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Das Pferd in positiver Spannung – Meine Erfahrung

Wer kennt das Buch „Das Pferd in positiver Spannung“ von Stefan Stammer? Das wäre das perfekte Weihnachtsgeschenk für alle die, die es noch nicht im Schrank haben!

reitsport.ch

Das Pferd in positiver Spannung - Sachbuch

CHF 39.90Zum Produkt

Am Dienstag diese Woche lernte ich den Autor, Stefan Stammer, persönlich kennen! Aeringi und ich besuchten ihn für Aeringis erste Behandlung! Was soll ich sagen, ein Mann der weiss, von was er spricht!

In der Reitlehre geht es um viel mehr als nur um zu Reiten. Die Gabe, sein Pferd zu spüren und zu lesen ist genau so wichtig, wie ein gut ausbalancierter Sitz und eine ruhige Hand. Nach dieser Woche, bin ich der Überzeugung das es vielleicht sogar noch wichtiger ist!

Stefan Stammer hinterfragt und analysiert in diesem Buch die Hintergründe unserer Pferdefragen. Wie kann es sein, dass ein Fohlen gleich schnell Galoppieren kann wie seine Mutter? Von wo kommt der Ursprung, dass ein Freizeitpferd die gleichen Erkrankungen hat wie ein Spitzensportpferd? Pferde unter dem gleichen Reiter, mit den selben Bedingungen entwickeln sich unterschiedlich schnell. In diesem Buch wird darüber geschrieben, wie die Bewegungsenergie der Pferde entsteht. Welche Bewegungen reagieren mit dieser Energie in welcher Form? Das Buch richtet sich aber nicht nur an Sportler, jeder Freizeitreiter soll sich mit diesen Fragen auseinander setzten. Wie baue ich positive Spannung auf? Und wie kann ich diese für mich und mein Pferd optimal nutzen?

Aeringi als klarer 5 Gänger zeigte sich sehr positiv. Die Behandlung verlief gut, ich war begeistert.

Auf dem Nachhause weg habe ich mich selbst mal hinterfragt, wie arbeite ich eigentlich mit ihm? Was könnte der Grund sein, warum er Gesund und zufrieden ist?
Meine Gedanken möchte ich gerne mit euch teilen.

In erster Linie ist viel, was das Gebäude angeht einfache Erbanlage. Wenn ein Pferd von Natur aus einen Senkrücken mitbringt, kann der Reiter und das Training noch so gut sein, wir arbeiten an der Erhaltung und nicht an einem Optimum. Lange Beine zu langem Körper oder auch extrem kurze Rücken bringen ebenfalls eine Herausforderung auf das Training mit sich.

Analysier eure Pferde einmal? Wie lange sind die Beine zum Körper? Wie viel nimmt der Hals ein? Sind die beine eher dick oder dünn? Ist das Pferd überbaut?

Aeringi ist gut gebaut, er ist aus der alten Linie der Isländer, sehr breit in der Brust und im Rücken, mit gut gebauten Beinen. Einen starken Hals, gute Hufe und einen anatomisch korrekten Kopf. Als ich ihn mir gekauft habe, ist mir das schon aufgefallen, es wurde mir aber erst diese Woche bewusst, wie viel Wert ein gutes Gebäude hat. Klar, auch mein Pony hat seine Macken und ist nicht perfekt, aber der Grundsatz der Anatomie stimmt. Bei unserer Behandlung wurde Aeringi von Kopf bis Faser durch gecheckt. Das Feedback war sehr befriedigend. Aeringi ist gut im Schuss, seinem Alter entsprechend Bemuskelt und sollte jetzt einfach lernen, seine Unterlinie besser zu aktivieren. Und hier sprechen wir ein Thema an, dass ich in meinem nächsten Blogg genauer beschreiben will. Ich werde in Zukunft mit Aeringi vermehrt Trabarbeiten machen und nehme euch gerne bei dieser Trabreise mit. Zurück zur Unterlinie. Mein Pferd trägt ca. 100 Kilo Eingeweide mit sich, fast ein drittel seines Körpergewichts! Habt ihr das gewusst? Ich nicht! Dieses Gewicht ist massgebend für eine Korrekte Bewegung von allem. Und ich meine hier von der Muskulatur des Bewegungsapparates aber auch von der Lunge und somit der Atmung! Während der Behandlung konnte man ganz deutlich die tiefen Muskulatur arbeiten sehen. Die Atmung änderte sich extrem!

Er zeigte uns auch, wie sich einzelne Muskelpartien bewegen können ohne, dass sich das Pferd bewegt. Wirklich faszinierend fand ich aber die Tatsache das die Eingeweide eines Pferdes eigentlich einfach in der „Luft“ hangen. Die darum liegende Muskulatur ist ständig damit beschäftigt, alles an den richtigen Ort zu legen. Somit arbeiten unsere Pferde immer daran.

Der Termin zeigte mir mal wieder, wie wichtig ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Training ist und wie viele Sachen ich eigentlich noch nicht weiss. Man lernt nie aus und solche Informationen erleichtern mir das Training und den Umgang mit meinem Pferdepartner sehr!

In meinem nächsten Blog werde ich über die Trabarbeit von uns erzählen und die Wichtigkeit von der richtigen Spannung erklären.

Ich freue mich.

Xenia mit Aeringi

 

 

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