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Die Leidenschaft Islandpferd

Nach meinen ersten drei Beiträgen möchte ich heute ein Herzensthema angehen und euch die Islandpferde vorstellen. In unserem Webshop wird die Abteilung rund ums Islandpferd immer grösser und wer weiss, vielleicht findet sich hier ja auch der eine oder andere Isländerfan.

Das Islandpferd:

Die Isländer sind eine der ursprünglichsten Pferderassen die es noch gibt. Seit dem 9. Jahrhundert begleiten die Isländer den Menschen. In Island werden sie bis Heute als Nutztiere gebraucht um die raue und sehr eigenwillige Landschaft zu durchqueren. In Island leben mehr Pferde den je. Aktuell wird die Zahl auf 98 000 Isländer Pferde geschätzt. Jedes Jahr werden ca. 1 300 bis 1 500 Pferde ins Ausland exportiert. Das Spezielle an der Islandzucht ist die Reinrassigkeit. In der Zeit seit Isländer gezüchtet wurden sind praktisch kaum Fremdeinflüsse in die Zucht gekommen. Seit Mitte dieses Jahrhundert gibt es sogar ein Importverbot für Pferde nach Island. So kann man fast von einer Reinzucht sprechen.

Stockmass: 130-145 cm

 

Charakter:

Das Islandpferd zeichnet sich durch seinen liebenswerten Charakter aus. Die Pferde haben ein angenehmes Temperament und sind im Umgang meistens ruhig. Kinder sind um Isländer kein Problem. Es gibt praktisch keine Isländer die Schlagen oder Beissen. In der Herde jedoch denkt man, sind die Pferde eher rau miteinander, da gibt es ganz schön oft ziemliche Schlägereien. Die Ponis wirken sehr lieb und nett, können aber je nach dem unter dem Sattel regelrechte Leistungsmaschinen werden. Senior Niels, den ich reite, ist ein Paradebeispiel. Sieht er doch auf der Weide oder im Paddock total herzig und eher introvertiert aus, zeigt er dafür unter dem Sattel sein können. Er liebt es zu rennen, egal in welcher Gangart! Mit ihm über die Felder zu preschen ist etwas vom schönsten und er kann auch gut einmal mit einem Grosspferd im Galopp mithalten. Allgemein gibt es viele Charakterzüge, die Isländer sind aber meistens zuverlässig und nicht schreckhaft.

Ich bin bis jetzt zwei Typen begegnet: Typ 1: das Absolute Verlass Pferd. Die Isländer Gleasir und Maximus in unserem Stall gehören hierzu. Obwohl Maximus erst 5 Jahre alt ist, verzieht er auch beim grössten Traktor keine Miene. Er ist äussert kooperativ. Gleasir ist der absolute Liebling von allen und ihr sieht ihn auf dem Titelbild von diesem Beitrag. Auf ihm können Leute, die Angst vor Pferden haben, ihre Ängste bekämpfen. Ihm würde ich mein Leben anvertrauen.

 

Isi Gleasir

Der zweite Typ geht in Richtung Niels. Das Stille herzige Poni das es faustdick hinter den Ohren hat. Auch nach drei Stunden ausritt wäre er noch für mehr zu haben. Hierzu gehört auch unser zweiter Jüngling Picasso. Obwohl man bei Picasso sagen muss, er ist vom Temperament und Charkater eher ungewöhnlich für einen Isländer. Den typischen Arbeitswille und die Lauffreudigkeit passen, er ist aber teilweise schreckhaft und neigt zu gewisser Sturheit. Trotzdem macht das Reiten auch mit dem zweiten Typ unglaublich Spass!

 

Senior Niels
Schlitzohr Picasso

Bei allen Typen zeichnet sich aber eines aus, sie sind NIE gefährlich. Es gibt praktisch keine Durchbrenner, Steiger oder Bocker.

Farbenvielfalt:

Islandpferde gibt es in allen Farben. Klar sieht man Standard, Rappe, Schimmel, Braune und die Fuchsfarbenen aber dazu kommen Mausfarbene, Isabellfarbene und so weiter. Schecken in allen Variationen oder Braune mit schwarzer Mähne, mit heller Mähne. Graue mit blonder oder schwarzer Mähne und so weiter. In der Zucht sind alle Farben erlaubt solange sie der Qualität des Pferdes nicht schaden, hier zum Beispiel bei Albinos die Augenqualität.

Die Gangvielfalt:

Isländer laufen neben Schritt, Trab und Galopp auch Tölt und Pass. Es gibt also Dreigänger mit Schritt, Trab und Galopp, Viergänger mit Schritt, Trab, Galopp und Tölt und dann die Fünfgänger mit Schritt, Trab, Galopp, Tölt und Pass.

 

Picasso im Trab

Der Tölt:

Durch den Tölt sind die Isländer unteranderem so beliebt. Tölt kann wie die Grundgangarten in einem Arbeitstempo ähnlich wie Schritttempo oder sogar bis zum Renntempo so schnell wie Galopp geritten werden. Die Taktklarheit wird aber meistens in einer Tempostufe erlangt. Durch Training kann dies dann ausgearbeitet werden. Der Tölt ist reiner Vier Takt mit acht Phasen. Im Tölt ist keine Schwebephase vorhanden und deswegen ist es auch so bequem zum Reiten. Für den Reiter gibt es praktisch keine Erschütterung. Auf dem Foto seht ihr Niels im tölt, auch ohne Sattel ist das sehr bequem!

 

Niels im Tölt

Der Rennpass:

Die Faszination beim Pass ist die Geschwindigkeit. Das Pferd schwebt immer wieder total in der Luft. Kein Bein berührt den Boden. Durch die laterale Zweibeinstütze werden die Beine nicht genau gleichzeitig aufgesetzt. In der Schrittfolge sind Pass und Tölt sehr ähnlich, der Pass verschiebt sich aber mehr zum Zweitackt. So entsteht eine Schwebephase die beim Tölt nicht zu sehen ist.

Die Haltung von Islandpferden:

Isländer sind wie alle Pferde Herdentiere. Hierzu kommt aber, dass die Exportpferde in Herden leben und aufwachsen, sie haben nur sehr selten Menschenkontakt und brauchen deswegen unbedingt wieder eine Herde im neuen Heimatland. Meist sieht man Isländer in Offenstallungen in Herdenhaltung. Die robuste Art der Pferde macht es möglich, die Vierbeiner bei jedem Wetter auch draussen stehen zu lassen. Jedes Pferd sollte aber freien Zugang zu einem Unterstand oder einem Stall haben.

Die Fütterung:

Isländer sind äusserst genügsam und bei unserem grossen Futterangebot besteht die Gefahr, dass wir ihnen zu viel des Guten tun. Bei Isländer sollte man aufpassen, dass man sie nicht überfüttert. Ein Freizeitisi der ein bis zwei Stunden am Tag vier Mal in der Woche raus kommt, muss kein Kraftfutter gefüttert werden. Stroh, Heu und Gras reichen hier als Futter aus. Wenn die Vitamine und Spurenelemente immer mal wieder abgedeckt werden, ist das optimal.

Wir füttern unseren Ponys ein haferfreies Müsli, so können wir die Spurenelemente abdecken und zusätzlich kriegen alle Ponys noch Mineralien. Im Gegenteil zu den Grossen, die ich früher geritten bin, kriegen die Isländer aber nur ein Gläsli voll Futter. Du kannst dir das vorstellen wie ein grosses Trinkglas, wir sprechen hier also nicht von einem Futtermaas.

 

Mühldorfer Pferdefutter

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Mein persönliches Fazit:

Isländer sind sehr entspannt und Freunde, die mit dir durch dick und dünn gehen. Mit dem Senior Niels durfte ich letztes Jahr sogar eine kleine Isländer Dressurprüfung absolvieren. Sie sind praktisch für jeden Spass zu haben!

 

Am Turniertag

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