2651

 

Alles in allem war es ein super unterhaltsamer und erfolgreicher Tag für uns und ich bin meinen Allrounder- Pferden sehr dankbar, dass ich diese Erinnerung nun mit ihnen teilen kann. Aber vor allem bin ich natürlich extrem stolz auf die beiden ;-) 

Weitere Bilder und somit auch potenzielle Kostümideen findet ihr in der Fotogalerie des RVS. 

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Susanne Nagel Photography, welche eigentlich als Zuschauerin bzw. Fan der Tochter anwesend war und dann spontan die tollen Fotos schoss. 

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.