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Bandagieren

Beim Bewegen und Trainieren eines Pferdes stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen Beinschutz. Es lässt sich lange darüber diskutieren, wann und wie genau Pferdebeine geschützt werden müssen. Ein Punkt, in dem sich allerdings alle einig sind, ist die Bedeutung von einem sauberen, korrekt angebrachten Beinschutz. Jeder Reiter weiss wohl, wie eine Gamasche richtig angelegt wird, bei Bandagen herrscht dagegen oft Unsicherheit. Deshalb wird euch hier in einer kurzen Anleitung gezeigt wie genau Bandagen angebracht werden und worauf man dabei Acht geben sollte.


1. Grundsätzlich sollte für einen guten Schutz des Pferdebeins und eine gleichmässige Druckverteilung auch immer eine Bandagierunterlage verwendet werden. Die Bandagierunterlage rollt man zum Anlegen am besten auf und legt dann den Anfang der kurzen Seite parallel zum Röhrbein an. Die Kante sollte dabei seitlich platziert werden, damit sie weder vorne auf den Knochen noch hinten auf die Sehne drückt. Oben soll die Unterlage bis unters Karpalgelenk/Sprunggelenk reichen, unten bis zur breitesten Stelle des Fesselkopfes, respektive ganz leicht darüber hinaus. So muss die Unterlage dann von vorne aussen nach hinten um das Pferdebein gerollt werden. Wichtig ist, dass sie satt und Faltenfrei aufliegt.

2. Die Bandagen sollten zunächst ebenfalls statt zusammengerollt sein bevor man mit dem bandagieren beginnt. Die Bandage setzt man in derselben Richtung leicht unterhalb von der Oberen Kante der Unterlagen an. Ein praktischer Trick ist es, den Anfang der Bandage unter das Ende der Unterlage zu klemmen, so hält das ganze schon ziemlich gut, wenn man die Bandage einmal um das Bein des Pferdes gewickelt hat.

3. Nun wickelt man die Bandage satt nach unten um das ganze Röhrbein, bis man leicht über dem Ende der Unterlage angelangt ist. Die Abstände zwischen den einzelnen Lagen sollten dabei ca. 2-3 cm betragen, dies hängt natürlich etwas von der Länge der Bandage und der Grösse des Pferdebeins ab.

4. Zum Schluss wickelt man noch einmal alles von unten nach oben ein und verschliesst die Bandage gleich unter der Oberkante der Unterlage. Dabei werden die Abstände zwischen den Lagen dann etwas grösser gehalten.Die Unterlage darf auf keinen Fall ganz verdeckt werden, sonst entsteht durch die Ränder einen zu starken Druck. Der Verschluss der Bandagen muss an der Aussenseite des Beines liegen. So kann der Verschluss nicht durch die Bewegung des gegenüberliegenden Beines geöffnet werden.

Keine Sorge das ganze ist Übungssache, die ersten paar Versuche werden sicherlich nicht besonders einfach sein aber wie sagt man so schön? “ Übung macht den Meister”. Probiert es also aus und bietet euren Pferden nicht nur einen guten Schutz sondern verpasst ihnen auch noch einen Optisch tollen Look ;)

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