Das Pferd als Spiegelbild meines Inneren Ich / Teil 1

Hattest du dies auch schon, dass du mit schlechter Laune aufs Pferd gesessen bist und alles ging in die Hose?

Ich denke, jeder Reiter kann diese Frage mit einem Ja beantworten.

Oft fragt man sich, weshalb nur geht diese Übung nun nicht mehr. Da hatten wir doch nie Probleme gehabt. Ich beginne zu grübeln, probiere und probiere immer wieder. Und es wird immer wie schlimmer. Frustrierend  so was. Hat mein Pferd wohl schmerzen oder spinnt es einfach wieder einmal?

Ich mache mir nun viele Gedanken, was mit meinem Pferd wohl nicht stimmen mag? Meine Kollegen vom Reitstall haben mir immer unzählige Vorschläge und wissen es alle besser. Ist ja immer so. Wenn man Erfolg hat, sind sie neidisch und wenn etwas in die Hose geht oder ich Probleme mit meinem Pferd habe, wissen es immer alle besser.

Am besten alles auf eine alternative, pferdeschonende Weise, ansonsten bin ich dazu noch ein Tierquäler. Ich weiss nicht mehr, was ich machen soll. Ich komme nicht mehr weiter und bin am Verzweifeln. Soll ich das Pferd verkaufen? Ist das Reiten doch nichts für mich? Soll ich mein Pferd vom Tierarzt untersuchen lassen?

Kommt dir dieser Trichter bekannt vor? Dies ist eine richtige Spirale und es geht immer weiter bergab.

Fangen wir wieder von vorne an. Du kommst mit schlechter Laune in den Stall. Hattest Stress bei der Arbeit. Der Chef hat den ganzen Tag genervt und länger arbeiten musstest du auch noch. Nun freust du dich eigentlich, dass du endlich zu deinem Pferd kannst. Dieses motzt nicht und hat immer Freude wenn Du vorbei kommst. Doch dann geht es beim Reiten einfach nicht. Diese blöde Übung macht er heute nicht gut. Sonst geht dies doch immer ohne Probleme.

Könnte es sein, dass dich dein Pferd doch anmotzt? Er teilt dir ganz unmissverständlich mit, dass ihr heute nicht die gleiche Sprache sprecht.

Du sprichst Spanisch und er Deutsch. Etwa so musst du dir das vorstellen. Das kann nicht funktionieren. Du hattest Stress, bist verspannt, sitzt schief auf dem Pferd, spannst unbewusst die falsche Muskulatur an und hast keine Geduld. Denn dich haben alle den ganzen Tag schon genervt. Merkst du, was ich dir sagen möchte?

Das Problem bist du, nicht dein Pferd. Es versteht dich nicht. Du bist Heute so anders. Wieso sitzt meine Reiterin denn heute so steif. Huch, da kann ich mich fast nicht bewegen. Nanu, was hab ich denn jetzt wieder falsch gemacht? Mann ist dies frustrierend. Ich kann ihr wohl Heute gar nichts recht machen. Nicht einmal eine Belohnung habe ich erhalten. Dabei hab ich mir solche Mühe gegeben, obwohl sie unerträglich war.

So, macht es Klick bei dir?

Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Die Ursache der meisten Probleme beim Reiten bist du selbst.

Als erstes ist deine innere Einstellung und Verfassung wichtig. Diese spiegelt sich über das Pferd nach aussen. Als erstes muss du akzeptieren und in dir verinnerlichen, dass dein Pferd ein Flucht- und Herdentier ist. Dies ist eine Tatsache, die auch du nicht ändern kannst. Hast du dies begriffen, dann hast du schon sehr viel verstanden. Dazu nicht zu viel studieren und deinem inneren Gefühl und Deinem Menschenverstand vertrauen. Das ist eine gute Basis für die Arbeit zwischen dir und deinem Pferd.

Sei unkompliziert, aber bestimmt im Umgang mit deinem Pferd. Du musst dein Pferd  erziehen und ihm Grenzen setzen. Ihr müsst die gleiche Sprache sprechen um ein Team zu werden.

Dazu kommt, dass du deinen Kontrollzwang ablegen musst und deinen Blick öffnest. Sei offen für Neues.

Wie ihr dies Umsetzen könnt, erfahrt ihr in „Das Pferd als Spiegelbild meines Inneren Ich / Teil 2“

 

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