Ein Angsthase auf vier Hufen – die grossen „Sommer“-Ferien

Wenn ich das trübe bzw. ständig ändernde Wetter anschaue, dann erinnert es mich wehmütig daran, dass wir in diesem Jahr leider den Sommer ausgelassen haben.

Trotzdem fanden unsere grossen Ferien natürlich (auch ohne Sommer) statt. Da diese die letzten vor meinem Schulbeginn waren, freute ich mich besonders darauf und wir hatten natürlich auch einige Pläne gemacht. Doch leider machte uns das Wetter bei den meisten einen Strich durch die Rechnung.

Eigentlich kennen wir Reiter ja schlechtes Wetter nicht, da es nur schlechte Ausrüstung gibt, aber für den Urlaub wünscht man sich halt doch jeweils, ein paar trockene und vor allem warme Stunden für sich und die Vierbeiner.

Am Anfang dachten wir uns halt, dass wir einfach alle administrativen Termine, wie Pferdezahnarzt, Physiotherapie und Tierarztbesuch auf die erste Woche verlegen, damit wir anschliessend das schöne Wetter geniessen können, doch das blieb leider trotzdem aus.


Also fiel das traditionelle Baden der (und mit) Pferde wortwörtlich ins Wasser. Natürlich schien schon immer wieder auch die Sonne, aber eine Prinzessin wie ich, geht erst bei einer Aussentemperatur von 30 Grad in einem See baden ;-)


Seid ihr auch so enttäuscht von dem diesjährigen „Sommer“, wie ich?!


Hier schon einmal ein paar Shopping-Tipps, was uns Reitern auch demnächst nicht fehlen darf.
-Regen-Set
-wasserfeste Nierendecke
-Imprägnierspray Wachs-Spray


Ferien im Ausland
Für alle die sich wundern oder mir ans Herz legen wollen, dass ich auch einfach ins Ausland in die Ferien gehen könnte, um dort die Wärme zu geniessen, muss ich gleich erwidern: „Geht leider nicht!“
1. Da Special schon ein gewisses Alter hat, möchte ich noch jeden möglichen Tag bei ihm sein, da man ja nie wissen kann wieviel Zeit wir noch gemeinsam verbringen dürfen.
2. Würde ich dann schon eher weiter weg wollen und wenn ich einen Tag ohne meinen geliebten Hund auskommen müsste, würde ich wahrscheinlich schon im Flieger solche Bauchschmerzen bekommen, dass wir Notlanden müssten ;-P
Zum Glück habe ich nicht auch noch Kinder…


Trotz allem genug Action
Wer ein oder gar mehrere Tiere besitzt, weiss jedoch auch, dass einem trotz Regen nie langweilig werden wird. So haben wir unsere Schwerpunkte halt anders verteilt. Unsere Ausritte haben wir den Prognosen vom Wetter-App angepasst und Bodenarbeit haben wir halt in der Halle ausgeübt, anstatt im Freien.


Und wenn Michel an einem Turnier teilnimmt, ist es sowieso immer schön =) Obwohl ich in Galgenen dachte, dass diesmal sogar er kein Glück mit dem Wetter hat. Deshalb war ich froh, als der angepriesene Sturm an uns vorbeizog bzw. erst nach der zweiten Runde kam, als Gipsy schon wieder sicher in ihrer Box stand.


Ein Ausritt blieb mir jedoch besonders in Erinnerung: Michel und ich tauschen in den Ferien manchmal die Tage untereinander ab. (Sonst halten wir uns nämlich an einen geregelten „Pferde-Aufteilungsplan“), doch in den Ferien muss ich manchmal abtauschen, da ich nicht mit Special an einem Müllabfuhr-Tag ausreiten gehen möchte, sondern dann lieber Gipsy zugeteilt habe. Also tauschte ich wieder mit Michel den Tag, doch was ich leider vergessen habe, ist dass der kommende Tag ein Feiertag (01.08.) war und somit die Müllabfuhr einen Tag FRÜHER alles einsammeln kommt. Das lief wirklich blöd, denn natürlich kam es dazu, dass wir die Müllabfuhr auf unserem Ritt mehrmals antrafen, was in mir eine Panikattacke der besonderen Art auslöste. Vor allem beim ersten Mal war es ziemlich übel, da wir nicht richtig ausweichen konnten und wir somit zwischen einer Ziegenweide und einem Hasen, Vögel, Enten, Pfauen-Zwinger warten mussten. Als dann der Pfau noch mit seiner Show und seinem Gekrächze anfing, brannten bei mir alle Sicherungen durch. Und das merkte Special wohl auch, denn er machte keinen falschen Schritt… Nach dem zweiten Manöver mit der Müllabfuhr und einem zu kreuzenden Traktor mit Anhänger, liess mich Michel endlich absteigen, sodass ich das restliche Stück nach Hause laufen konnte. Zum Glück blieben unsere Pferde so brav (trotz meinem Theater)! Dennoch werden meine Hände wieder ganz kalt bei dem Gedanken an diese schlimme Begegnung. ;-)


Ein weiterer grosser „Aufreger“ gab es bereits eine Woche vorher. Als ich schon gemütlich zu Hause entspannte, rief mich eine Kollegin aus dem Stall an, dass die Kinder vom Stall Feuerwerk abliessen, neben der Weide (worauf sich unserer Pferde gerade befanden). Also stürzte ich mich sofort ins Auto und machte mich auf den Weg in den Stall. Auf der Fahrt dorthin malte ich mir schon alle unschönen Szenarien aus. „Beinbruch infolge Ausrutschen“, „Hängenbleiben im Zaun“ etc. etc. Als wir im Stall ankamen, hatten sich die Pferde zum Glück schon wieder beruhigt (im Gegensatz zu MIR). Also wartete ich bis zum nächsten „Schuss“ und dann lernten die Jungs mich aber so richtig kennen! Sie hatten Glück, dass noch genügend andere Zeugen vor Ort waren, sonst wäre es wahrscheinlich noch richtig ausgeartet! Sobald ich mich wieder ein bisschen beruhigt hatte, machte ich mich ans „Beine auf Wunden abtasten“, wobei ich zum Glück nichts gefunden habe.


An unserem letzten offiziellen Ferientag, schien natürlich die Sonne… Doch leider konnten wir dies nicht ausnützen, da wir mit unserem Hund in eine Tierklinik in Deutschland mussten. Unsere Vertrauenstierärztin hatte leider gerade ebenfalls Ferien und dennoch wollten wir Gewissheit, da sich der Zustand nach genauerem Beobachten verschlechterte. Schlussendlich musste Kira aufgrund einer Zahnfraktur den Zahn ziehen. Natürlich war ich schrecklich nervös und glücklicherweise konnte ich mich dort mit Shoppen ein bisschen ablenken. Als die OP dann gut überstanden war, zerriss es mir jedoch fast das Herz, da wir sie bereits heulen, wimmern und jaulen hörten, aber noch nicht zu ihr durften. Fazit: Schlussendlich war ich nicht nur auf meine tapfere Maus super stolz, sondern auch auf mich, dass ich nur zweimal angefangen habe zu weinen. ;-P


Trotz allem vergeht die Ferienzeit doch immer viel zu schnell und kaum hat man sich daran gewöhnt, muss man auch schon wieder arbeiten gehen! Also werden nun halt wieder die Tage bis zum nächsten Urlaub gezählt…


Bis bald – euer Angsthase!
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