Das ABC des Longierens Teil3

In den ersten zwei Teilen haben wir uns mit der Ausrüstung, den Ausbindezügel, Longeneinhängung und der Handhabung der Longe und Peitsche befasst. Nun nehmen wir uns dem Longieren selber an.

Longieren bedeutet nicht einfach, dass das Pferd im Kreis rennt. Nein wir haben viele tolle Varianten die Pferde an der Longe zu beschäftigen und arbeiten.

Je grösser der Platz umso besser. Ihr fragt euch nun wieso? Ein Roundpen ist doch auch praktisch. Ja klar ist dies praktisch, vor allem für euch als Longenführer. Aber für das Pferd ist es sehr monoton nur auf dem gleichen Zirkel zu laufen.

Auf einem Reitplatz habt ihr die Möglichkeit, die Volte über den ganzen Platz zu verschieben. Ihr könnt also während dem Longieren euren Standort wechseln. Somit ist das Pferd gefordert, aufmerksam zu sein und sich auf eure Körpersprache zu konzentrieren. Übt das Verschieben der Volte zuerst im Schritt und später im Trab und Galopp. Wichtig ist, dass ihr immer leicht hinter dem Pferd seit und nicht davor.

Der grösste Fehler beim Longieren ist die falsche Körpersprache. Ihr müsst selbstbewusst in die Mitte stehen und klar das Alphatier sein. Erzählt den Pferden nicht halbe Geschichten sondern gebt ihnen kurze, klare Kommandos. Es ist nicht wichtig was ihr ihnen sagt, sondern wie ihr es sagt und betont. Um das Pferd zu beruhigen oder in eine tiefere Gangart zu wechseln muss die Stimme ruhig und langgezogen sein. Um das Pferd an zu treiben, muss die Stimme klar, laut und kurz sein.

Also z.B beim antraben das Kommando ( TRAB ) und vom Galopp in den Trab ( Traaaaab….)

Zum Arbeiten der Pferde braucht es nicht viel Fantasie. Macht es wie beim Reiten. Ihr könnt Übergänge innerhalb und ausserhalb der Gangart machen. Volte verkleinern und vergrössern. Den Platz ausnutzen und die Volte verschieben. Um an der Stellung und Biegung zu arbeiten, könnt ihr in einer Ecke longieren.

Weiter könnt ihr Abwechslung rein bringen indem ihr mit Cavalettis arbeitet. Bitte nur mit Cavalettis und nicht mit Stangen. Wieso dies? Die Stangen können wegrollen, wenn die Pferde drauf treten oder anschlagen. Legt die Cavalettis in eine Ecke oder sicher an die Bande, damit sie von Aussen begrenzt sind. Auch hier könnt ihr kreativ sein. Legt die Stangen im Trab oder Galopp aus. Ihr könnt einzelne Stangen auslegen und auch mit den Distanzen spielen.

Nun wünsche ich viel Spass beim ausprobieren!

Das könnte Dich auch interessieren‚‚

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.