BEA Bern - Erinnerungen eines Showkindes

Jedes Jahr findet die BEA Bern statt, auch bekannt als die nationale Pferdemesse PFERD. Vom 24.4. bis 3.5.2015 werden wieder zahlreiche Besucher nach Bern strömen, um der grossen Ausstellung beizuwohnen. Was wohl das Publikum zu erwarten hat beim kurzen und prägnanten Motto „bunt“?

Gehen wir aber zehn Jahre zurück. 2005, damals war ich gerade einmal dreizehn, durfte ich als Showkind die Pferdemesse von der anderen Seite kennenlernen. Nach dem CSI Genf 2004 war es meine zweite Show, welcher ich beiwohnen durfte.

Wir fuhren am frühen Abend vor Messebeginn in Winterthur ab und quartierten uns in den Zivilschutzanlagen auf dem BEA Bern Gelände ein und die Pferde waren in den Stallungen des NPZ untergebracht. Wir waren in einem Massenschlag mit dreistöckigen Betten und ich wollte unbedingt zuoberst schlafen wie alle anderen Kinder.

Da ich erst seit kurzem mitturnte, war ich erst einmal der Ersatz für die anderen Mädchen. Dies störte mich damals keineswegs, denn für mich war es schon eine Ehre überhaupt mitzudürfen. Und auch wir Mädchen, die die zweite Besetzungen waren, bekamen immer wieder unseren Auftritt an diesen Shows. Mir genügte dieser kurze Auftritt, da ich vor lauter Nervosität sowieso den ganzen Ablauf der Show vergessen hätte.

An der BEA Bern durfte ich mit den anderen immer den Abschied übernehmen. D.h. nachdem alle verschiedenen Teilnehmer ihre Aufführung gezeigt hatten, kamen alle noch einmal in die Halle und drehten noch eine kurze Runde. Isländer und Friesen waren auch dabei, die ihre Darbietungen zum Besten gaben.

Wie zu jedem Auftritt der Islikershow, gibt es auch zu dieser die eine oder andere Anekdote, die ich euch gerne erzählen würde. Die Show lief an und die Mädchen trabten in Richtung Minitrampolin. Ich beobachtete das ganze geduckt aus einer Ecke, wo ich auf meinen Einsatz wartete. Und plötzlich fiel Sabrina der Länge nach auf dem Trampolin hin, weil sie an der Unterkante mit dem Fuss eingehängt hatte. Ihr Pferd lief zum Glück einfach den anderen nach und blieb schön in der Reihe. Aber das war noch nicht alles! Da die Reiter alle kurz aufeinander folgend auf das Trampolin mussten, damit sie sich auf das Pferd schwingen konnten, kam hinter Sabrina schon die nächste angerannt und sprang auf das Trampolin. 

Und da Sabrina noch immer auf dem Trampolin lag, spickte sie davon, als Toja sich vom Trampolin wegstiess. Die eine Seite des Publikums hatte dies gesehen und es war der Brüller. Natürlich ging die Show weiter und Sabrina rappelte sich nach dem sensationellen Stunt, welcher auch als Pinguin betitelt wurde, wieder auf und nahm einen zweiten Angriff auf das Trampolin. Da wir am Ende drei Mal das Trampolin benutzten, war dieser kleine spontane Patzer kein grosses Ding. Aber wir erinnern uns noch gerne an diese Geschichte und sie treibt uns jedes Mal die Tränen vor Lachen in die Augen.

Zu einer anderen Geschichte von damals. Irgendwann in der Aufführung verliess die eine Hälfte der Mädchen die Pferde, damit die „Grossen“ Ungarische Post stehen konnten. 

Während einer Sequenz der Ungarischen Post stellte sich Bruno Isliker, unser Reitlehrer, vor die trabenden Pferde hin, so dass sie sich voneinander schoben. Ein Pferdepaar hatte wohl zwischendurch Meinungsverschiedenheiten und eines der beiden Pferde machte sich davon. Da stand die Reiterin Jenny plötzlich auf einem Pferd und ihr zweites galoppierte fröhlich davon. Kurzerhand setzte sich Jenny auf den Rücken nieder und jagte dem ausgebüxten Wallach Nimbus hinterher. Jedes Ende kommt gut, so wie auch dieses. Der Wallach lies sich wieder einfangen und Jenny konnte sich in die weiterhin fortlaufende Show wieder eingliedern.   

Ausserdem war es üblich, dass Kuh Sybille immer einmal wieder ihre schwachen fünf Minuten hatte und nicht ganz genau das machte, was sich Andrea am Anfang vorgestellt hatte. Glücklicherweise hatten wir mehrere Auftritte an der BEA Bern und all diese Missgeschicke geschahen nicht während einer einzigen Show.

Neben diesen spektakulären Showeinlagen, hatten wir auch grossen Spass auf dem ganzen Festgelände der BEA Bern. Wenn wir nicht gerade für die Show üben mussten oder die Pferde bewegt werden mussten auf dem Gelände des NPZ, vergnügten wir uns an den Attraktionen oder stöberten uns durch die Verkaufsstände. Wir waren am Ende zwei Wochenende lang in Bern und es sind tolle Erinnerungen geblieben. Die Pferde blieben über die ganze Dauer in Bern eingestallt. Einige von uns durften auch auf dem Gelände bleiben, um den Pferden zu schauen und ihnen tägliche Bewegung zu ermöglichen. Ich durfte leider nicht bleiben und war ein wenig neidisch auf die anderen. Nichts desto trotz, es war eine tolle Erfahrung und ich weiss jetzt noch wie die Vorfreude auf alle anderen Auftritte immer grösser wurde.

Leider konnte ich keine Fotos mehr finden von damals und habe deswegen andere als Beispiel genommen.

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