Die Bucket - List fürs Pferd - was muss ein Pferd unbedingt erlebt haben?

Immer wieder stosse ich im Netz auf rührende Geschichten von Tierhaltern, welche ihren todkranken Vierbeiner den letzten Weg noch speziell versüssen möchten. Wie zum Beispiel dieser hier welche mich wieder einmal zu Tränen gerührt hatte.

 

Letzte Woche machte ich mir grosse Sorgen um meinen Senioren, denn er hatte offensichtlich grosse Schmerzen. Eine Bein-Verletzung konnten wir vorerst ausschliessen, wir befürchteten eher, dass es von seinem Rücken aus kommt. Als er sich dann nicht einmal mehr in der Halle hinlegen konnte und wir zudem eine Schwellung / Verhärtung bei der Flanke entdeckten, war mir klar, dass der Tierarzt kommen muss. Er bekam dann einige Tage einen Entzündungshemmer, mit welchem es ihm deutlich besser ging. Nun wird er immer noch etwas geschont und dann können wir langsam wieder aufbauen. Gestern Morgen wälzte er sich schon wieder genüsslich.
Als Pessimist habe ich natürlich mit dem schlimmsten gerechnet, weshalb ich mich auch mit dem Gedanken beschäftigen musste, dass dies nicht gut für uns ausgehen könnte. Nun hoffen wir natürlich das Beste für Special!

 

Doch ich überlegte mir auch, wie eine Bucket- List fürs Pferd aussehen würde und was ich mit meinen Pferden davon alles schon erleben durfte?

 

Die Bucket- List fürs Pferd:

Ein Pferd sollte in seinem Leben unbedingt…

- auf einem Podest gestanden haben (steigert das Selbstvertrauen)

 

 

- mit (oder ohne Reiter) in einem Gewässer baden (Ach was für ein Plantsch-Spass!)

 

- den Reiter in den Urlaub begleiten (was für ein Abenteuer)

 

- einige Sommernächte im Freien (auf der Weide) verbringen

 

- das dreckigste Schlammloch auf der Wiese suchen und sich dort drin wälzen (als spezielle Überraschung für den Reiter :P)

 

- an einem Patrouillenritt oder Gymkhana teilnehmen (das stärkt die Beziehung!)

 

- einen Fluss über- durchqueren (durch den Fluss oder mit einem Sprung darüber)

 

- aus der Box „ausbrechen“ und auf eigene Faust im Stall auf Entdeckungstour gehen

 

- mit dem / der pferdigen besten Freund-/ in über riesengrosse Wiesen galoppieren, gemeinsam relaxen und spielen (gerne mehrmals im Leben ;-))

 

-heimlich den Bömbisack plündern, weil wieder einmal der geöffnete Schrank unbeaufsichtigt war

 

-mindestens eine entspannende Massage erhalten

 

-einfach mal „nur“ Pferd sein dürfen 

Meine Pferde „wohnen“ in einem schönen, gut ausgerüsteten Sportstall, doch es erschreckt mich immer wieder, wie 1. Viele Pensionäre ihre Pferde immer noch als „Geräte“ sehen und 2. wie wenig Pferd sie allgemein sein dürfen. Da wird mit der Peitsche in der Hand gegrast und WEHE sie machen auch nur einen freudigen Bocksprung auf der Weide, diese werden SOFORT wieder in die Box gebracht, denn die „Geräte“ könnten sich ja dabei verletzen. 

 

Ich verstehe es, dass man sich um Pferde sorgt, welche Krankheitsbedingt ruhig auf der Weide sein müssen, aber es sind schlussendlich halt Tiere und keine Maschinen! Auch bei solchen, die sich nur über die Stechviecher ärgern und diese durch hypernervöses Galoppieren versuchen abzuwimmeln, verstehe ich es voll und ganz dass man das Pferd von der Weide nimmt. Aber dann sollte halt auch über eine bessere Ausrüstung nachgedacht werden.

 

Ich weiss, dass ich meinen Pferden auch nicht die natürlichste Haltung bieten kann und dennoch wissen sie, dass ich alles für sie mache, um sie trotzdem glücklich zu machen!
Meiner Meinung nach, kann vieles durch Liebe, Abwechslung und ausgewogenes Training etwas kompensieren.

 

Wirklich unglücklich sehen sie zumindest nicht aus, oder was meint ihr?! ;-)

 

 

Jetzt bin ich gespannt: Was muss ein Pferd eurer Meinung nach unbedingt einmal erlebt haben? Ich bin mir sicher, dass es da noch einiges geben würde! ;-) 

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