Das Pferd, der beste Therapeut

Die meisten Leute sagen: „Der Hund ist der beste Freund des Menschen“, da gebe ich Ihm nicht ganz unrecht, aber ich habe ja auch nicht nur EINE beste Freundin =) Mein Pferd ist nicht nur der Spiegel meiner Seele sondern auch eine Wohltat für mein Gemüt.

Pferde sind im Wesentlichen wie grosse Hunde; sie haben ähnliche Persönlichkeiten, sie folgen Dir rund um die Stallungen wenn sie können, Sie kuscheln sich in Deinen Nacken wenn Du am  Ausmisten bist, wiehern Dir jedesmal zu wenn sie Dich sehen und ich habe keinen Zweifel daran, dass mein Pferd Bänzu sich, wenn ich am Abend auf dem Sofa sitze, nicht auch auf meinen Schoss kuscheln würde.

Für die meisten Pferdebesitzer und Reiter, sind Pferde eine Form der Therapie. Eine mentale Flucht aus der Tretmühle des Lebens und eine Ablenkung von Menschen, mit welchen sie vielleicht lieber nicht interagieren würden aber halt manchmal durch gewisse Umstände müssen. Man fühlt sich gut, auch wenn dies zuvor unmöglich schien. Sie hören Dir immer zu – gut, es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig. Und sie reden Dir nicht drein – jedenfalls nicht in Worten!

Erhältst Du eine schlechte Nachricht, kannst Du einfach in den Stall gehen, Deine Arme um den Hals Deines Pferdes werfen und ihm ins Fell und die Mähne schluchzen. Die Tatsache, dass wenigsten Dein Pferd da ist, und zwar immer wenn Du es brauchst, gibt einem immer Trost. Auch wenn ihnen ja nichts anderes übrigbleibt.

Den Pferden ist es egal, ob du verschlafen, ungeschminkt und mit einer Out-of-bed-Frisur im Stall erscheinst. Sie freuen sich trotzdem – und wenn Du noch eine Karotte im Sack hast erst recht.

Der Mensch braucht und profitiert vom Gefühl der bedingungslosen Liebe und des Verständnisses, welches ein Pferd zur Verfügung stellt. Kein Training im Fitnessstudio, keine Sitzung beim Therapeuten, kein Yoga, kein Pilates und geschweige denn: keine Medikamente können Dir die unglaubliche Wärme und Sensibilität des Pferdes geben.

Pferde sind nicht nur für uns da wenn wir uns mit dem Alltag rumschlagen müssen – nein auch wenn es sich um ECHTE Probleme handelt, sind die Pferde geniale Therapeuten!

Bereits der griechische Arzt Hippokrates wies auf den „heilenden Rhythmus“ des Reitens hin. Die wiegenden Bewegungen des Pferds aktivieren die Becken- und Rückenmuskeln des Reiters. Dieser Effekt kommt vielen Patienten zugute, vor allem solchen mit Bewegungsstörungen – etwa bei multipler Sklerose oder frühkindlichen Hirnschäden, nach Schlaganfällen oder Hirnverletzungen. Regelmässige Bewegung zu Pferd verbessert die Muskelspannung und das Gleichgewichtsgefühl: Ein speziell ausgebildeter Physiotherapeut führt das Pferd langsam im Schritt. Er achtet auch darauf, dass sich der Patient nicht verkrampft, sondern dass sich die Bewegungen des Pferderückens optimal auf den Reiter übertragen.

Beim therapeutischen oder heilpädagogischen Reiten geht es nicht nur um Muskeltraining. Ebenso wichtig ist die soziale und die psychische Schulung von Kindern und Erwachsenen mit gesundheitlichen Problemen. In Zusammenarbeit mit Pädagogen, Psychologinnen und Erziehern wird das Pferd zum Therapeuten. Die Beziehung zu ihm wird für viele Patientinnen und Patienten zum Schlüssel für erfolgreiche zwischenmenschliche Beziehungen.

Die Reittherapie verhalf zum Beispiel einem Jungen welcher auf Grund des Down-Syndrom Mühe mit der Aussprache hatte uns aus diesem Grund meisten gar nichts mehr sagte und stumm blieb. Als er jedoch sein Therapiepferd traf, änderte sich einiges: Das Therapie-Pferdchen konnte zwar nicht sprechen wie einige Pferde in gewissen Filmen, aber es konnte zuhören, und ihm war es egal, ob der Junge Wörter nicht ganz richtig aussprach.

Im Umgang mit Pferden und natürlich auch beim Reiten wir der Mensch in allen Punkten angesprochen, geistig, sozial, emotional und körperlich.

Auch die Geschäftswelt ist auf das Pferd gekommen und man liest je länger je mehr von Führungsseminaren mit Pferden. Die Teilnehmer lernen dort, die eigene Wirkung in Bezug auch ihre Präsenz, soziale Dominanz und können diese dadurch optimieren. Sie lernen ihre Körpersprache richtig kennen und diese auch einzusetzen, steigern ihre Empathie und lernen wie es ist, sich auf das wesentliche konzentrieren zu können.

 

 

Du siehst, egal wo und für was das Pferd eingesetzt wird, wir Menschen profitieren davon. Also höchste Zeit, Deinem Pferd mal wieder ein RIESEN GROSSES DANKESCHÖN zu sagen… und zu zeigen, wie lieb wir es haben <3

 

 

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