CSIO St. Gallen Rück- und Ausblick 2013 /2014 / Interview Teil II

Im letzten Jahr musste die Veranstaltung nach einigen Prüfungen abgesagt werden. Konnte man dadurch Erfahrungen gewinnen, von welchen man in diesem Jahr gebrauch machen kann (irgendwelche Vorsichtsmassnahmen)? 
Wir haben in den letzten Jahren viel Geld in die Optimierung des Bodens investiert und haben eine hervorragende Qualität erreicht, wie sie nicht viele andere Grasplätze vorweisen können. 2013 hatten wir einfach zu viel Wasser (fast 3-mal soviel wie im Durchschnitt der letzten 4 Jahre), was auch in vielen anderen Fällen in der Schweiz und im umliegenden
Ausland zu Absagen und  Abbrüchen von Veranstaltungen geführt hat. 
Das Problem mit dem wir im letzten Jahr konfrontiert wurden, war der Grasboden, der die Unmengen von Niederschlägen nicht mehr so absorbieren konnte, dass ein
ordnungsgemässer,  reglementskonformer und sicherer Ablauf der Springprüfungen
gewährleistet werden konnte. 
Trotzdem haben wir in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauamt der Stadt St. Gallen und verschiedenen Experten geprüft wie die Qualität des Bodens und insbesondere die
Absorptionsfähigkeit des Bodens und die Wasser- Abführungssysteme weiter verbessert werden können und so auch verschiedene Massnahmen in die Wege geleitet. 

Wer traf diese wichtige  Entscheidung von der Absage? Sie allein, gemeinsam mit Frau Stössel oder wurden noch weitere Berater hinzugezogen? 
Dieser Entscheid wurde gemeinsam von Frau Stössel und mir getroffen. Wir haben uns
diesen Entscheid nicht leicht gemacht und bis es soweit war, haben laufend intensive Diskussionen mit allen Beteiligten stattgefunden. Zu diesen
Beteiligten gehörten die Equipenchefs und Reiter der teilnehmenden Nationen,
der Direktor Springen des Internationalen Reitsportverbandes FEI. Wichtig und erfreulich war auch die Tatsache, dass sowohl unsere Hauptsponsoren als auch
das Schweizer Fernsehen diesen Entscheid nicht nur verstanden sondern auch unterstützt
und mitgetragen haben.

Der diesjährige CSIO St. Gallen beginnt mit einem Programm für die Jüngsten, kommt bei Ihnen also jede Altersklasse auf Ihren Genuss? 
Es ist seit jeher unser Bestreben, nicht nur Spitzensport in St. Gallen zu haben sondern auch dem Nachwuchs eine Möglichkeit zu bieten, in diesem wunderschönen Stadion zu reiten und einmal am grossen Sport „schnuppern“ zu können. Dazu organisieren
wir seit Jahren die Goodwill Trophy und wir würden uns freuen, wenn ein Reiter, der in dieser Trophy geritten ist, vielleicht irgendwann als offizieller Teilnehmer des Longines CSIO nach St. Gallen kommt.
Mit dem Notenstein Kindernachmittag möchten wir einen Beitrag leisten um schon die
Jüngsten (und deren Eltern =)) für das Pferd zu begeistern in der
Hoffnung, den/die eine(n) oder andere(n) später einmal als Reiter auf dem Gründenmoos
willkommen heissen zu dürfen.

Was ist ihr persönliches Highlight vom CSIO?
Mein Highlight des CSIO ist es, wenn am Sonntag Abend nach der Abschlussfeier alle Pferde und Reiter wohlauf sind, wenn wir guten Sport mit würdigen Siegern hatten und Zuschauer und Sponsoren zufrieden und mit guten  Erinnerungen nach Hause gehen, die dazu führen, dass sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sind.

Wenn Sie einen Tipp abgeben müssten, wer sind Ihre geheimen Favoriten von diesem Concours?
Es sind in unserem Sport ja immer zwei Athleten (Pferd und Reiter), die zum richtigen Zeitpunkt in Form sein müssen. Und beim Nationenpreis, der wichtigsten Prüfung an einem CSIO sind es zudem 4 Paare, die ihre beste Leistung abrufen müssen, um
gemeinsam die Prüfung gewinnen zu können. 
So wie sich die Teilnehmerliste im Moment präsentiert und ohne auf
Lokalpatriotismus zu machen, sind die Chancen der Schweizer Reiter sehr gut, um als Sieger vom Platz zu gehen. 

Hier findet ihr den Link
zum ersten Teil des Interviews.

Alle Fotos stammen von dieser Quelle.

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