Edwin Smits am CSI***** Basel

Michèle Muhl führte für reitsport.ch das Interview mit Edwin Smits am CSI Basel 

- Freitag, 10. Januar 2015.


Edwin Smits, wie fühlst Du Dich hier in Basel?

Wunderbar! Jetzt gerade am Anfang der Saison hier als Schweizer in Basel zu reiten ist wunderschön. Es ist nicht weit weg von unserem Stall in Chevenez. Ausserdem konnte ich den CSI Basel gleich am ersten Tag mit zwei sehr guten Runden angefangen – das hat mich auch für meine Pferde richtig gefreut!


Gestern erreichtest Du einen zweiten Platz mit For Love de la Velle CH beim „Preis des Gönnerclub Pferdesport Basel“ über 1.40……

Ja das war sehr schön. Sicherlich war ich aber auch mit der Leistung von Copain sehr zufrieden, der zum ersten Mal auf diesem Niveau gestartet ist und gleich so gut gesprungen ist. Es war wirklich eine sehr schwierige Prüfung. Ich habe ein bisschen Zeit in den Kurven verloren – wäre das nicht gewesen, hätte ich schon beinahe die Qualifikation für den Grand Prix erreichen können.


Also war Dein Ziel eher, auf Sicherheit zu reiten, weil es eine der ersten grossen Prüfungen für Dein Pferd war – und nicht zu sehr auf Risiko?

Da es ja sowieso eine Prüfung mit Stechen war, wollte ich im ersten Umgang auf Null reiten. Und dann im Stechen hätte ich dann schon angegriffen – aber nicht übertrieben.


Was gefällt Dir speziell gut am CSI Basel?

Der Anlass ist natürlich super organisiert. Die Bedingungen für die Zuschauer, Reiter und Pferde sind optimal. Das Turnier mit Willy Bürgin und den anderen vom Komitee bedeutet mir besonders viel, weil wir an unserem Turnier in Chevenez Wild Cards vergeben durften für Startplätze am CSI Basel 2016.


Hättest Du gestern mit diesem zweiten Platz im „Preis des Gönnerclub Pferdesort Basel“ gerechnet?

Nein – ich hatte auf den ersten Platz gehofft, dann kam jedoch etwas dazwischen…. (lacht)

Die Prüfung war auf mein Pferd zugeschnitten, deshalb konnte ich gut vorne mitreiten. Und bei den anderen Prüfungen ging es mir mehr darum, dass Copain du Perchet etwas Erfahrung auf diesem hohen Niveau sammeln kann. Obwohl er 10-jährig wird, amtiert er dieses Jahr das erste Mal auf diesem Niveau. Das Championat von heute Freitag, war ein Test für ihn um zu schauen, ob er in dieses Niveau reinwachsen kann. Er hatte den Fehler im Parcours sehr gut korrigiert.


In dem Fall hat er den Test bestanden?

Ja! Er hat den Test mehr als bestanden!

Die Pferde, welche Du hier am CSI Basel reitest, For Love de la Velle CH und Copain du Perchet CH sind Schweizer Pferde – setzt Du auf die CH- Zucht?

Nicht unbedingt. Ich setze auf Springpferde! Es ist schwierig im Ausland gute Jungpferde zu finden da die Konkurrenz anderer Pferdehändler sehr gross ist. Hier in der Schweiz sind wir natürlich an der Quelle. Wenn ich dann ein gutes Pferd finde gehe ich schnell vorbei und versuche es zuerwerben. Copain zum Beispiel kommt aus einer Ortschaft, die zwei Dörfer von uns entfernt liegt. Ich hatte schon ein Auge auf Ihn geworfen als er noch jung war, und hatte dem Züchter gesagt, dass er, falls er ihn verkaufen möchte, an mich verkaufen soll.


Welche Prüfungen wirst Du am CSI Basel 2015 noch reiten?

Ich werde die zweite Qualifikation- die grosse Tour wieder mit Copain du Perchet reiten. Wenn wir uns für das Finale qualifizieren können, werde ich selbstverständlich am Sonntag den Grand Prix reiten. Wenn wir das nicht schaffen, wird Copain am Sonntagmorgen die 1.45 springen und For Love wird morgen Samstag noch das Jagdspringen machen. (Anmerkung: Im Jagdspringen erreichte Edwin Smits den 17. Rang und am Sonntagmorgen den 19. Rang mit 0 Strafpunkten)

Danach haben beide Pferde eine schöne Pause und ich werde mir etwas Zeit für die jungen Pferde nehmen, die zu Hause warten. Im Februar 2015 geht es dann weiter.


Du arbeitest oft mit jungen Pferden – was ist Dein Tipp für die Arbeit mit jungen Pferden?

Als Tipp – (denkt nach) – schaut, dass die Pferde gleichmässig gefördert werden und übertreibt es nicht. Besonders dann nicht, wenn das Pferd Talent mit bringt. Sehr talentierte Jungpferde bieten so viel an, mein wichtigster Tipp ist somit: verheizt sie nicht, wenn sie jung sind! Gebt ihnen die Zeit, um älter und stärker zu werden. Man sieht schnell genug, ob ein Pferd wirklich Qualitäten hat – genau bei diesen Pferden muss man sehr vorsichtig sein.


Dann möchte ich noch etwas in Bezug auf reitsport.ch fragen: wie wichtig ist Dir Dein Outfit? Achtest Du darauf, was Du trägst auf einem Concours?

Sagen wir es mal so: ich finde das Outfit von einem Reiter muss nicht „bling-bling“ sein. Es sollte nie auffällig sein. Ich finde es jedoch sehr wichtig, dass ein Reiter gepflegt gekleidet ist und sich immer gut präsentiert. 


Vielen Dank für das Gespräch, Michèle Muhl für reitsport.ch    


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