Das Westernpferd -ein anderes Pferd?

Ist das Westernpferd ein anderes Pferd? Gute Frage und ich persönlich antworte mit jein. Denn wie bei jeder Disziplin, stellt sich die Frage, was ich erreichen möchte. Möchte ich die Sparte einfach freizeitmässig ausüben oder habe ich das Ziel vor Augen im Spitzensport aktiv zu werden? Meine persönlichen Ansprüche legen somit die Anforderungen ans Pferd fest. So werden im Spitzensport, die einzelnen Disziplinen von bestimmten Rassen dominiert. Es werden die Pferde eingesetzt, welche von ihrem Körperbau, dem Willen, der Züchtung und des Charakters sich am besten für die jeweilige Disziplin eignen. Im Freizeitsport werden jedoch die unterschiedlichsten Rassen in den verschiedenen Bereichen eingesetzt. Also kann ich auch meinem hochbeinigen Warmblüter einen Westernsattel auflegen und ihn nach dem Westernreitstil reiten? Ja natürlich! Genau so wie ich einem Quarter Horse den Englischsattel auflegen und mit ihm kleine Sprünge bewältigen kann.


Ich selber fühle mich in beiden Reitstilen zu Hause. Die Pferde die ich reite kennen den Spring,- Dressur- und den Westernsattel. Natürlich werden sie je nach Begabung in einem Bereich gefördert. Aber Abwechslung hat doch noch nie jemandem geschadet? Auch bei der Ausbildung der Jungtiere, welche nach dem englischen Reitstil ausgebildet werden, lass ich immer wieder Übungselemente aus der Westernreiterei einfliessen.


Aber was sind nun die Anforderungen an ein typisches Westernpferd?
Die beiden Reitweisen stellen unterschiedliche Ansprüche und daraus resultieren unterschiedliche Ansprüche an das Pferd. Das Westernpferd ist das Pferd der Gebrauchsreiterei. Es muss für den Reiter auch über einen längeren Zeitraum angenehm zu sitzen sein. Daher zeichnet sich das Westernpferd durch eine flache Knieaktion und einen minimal schwingenden Rücken aus. Die Vorderbeine sollen beim Laufen raumgreifen, aber bodennah ausholen. Auf diese Weise kann das Pferd kraftsparend lange Strecken zurücklegen und dem Reiter ermöglicht es ein ermüdungsfreies Reiten über einen längeren Zeitraum. 


Dem unter den Schwerpunkt treten, wird auch beim Westernpferd grosse Bedeutung geschenkt. Grund dafür ist, dass ein Pferd welches mehr untertritt wendiger ist. Um die für die Westernreiter wichtige Wendigkeit zu garantieren, muss das Pferd kompakt gebaut sein und sollte eine bestimmte Grösse nicht überschreiten. 


Das Westernpferd soll ein verlässlicher Arbeitspartner sein, daher sind die Charaktereigenschaften sehr entscheidend. Wünschenswert ist ein intelligentes, arbeitswilliges und ehrliches Pferd. Für den Cowboy sind Nervenstärke, Mut und Ausgeglichenheit bei seinem Pferd sehr wichtig.



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