Drei junge Pferde und ihr Weg zum Springpferd – Ein Tagebuch

In den folgenden Wochen möchte ich euch über den Weg dreier junger Pferde zu ihren ersten Turnieren berichten. Eine Fortsetzung zu meiner Jungpferdeausbildung-Serie (Teil 1, Teil 2, Teil 3)Es sind drei völlig unterschiedliche Youngster von vier bis fünf Jahren, die alle ungefähr den gleichen Ausbildungsstand im Springen haben. Da sie nicht bei mir im Stall stehen, reite ich sie nur ein bis zwei Mal in der Woche, in der restlichen Zeit sind sie im Laufstall oder werden von ihren Besitzern geritten.

Vorgeschichten

Donna
Am längsten in meinem Beritt ist die fünf Jahre alte Stute Donna. Als ich im Frühling 2013 begonnen habe mit ihr zu arbeiten war sie bereits leicht eingesprungen. Wegen ihrer Grösse und dem dementsprechenden Wachstum habe ich aber bis vor ein paar Wochen kaum je gesprungen, dafür regelmässig Stangenarbeit gemacht. Weil sie dabei immer mehr Motivation zeigte begann ich langsam wieder damit Cavaletti und kleine Sprünge mit einzubauen. Das scheint ihr sehr zu gefallen, trotz ihrer reinen Dressurabstammung geht sie die Sprünge unerschrocken und mit viel Zug an.

Mio
Seit seinen ersten Schritten als Reitpferd begleite ich den kleinen Mio. Im Sommer 2013 habe ich den nun vier Jahre alten Wallach angeritten. Er ist ein offener aber eher ruhiger Typ, was die Ausbildung zu Anfang wider Erwarten nicht einfacher machte. Er war immer sehr gemütlich unterwegs, ihn etwas in Schwung zu bringen war gar nicht so leicht. Nun hat er aber erlickt, dass Galopp Spass macht und will manchmal gar nicht mehr bremsen. Nach dem Stangenkurs den er mit seiner Besitzerin bei mir absolviert hat, begann ich ihn auch etwas zu springen. Auch hier benötigt er etwas Zeit um „den fünften Gang“ zu finden, aber wir sind guter Dinge, er wird jedes Mal flotter.

Vinci
Das pure Gegenteil von Mio ist Vinci. Den Vierjährigen habe ich im Winter begonnen zu reiten, da war er schon leicht angeritten. Er ist sehr temperamentvoll und immer eher etwas „drüber“. Auch wenn er immer gut zu händeln ist braucht er viel Ruhe und Gelassenheit vom Reiter um sich etwas entspannen zu können. Mit seinen schwungvollen Gängen mit viel Raumgriff ist es eine Freude ihn zu reiten und er verspricht viel Potential. Seit Frühling 2014 habe ich immer mal wieder ein Cavalletti oder kleines Sprünglein in die Arbeit mit ihm eingebaut. Ernsthaft ans Springen geht es für ihn seit ca vier Wochen. Er zeigt sich mutig und vermögend.

Im nächsten Teil dieses kleinen Tagebuchs werde ich etwas detaillierter über die ersten Springversuche der drei berichten.

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