Borreliose beim Pferd - Krankheitsüberträger Zecke


Sie sind wieder da - die Zecken! Bereits vor drei Wochen entfernte ich meinem Pferde den ersten kleinen Blutsauger.


Die Zecke gilt als grosser Krankheitsüberträger. Im hohen Gras, am Waldrand und im Gebüsch warten sie in aller Ruhe auf einen Wirt. Über ihr sogenanntes Hallersches Organ nehmen sie Stoffe wahr, die Mensch und Tier absondern und lassen sich so im richtigen Moment einfach fallen.

Unzählige Zecken Europas übertragen Viren und Bakterien. Hierzulande ist das Bakterium Borrelia burgdorferi am häufigsten. Ungefähr jede vierte bis fünfte Zecke ist mit diesem infiziert. In den Wirt ausgeschüttet wird dieses Bakterium frühestens nach 24 Stunden. Daher ist die tägliche Kontrolle der Pferde die beste Vorbeugungsmassnahme gegen Borreliose.

Während es zum Thema Borreliose beim Menschen bereits unzählige Studien gibt, tappen die Fachleute beim Pferd noch ziemlich im Dunkeln. Zwar kann relativ einfach, mittels einer Blutuntersuchung, nachgewiesen werden ob das Pferd schon einmal in Kontakt mit Borrelien stand. Jedoch ist es sehr schwierig zu sagen, ob das Pferd aktuell Borrelien in sich trägt.
Pferde werden sehr häufig mit Zecken befallen. In der Regel bekämpft jedoch das Immunsystem die Erreger. Im Jahr 2012 äusserten sich Tierärzte gegenüber den Medien, dass bisher keine Fälle bekannt seien, bei denen Pferde aufgrund einer Borreliose verstorben sind.

Trotzdem ist es sinnvoll, Pferde während der Weidesaison täglich auf Zecken zu untersuchen und im Falle eines positiven Befunds die Zecke mit Hilfe einer Pinzette oder Zange zu entfernen.

Interessant zu wissen: Es heisst, dass das Zufüttern von Leinsamen gegen Zecken helfen soll. Reitsport.ch hat "Leinsamen- Guddis" für dein Pferd im Angebot!

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Zum Artikel