Die Stars am Stand von reitsport.ch am CSI Basel 2015

Staraufgebot am Stand von reitsport.ch am CSI Basel (Stand 2):

Täglich schauen bei uns Spitzenreiter aus der ganzen Welt vorbei, plaudern mit den Besucher und geben Autogramme. Diese Superstars aus der Springsportszene könnt Ihr bei uns antreffen:


Ludger Beerbaum, Deutschland (Samstag 09.01.15 - ca. 13:00 Uhr)

Seit über 30 Jahren gehört der Deutsche Ludger Beerbaum, der im Moment auf Rang 2 der Weltrangliste liegt, zu den erfolgreichsten Springreitern der Welt und er hat eigentlich schon alles gewonnen, was es in diesem Sport zu gewinnen gibt. Er war vier Mal Olympiasieger: Mit dem deutschen Team 1988 in Seoul, 1996 in Atlanta und im Jahr 2000 in Sydney. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde er Einzel-Olympiasieger. Zwei Mal war heute 51-jährige Weltmeister mit dem deutschen Team: 1994 in Den Haag und 1998 in Rom, vier Mal Team- und zwei Mal Einzeleuropameister. Ludger Beerbaum hat drei Geschwister, sein Bruder Markus Beerbaum und seine Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum sind ebenfalls beide im Springsport aktiv. Gemäss seiner Biografie wollte sein Vater Horst den damals achtjährigen Ludger im Reiterverein zum Unterricht anmelden. Doch daraus wurde nichts: Schon beim Zuschauen in der Reithalle verging dem Kind die Lust aufs Pferd. Und nachdem ihn auch noch ein Pony in den Arm biss, erschloss das Interesse am Reiten ganz. Erst über einen Schulfreund, der ihn einfach mit in den Stall nahm, kam er dennoch zur Reiterei. Ludger Beerbaum hat drei Kinder und eine Stieftocher, er ist zum zweiten Mal verheiratet und lebt mit seiner britischen Frau Arundell Davison in Riesenbeck im Bundesland Westfalen. Die Anlage in Riesenbeck, auf der er sich 1995 selbständig gemacht hatte, wird zurzeit zu einer der grössten und modernsten Reitsport- und Zuchtzentren Europas umgebaut.


Scott Brash, Grossbritannien (Samstag 09.01.15 - ca. 11:00 Uhr)

Der Brite, der eigentlich ein Schotte ist und aus Pebbels am Tweed River in der schottischen Region Borders stammt, ist ein Phänomen: Seit über einem Jahr führt der 29-jährige die Weltrangliste der Springreiter an und reitet von Erfolg zu Erfolg. Bei den olympischen Spielen in London gewann er im Sattel seines Spitzenpferdes Hello Sanctos die Team-Goldmedaille, ebenso bei der EM 2013, wo er sich ausserdem Bronze in der Einzelwertung sicherte. Im selben Jahr gewann er ausserdem als jüngster Reiter das Finale der Global Champions Tour. Das gesamte 2014 verbrachte er an der Spitze der Weltrangliste – und er beendete das Jahr mit zwei grossen Siegenam CHI Genf: Im TopTen-Final sowie im Rolex Grand Prix. Über seinem Vater, der Jockey war, begann Scott Brash im Alter von 7 Jahren mit dem Reiten und bestritt als Neunjähriger sein erstes Turnier. Er war schon in den Nachwuchsjahren ein erfolgreicher Reiter, den internationalen Durchbruch verdankt er aber dem heute 13-jährigen Ausnahmepferd Hello Sanctos, das den beiden britischen Adligen Lady Lady Pauline Harris und Lady Pauline Kirkham gehört und der zuvor von Peter Wylde und Katharina Offel geritten wurde.


Christian Ahlmann, Deutschland (Samstag 09.01.15)

Wie sein Landsmann Ludger Beerbaum gehört auch Christian Ahlmann, der vor wenigen Wochen 40 Jahre alt wurde, zu den erfolgreichen deutschen Springreitern. Mit der deutschen Equipe holte er bereits Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameistermeisterschaftenund auf dem legendären Cöster wurde Ahlmann 2003 Europameister. Als kleiner Junge hat ihn Fussball deutlich mehr gereizt als der Reitsport. Erst mit elf Jahren nahm er seine erste Reitstunde, ein Jahr später gewann er sein erstes S-Springen. Weitere zwei Jahre später erhielt er das Goldene Reitabzeichen als jüngster Reiter der Geschichte. Seine Ausbildung hatte Christian Ahlmann, der in Marl im nördlichen Ruhrgebiet zu Hause ist, bei Paul Schockemöhle gemacht. Nach seinen zahlreichen Erfolgen in der Nachwuchszeit ritt er zusammen mit Ludger Beerbaum im „Audi-Team“. Einen weiteren grossen Einzelerfolg feierte er 2011 mit dem Gewinn des Weltcup-Finals. Vom Dezember 2012 bis im August 2013 führte Ahlmann die Weltrangliste der Springreiter an. Nach aussen wirkt Christian Ahlmann meistens „cool“, aber ein bisschen trügt der Schein. „Vor wichtigen Prüfungen bin ich schon angespannt, aber aufgeregt bin ich nur, wenn ich weiss, dass ich mich nicht richtig vorbereitet habe.“Fussball spielt er heute noch gerne, mindestens einmal in der Woche: „Da kann ich den Kopf frei kriegen, rennen, mich so richtig austoben.“ Seit dem Juli 2012 hat Christians Leben neben den Pferden allerdings einen noch wichtigeren Mittelpunkt bekommen: Mit seiner Lebensgefährtin Judy-Ann Melchior hat er einen Sohn bekommen, Leon.


Luciana Diniz, Portugal (Samstag 09.01.15)

Die gebürtige Brasilianerin Luciana Diniz, die seit 2006 für Portugal reitet und seit vielen Jahren zu den besten Amazonen im Springsport gehört, lebt in Deutschland undtrainiert in Wachtberg in der Nähe von Bonn auf einem wunderschönen Anwesen, das ihrem Sponsor, dem französischen Baron Edouard de Rothschild gehört. Die zweifache Olympiateilnehmerin reitet seit langem auf höchstem Niveau und war oft direkt hinter den Siegern klassiert. Doch nie konnte die grosse, elegante Reiterin an einem Titelkampf eine Medaille gewinnen, mehrfach verpasste sie das Podest nur knapp, zum Beispiel 2010 in Genf, als sie Vierte im Weltcup-Final wurde. 2013 fand sie in der Schweiz endlich zum Siegen: Im Januar gewann sie im Sattel von Lennox als erste Frau den Grossen Preis von Basel und nur zwei Wochen später die Classic am CSI Zürich. In Sao Paulo geboren, wuchs Luciana Diniz auf der elterlichen Farm in den Reitsport hinein. Ihr Vater Arnaldo und ihre Brüder waren ausgezeichnete Polo-Spieler, ihre Mutter Lica stellte gar einen Rekord auf in dem sie acht Mal hintereinander brasilianische Meisterin im Dressurreiten war. Luciana entschied sich mit 11 Jahren für den schnelleren Springsport, ihr liegt das Tempo ebenso ihm Blut wie ihrem gleichaltrigen Cousin, den früheren Formel-1-Fahrer Pedro Diniz, auf den sie immer wieder angesprochen wird. Ihr nächstes grosses sportliches Ziel sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, in ihrem Geburtsland Brasilien.


- Artikel geschrieben von Angelika Nido für reitsport.ch

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