Der etwas andere Event: Horseathlon

Wie ihr in meinem vergangen Trailkurs- Blog entnehmen konntet, fand am letzten Sonntag der Horseathlon statt, wobei ich
selbstverständlich nicht fehlen durfte.
Aber versteht mich richtig, ich war natürlich als ZUSCHAUER und nicht als Teilnehmer vor Ort ;-) 
Ich traue mich ja weder über den Graben zu springen,geschweige dann in den Graben rein zu reiten. Aber beginnen wir doch
von vorn…


Als wir am Sonntag unsere Pferde bewegt und auf die Weide gebracht
hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Horseathlon bzw. Horgenberg.
Dort angekommen, nahm ich die Stimmung bereits anders auf als erwartet. Keine scharrende oder wiehernde Pferde, keine nervösen, aufgebrachten Reiter.
Nein – es es war so still, dass ich zuerst Angst hatte, dass wir am falschen Ort gelandet sind. (Was ziemlich unwahrscheinlich wäre, denn wir waren ja ebenfalls
mal Teil vom Reitverein Horgen;-))

Also war ich schon einmal das erste Mal beeindruckt von der absoluten Ausgeglichenheit der teilnehmenden Paare.
Aber vielleicht können die Freizeitreiter (zu welchen ich mich neu ja auch dazu zähle) einfach besser schauspielern bzw. die Nervosität besser überspielen, als die Sportreiter.
(Dieses Talent muss ich mir eindeutig noch aneignen) ;-)

Als Erstes gingen wir in die Halle. Dort gab es einen anspruchsvollen Trail-Parcours zu meistern. 
Grösstenteils hätten Gipsy und ich wahrscheinlich selber teilnehmen
können, spätestens bei der Wippe, der Palettbrücke und dem Torverschluss wären wir
dann jedoch gescheitert.

Anschliessend entdeckte ich einen vertrauten Posten. Denn diese
Aufgaben mussten wir beim Patrouillenritt selber meistern. Genauer gesagt, musste Michel dies mit Special bewältigen, denn ich würde doch nie (freiwillig)
einen Pet-Flaschengraben durchqueren.
Da ich mir das Gefühl beim Überreiten von der berühmten Matratze ziemlich komisch
vorstelle, würde ich diese Bewältigungsarbeit, auch jederzeit wieder meinen Männern überlassen.
Da war mir die Blache mit den Bällen wesentlich sympathischer.;-)

Gleich neben dem Roundpen- Posten mit den Pet-Flaschen, gab es eine Aufgabe, welcher meinen Pferden besonders Freude beschert hätte. Es ging darum, die Wasserpassage zu bewältigen.
Gipsy liebt Wasser über alles und auch Special plantscht für sein Leben gern (man bedenke: natürlich nur in Seen oder Flüssen. Nicht dazu gehören die gefährlichen Pfützen in unserem Reitgelände).
Die Frage wäre dann eher gewesen, ob ich meine Pferde je wieder aus dem Wasser bekommen hätte oder nicht? ;-)


Auf der Springwiese (auf welcher ich nebenbei, eine meiner letzten
Ehrenrunden miterleben durfte) ging es darum, kleinere Baumstämme zu bewältigen.
Hier hätte ich noch mithalten können, bei der Übung auf dem Wall wäre es schon schwieriger
geworden, denn ich kann nur schlecht abschätzen, ob Gipsy diesen dann auch wirklich im Schritt verlassen hätte (wie vorgeschrieben) oder nicht.

Und dann kam mein persönliches No-Go: Der Graben.
Viele Pferde in unserem Stall haben Mühe diesen zu springen, doch mir wäre es nie in den Sinn gekommen, dass man in diesen auch rein und wieder raus
reiten könnte.
Zu meiner Verwunderung haben dies dann doch viele mit Bravour
gemeistert! In meinem Kopf ging ich natürlich schon wieder die schlimmsten Szenarien durch.
*Hut ab* vor dieser Aktion, echt!

Nach diesem emotionalen & mitfiebernden Stress musste ich mich erst einmal in der Festwirtschaft erholen.
Dort ass ich dann den besten Apfelkuchen, den ich je gegessen habe!

Neu gestärkt machten wir uns zur nächsten Station: dem Bodenarbeitsparcours.
Da ich mich in diesem Bereich, noch zu den blutigen Anfängern zähle, fand ich dies natürlich speziell interessant.
Dank dem Parcours habe ich viele neue Ideen erhalten, welche ich nun zu Hause umsetzen kann.

Beim Gelassenheitsparcours
fand ich die verschiedenen Reaktionen der Pferde spannend. Denn wir haben durch unseren Besuch, immer wieder die gleichen Pferde angetroffen und konnten sie sie so ein wenig „kennen lernen“.
Bei der Gelassenheitsprüfung sah man dann doch schnell, wer bereits das volle Vertrauen seines Partners geniessen durfte und
bei wem, das Pferd vorher einfach „nur“ selbstsicher war.

Neben den zahlreichen Posten, welche ich oben erwähnt habe, rundete der Geländeritt/-marsch mit Aufgaben und Fragen rund ums Pferd, den tollen Event ab.

Auch wenn ich mir jetzt meiner Teilnahme im nächsten Jahr immer noch nicht sicher bin, (da wir dann doch noch seeehr viel üben müssten), empfand ich den Tag als sehr gelungener. Bei welchem ich viele neue Eindrücke sammeln konnte.


Hier findet ihr zudem alle Infos zum Thema Horseathlon: Start-/Ranglisten , wann der nächste stattfindet und vieles mehr. 

Jetzt würde es mich brennend interessieren, wer bereits mal an einem Horseathlon oder einer ähnlichen bzw. spezielleren Veranstaltung teilgenommen
hat?

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