Concoursvorbereitung Teil 2

Nachdem wir uns das letzte Mal mit dem Nennsystem auseinandergesetzt haben (Teil 1), widmen wir uns nun der Trainingsvorbereitung.

Wie Trainiere ich vor einem Concours? Sicher gibt es keine Trainingsanleitung die auf jedes Pferd zutrifft. Da jedes Pferd individuell ist, muss es auch entsprechend trainiert und Vorbereitet werden. Manche müssen regelmässig gesprungen werden, einige fast gar nicht, andere brauchen Gymnastik und wieder andere das Parcoursreiten.

Dazu kommt, was hat der Reiter für einen Ausbildungsstand? Ist dies ein sehr erfahrener Parcoursreiter, ist der Reiter unerfahren und braucht noch Übung und Sicherheit für das Parcoursreiten. Also wie muss ich den Reiter auf den Concours vorbereiten? Dies ist für mich als Trainer ein sehr wichtiger Aspekt für die Vorbereitung auf einen Concours. Wen sich der Reiter unsicher fühlt, überträgt er dies auch auf das Pferd. Geht der Reiter aber mit einem guten und sicheren Gefühl aus dem Training an den Concours, ist dies für Reiter und Pferd immer einfacher.

Ich persönlich bin der Meinung, dass im Training nicht gross Parcours geritten werden müssen. Für mich ist es wichtig, dass die Pferde gut gymnastiziert und rittig sind. Mit individuellen Übungen trainieren ich mit den Pferden und oder den Schülern, dass Verkürzen und Verlängernd der Galoppsprünge (also Bremse und Gas). Viele Rhythmusübungen um eine flüssige Parcoursgaloppade zu erarbeiten und um den reitern und Pferden Sicherheit im Parcours zu geben. Mir ist die richtige Kommunikation und Einstellung der Reiter und Pferde sehr wichtig. Denn nur ein harmonierendes Team, kann die ihnen gestellten Aufgaben im Parcours zusammen meistern. Ich will auch nicht, dass meine Pferde oder Schüler irgendwie durch den Parcours kommen. Mein Ziel ist es, dass sie schöne, flüssige Parcours reiten können. Das sie einen Plan und Idee haben, wie sie an einen Parcours heran gehen müssen.

Vor einem Concours ist es wichtig einen ausgeglichenen Bewegungsplan zu haben. Also das Training und Gelände ausgeglichen und auf das Pferd abgestimmt ist. In der Woche vor dem Turnier, mache ich meistens noch eine Trainingseinheit um die Losgelassenheit und Rittigkeit zu überprüfen. Je nach Pferd und Reiter mache ich eine Gymnastiklektion oder im Aufbau einen kleinen Parcours auf der Höhe die auch am Concours ansteht.

Ansonsten trainiere ich fast nie auf der Höhe die ich am Concours reite. Denn die Höhe ist meistens das kleinste Problem. Wichtiger ist das technische zwischen den Sprüngen zu trainieren. Dies kann ich gut über kleinere Hindernisse.

Wen ich meine Schüler auf Concours vorbereite, stelle ich gerne Parcours mit Hindernissen in verschiedener Höhe. Also einige stehen in der Höhe wie sie auch am Concours stehen werden. Dazwischen aber immer wieder etwas Einfachere und Kleinere, um wieder Sicherheit und ein gutes Gefühl, hinein zu bringen. Weiter fördert dies auch die Aufmerksamkeit der Pferde.

Denn wer kleine Stangen, Cavaletti und Gymnastikübungen nicht sauber reiten kann, kann es auch im Parcours nicht. Die Gymnastik und Stangenarbeit ist das A und O zum Parcoursreiten.

Mir ist es wichtig, dass meine Schüler mit einem guten Gefühl an den Concours gehen können. Wen sie einen Wunsch haben oder sich irgendwo unsicher Fühlen, versuche ich dies ins Training ein zu bauen.

Wen ich es mir einrichten kann, versuche ich meine Schüler ab und zu an Concours zu begleiten. Gerade für Schüler die noch wenig Concourserfahrung habe, ist es wichtig, dass ich ihnen beim ablaufen des Parcours und auf dem Abreitplatz behilflich bin und ihnen so Sicherheit geben kann.

Wie genau es am Concours abläuft, erfahrt ihr in Teil 3.

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