Druse

In Deutschland häufen sich die Druse Fälle, aber was ist Druse überhaupt und wie kann ich es erkennen?

 

 

Die Druse ist mit einer schlimmen Mandelentzündung beim Menschen vergleichbar. Es ist eine bakterielle Infektion, ausgelöst durch den Erreger Streptococcus equi subspezies equi. Das hochansteckende Bakterium überlebt in einer feuchten, geschützten Umgebung bis zu zwölf Monate. Hat sich ein Pferd mit Druse angesteckt, kann es drei bis vierzehn Tage gehen bis die Krankheit ausbricht.

Symptome für Druse sind Fieber, Nasenausfluss, Husten, Abgeschlagenheit, Schwellung der Kopf-Lymphknoten, Füllung der Lymphknoten mit Eiter und Aufbrechen der Abszesse.

 

Eine andere Verlaufsform ist die kalte Druse. Kalte Druse bedeutet, dass Pferde nach einer Infektion weiter vitale Druse Bakterien ausscheiden ohne klinische Symptome einer Druseerkrankung zu zeigen.

 

Sollte ein Pferd sich mit Druse angesteckt haben ist der direkte Kontakt zu anderen Pferden untersagt, um eine Ansteckung zu vermeiden. Das übertragen der Erreger ist von Pferd zu Pferd möglich aber auch indirekt, über die Hände, Schwämme, Futtertröge, Hund und vieles mehr! Ein erkranktes Pferd sollte sofort isoliert werden. Wer mit kranken und gesunden Pferden zu tun hat sollte zuerst die gesunden Pferde versorgen, dann die kranken und immer die Kleider wechseln und die Hände desinfizieren. Nun müssen strikte Hygieneregeln genutzt werden. Natürlich sollte unbedingt ein Tierarzt zugezogen werden. Nicht erkrankte Pferde sollte mehrmals täglich auf Druse Symptome hin getestet werden, das heisst auch Fieber messen. Es dürfen nun keine Pferde den Hof von aussen betreten. Die Ställe, Stalleinrichtung und alle Gebrauchsgegenstände müssen desinfiziert werden, damit es keine weiteren Ansteckungen gibt.

 

Ein infiziertes Pferd scheidet in der Regel zwei bis drei Wochen lang Erreger aus. Es gibt aber auch stille Träger, die die Krankheit besonders tückisch machen. Sie zeigen keine Symptome, scheiden aber Erreger aus. Stille Träger können bis zu 36 Monate Erreger ausscheiden, sie sollten anhand von Tupferproben identifiziert werden.

 

In den meisten Fällen ist Druse gutbehandelbar und die Pferde kurieren sich mit viel Ruhe aus. Das wichtigste für die Genesung ist viel Ruhe, damit das Pferd die Erreger bekämpfen kann. Wird das Pferd zu früh wieder belastet, kann dies zu Komplikationen führen.

Nur bei falscher Pflege oder immungeschwächten Pferden kann Druse tödlich enden.

 

Dieser Artikel soll nicht der Panikmache dienen nur der Information!!

(Bildquelle: Google)

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(3) Kommentare

  • Druse ist nicht zu unterschätzen

    Dies ist sehr gut geschrieben!
    Mein Fohlen habe ich letztes Jahr an Druse verloren, da die Fohlenaufzuchtsanstalt im Eigenermessen gehandelt hat und ich erst als es zu spät war (als sie zusammengebrochen ist) über den schlechten Zustand meines Fohlens informiert wurde. Nach einem fast 24 - stündigen Kampf musste ich Sie gehen lassen :'(
    Die Anstalt räumt aber keine Fehler ein, obwohl mein Fohlen bereits einmal in der Krankenbox war wurde ich nicht informiert und sie haben sie auf eigene Faust wieder in die Gruppe und mit 40°C Fieber auf die Weide gelassen bei einer Tagestemperatur von über 30°C. Ebenso hat die Anstalt es nicht für nötig gehalten sie der Tierärztin zu zeigen. Mir kommen heute noch die Tränen... so eine Schweinerei!

  • super

    danke für ausführliche info , und dass man fälle veröffendlichen sollte !!¨zum schutz der Pferde :-)

  • Danke für die Rückmeldung

    Liebe Chatnal
    Das mit deinem Fohlen tut mir sehr leid, sowas sollte niemandem passieren!

    Ich danke euch beiden für die Rückmeldung, so weiss ich das euch solche Themen auch interessieren ;)

    LG

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