Concoursvorbereitung Teil 3

Nun geht es an den Concours selber. So ca. eine Woche im Voraus erhaltet ihr den Zeitplan und die Teilnehmer- oder Startlisten des Concours. Die Startlisten sind grösstenteils erst am Abend vor der Prüfung aktuell.

Berechnet immer genug Fahrzeit ein, je nach Tag, Zeit und Weg kann es viel Verkehr haben. Je nach Startnummer, müsst ihr sicher 15 Minuten vorher vor Ort sein um den Parcours zu besichtigen. Ich rechne meistens 30 Minuten ein, damit ich keinen Stress habe.

Weiter geht es mit der Parcoursbesichtigung. Der Parcours ist immer 15 Minuten vor Beginn der Prüfung offen zur Besichtigung. Lauft den Parcours immer auf dem Weg ab, den ihr später auch reiten möchtet. Lasst euch genug Zeit um euch den Parcours einzuprägen. Sobald ich durch bin mit dem Parcours, gehe ich ihn für mich im Kopf noch einmal durch.

Um die Distanzen ab zu laufen, braucht es etwas Routine. Ich lauf alle Distanzen bis 6/7 Galoppsprüngen ab. Je Höher die Prüfung umso wichtiger, ist es sich mit den Distanzen auszukennen. Denn ab einer gewissen Höhe stehen keine Normdistanzen mehr, daher wird der Parcours technisch anspruchsvoller.

Um sich Routine an zu eignen, soll euer Trainer mit euch auf die Parcoursbesichtigung mitkommen. Weiter hilft es, die Distanzen ab zu laufen und die Reiter danach im Parcours zu beobachten, wie sie die entsprechenden Distanzen reiten.

Bei den Distanzen ist es auch wichtig zu wissen, dass sich die Flugphase der Pferde verändert, je nach Art des Hindernisses. Also die Flugphase an einem Steil ist anders wie an einem Oxer. Dazu kommt, dass sich die Distanz im Parcours verändern kann, je nach dem wie ihr das Hindernis anreitet. Habt ihr einen dichten Absprung oder fliegt ihr weit darüber. Dies sind alles Faktoren die ihr während eurem Ritt, rasch realisieren und entsprechend Umsetzten müsst. Dazu kommt, dass ihr wissen müsst, ob euer Pferd eine grosse oder kleine Galoppade hat.

Den Parcours hab ihr euch nun eingeprägt und ihr habt einen Plan wie ihr diesen reiten wollt. Nun geht es ans Warmreiten. Ihr wisst selber am besten wie viel euer Pferd braucht bis es aufgewärmt und locker ist. Dies kann von Pferd zu Pferd sehr unterschiedlich sein. Auf dem Abreitplatz herrschen die allgemeinen Reitbahnregeln. Verlasst euch aber nicht darauf, dass die jeder kennt oder sich in der Nervosität auch daran hält.

Wichtig ist immer Blick nach vorne! Versucht eure Pferde wie zu Hause gewohnt, warm zu Reiten. Dies ist bei vielen Reitern und den Platzverhältnissen nicht immer ganz einfach. Ihr könnt jedoch auch viele Übungen machen, wenn ihr ganze Bahn reitet. Sei dies Übergänge innerhalb oder ausserhalb der Gangart. Innenstellung, Aussenstellung oder Seitengänge einbauen. Ich beginne immer so 8-10 Nummern vor dem Start mit dem Springen an. Versucht auch hier alles in der Ruhe und mit Übersicht zu machen. Viel Wert ist es, wenn ihr einen erfahrenen Helfer dabei habt, der weiss wie er auf dem Abreitplatz stellen und agieren muss. Sehr Wichtig, ist es die Sprünge immer anzurufen, die ihr anreiten wollt. Bitte so anrufen, dass man es auch hört! Ihr ruft nicht für euch sondern für alle anderen Reiter die Sprünge an!

Wie ihr nun an den Parcours heran geht und was dabei zu beachten ist, erfahrt ihr in Teil 4.

Hier findet ihr Teil 1 und 2

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