Ausreiten im Dunkeln

Ausreiten im Dunkeln

 

 

Nachdem wir in den letzten Wochen sehr Glück hatten und der Sommer, zwar etwas verspätet, aber denn noch sich von seiner schönen Seite gezeigt hat, verlor man keine Gedanken daran, dass es bald schon ganz anders sein könnte. Nun ist es aber soweit und es Herbstet sehr. Es wird auch schon wieder sehr früh dunkel, leider. Langsam aber sicher kommen wieder die Tage an denen wir unsere Leuchtausrüstung montieren müssen, dass man uns sieht.

 

Wer im Stall eine Halle oder einen beleuchteten Reitplatz hat, kann schon mal 2-3 Tage pro Woche mit dem Pferd im hellen arbeiten, aber nicht alle haben dieses Glück und sind so gezwungen ins dunkle Gelände ausreiten zu gehen.

 

Ich muss ja zugeben, dass ich im Dunkeln manchmal doch ein kleiner Schiesser bin, da kommen mir dann alle möglichen Horrorfilme in den Sinn und ich bin dann froh wenn wir wieder im Stall sind, deshalb meide ich penibel denn Wald im Dunkeln und gehen dann im Winter auch lieber zu zweit ausreiten. Zum Glück überkommen mich diese „Angstattacken“ nur im Wald und nicht im Feld sonst würde das ausreiten schwer werden, denn wer sich zu unwohl fühlt im Dunkeln sollte dann doch besser nicht aufs Pferd steigen, denn wir wissen ja das Pferde sich gerne auf uns verlassen und sich etvl. Anstecken lassen könnten von unserer Angst.

 

Pferde sehen im Dunkeln gut, klar wenn es stockdunkel ist stehen auch Pferdeaugen nicht mehr sehr viel. Nichtsdestotrotz sorgt das Tapetum lucidum eine reflektierende Schicht im hinteren Bereich des Pferdeauges dafür, dass das vorhandene Licht die Netzhaut zwei Mal passiert wodurch die Reaktion der dort befindlichen Rezeptoren verstärkt wird. Das Ergebnis: Auch ein schwacher Lichtreiz wird so besser wahrgenommen und der Kontrast zwischen Hell und Dunkel hervorgehoben. Pferde sehen also besser im Dunkeln als wir Menschen, denn sie haben drei Mal so viele Rezeptoren auf der Netzhaut wie wir Menschen. Sie erkennen jeden Ast.

 

 

Ganz wichtig ist es, dass wir uns und unsere Pferde gut beleuchten. Hier gilt: Mehr ist besser als weniger. Wir wollen ja von allen Verkehrsteilnehmern gesehen werden und nicht als Kühlerfigur enden. Wer rundum beleichtet ist sorgt dafür, dass man von allen entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern gesehen wird. Bewährt haben sich in dieser Hinsicht Stirnlampen, Stiefel- und Steigbügelleuchten, die nach vorne weiss und nach hinten rot strahlen. Sie markieren die seitlichen Eckpunkte des Pferd- Reiter- Paares und helfen Autofahrern den richtigen Seitenabstand beim Überholen besser einzuschätzen.

 

Wer auf der Strasse reiten möchte, da die etwas beleuchtet ist, hat sich an die allgemeinen Verkehrsregeln zu halten. Was für das Auto gilt ist also auch für den Reiter verpflichtend. Wer nicht genügend beleichet ist, und eine potenzielle Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt kann durch eine Bussgeld bestraft werden.

 

Am besten gewöhnt man das Pferd ans Dunkel in dem man anfängt in der Dämmerung reiten zu gehen und wenn die Tage dann wieder so kurz sind, dass man nicht umhin kommt im Dunkeln zu gehen hat sich das Pferd schon an die neuen Verhältnisse gewöhnt. Die Stirnlampe wird am besten auch nur eingeschaltet wenn ein Fahrzeug oder Fussgänger einem entgegen kommt, diese könnte das Pferd sonst blenden. Gut ist es auch das Pferd an die Schweinwerfer des Autos zu gewöhnen, einige Pferde können davor scheuen wenn sie es nicht kennen. Am besten wählt man auch für den ersten Ausritt in der Nacht einen Weg den man kennt.

 

Ausritte bei Mondlicht sind toll, denn da ist alles heller als sonst.

 

Bis zu Zeitumstellung ist ja noch etwas Zeit, aber danach wird es dann wieder ungemütlich. Also beleuchtet eure Pferde gut und kommt gut durch die Dunkel Jahreszeit.

 

 

 

 

 

 

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