Die Arbeit an der Doppellonge

Das Arbeiten des Pferdes an der Doppellonge reizte mich seit langer Zeit. Jedoch wagte ich den ersten Schritt auf dieses neue „Gelände“ lange Zeit nicht. Vor kurzem sah ich dann auf reitsport.ch die Doppellonge der Marke Horze und kaufte mir sie sogleich.

Wer die Doppellonge erfunden hat, weiss man nicht zu hundert Prozent. Das erste Mal schrieb Federigo Mazzuchelli 1805 in seinem Buch Elementi di Cavalerizza über die Doppellonge. Man geht jedoch davon aus, dass bereits die Römer dieser Arbeitsgerät kannten. Jedenfalls hat die Doppellonge ihren Ursprung in der Barockreiterei. Heute wird sie trotz ihres nicht ganz einfachen Handlings immer mehr in den verschiedenen Reiterszenen zur Ausbildung der Pferde eingesetzt.

Die Ziele beim Arbeiten mit der Doppellonge sind eine verfeinerte Fortsetzung der einfachen Longenarbeit, eine Verstärkte Einwirkung durch die „Aussenlonge“ bei eher schwierigen Pferden, sowie die Vorbereitung für die Arbeit am langen Zügel für Lektionen der höheren Schule. Ebenfalls ist es für Zugpferde eine Gewöhnung an die Leinenführung beim Fahren.

Beim Arbeiten an der Doppellonge hat man einen direkten Einfluss auf die korrekte Geraderrichtung und Biegung des Pferdes. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber der normalen Longenarbeit. Der Abstand zwischen Pferd und Führer sollte nie zu gross sein, damit die Einwirkung aufrecht erhalten bleibt und nicht nur mehr durch grobes ziehen Einfluss auf das Pferd genommen werden kann.

An der Doppellonge können sämtliche Dressurlektionen ausgeführt werden. Zu Beginn ist es von Vorteil noch eine Hilfsperson herbei zu ziehen, damit sich das Pferd nicht durch seitliches Ausweichen vor den Übungen entziehen kann.
Gut ist die Arbeit an der Doppellonge für Korrekturpferde oder bei Pferden mit Rittigkeitsmängeln. Ebenfalls eignet sie sich für Tiere mit Rücken - und Muskulaturproblemen oder nach einer langen Stehphase zur Kontrolle der Bewegung. Durch die Doppellonge kann die Rückentätigkeit, der Raumgriff, das Gangpotential, der Schwung und die Geraderichtung der Pferde verbessert und gefördert werden.


Aller Anfang ist schwer. Als ich die Doppellonge zum ersten Mal in Gebrauch nahm, war ich die ersten paar Minuten etwas überfordert. So viele Leine in der Hand, die sich irgendwie nirgendwo verheddern sollte und dann damit noch ein Pferd damit führen. Etwas viel aufs Mal. Aber ich hatte das Glück, dass mein Pferd alles ruhig über sich ergehen liess und ich mich zuerst auf mich selbst konzentrieren konnte. Bereits beim zweiten Versuch fühlte ich mich sicherer und konnte verschiedene einfache Übungen ins Training einbauen. Der Spassfaktor an der Doppellonge ist gross und eine super tolle Erfahrung.

Wer es auch probieren möchte: reitsport.ch bietet die ideale Ausrüstung.

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