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Augenpilz beim Pferd, die Nachbehandlung

In meinem letzten Beitrag hatte ich ausführlich über Aeringis Augenpilz berichtet. Augenpilz bei Pferden ist gar nicht so untypisch. Oft wird es mit einer Bindehautentzündung verwechselt und nur eine genaue Untersuchung schafft Klarheit. Wichtig ist, dass der Pilz frühzeitig erkannt wird, nur so hat das Pferd eine gute Chance auf eine komplette Heilung.

Alles rund um die Geschichte in der Klinik findet ihr im Blog; Augenpilz beim Pferd.

Aeringi konnte genau nach sieben Tagen in der Klinik nachhause. Mit Augenkatheter. Ich kann euch eines sagen, das war eine riesen Herausforderung für mich. Eigentlich wollte ich ihn so nicht nachhause nehmen. Die Verantwortung ist für mich fast nicht tragbar. Er muss isoliert von der Herde stehen, in einer Box wo er sich nicht kratzen kann und so schlimmstenfalls den Katheter noch rausreist. Wir haben aber gemerkt, dass er in der Klinik echt langsam die Schnauze voll hatte. Er war immer noch lieb und alles aber wer ihn kennt, weiss das er keine gute Laune hatte. Mit meinen Stallfreundinnen entschied ich mich, ihn sobald der Arzt das OK gibt, nachhause zu holen. Am Freitag hatten wir den Termin mit der Augenspezialistin. Sie ist echt toll. Super lieb und sehr kompetent.

Aeringis Auge war massiv besser, Pilz braucht aber seine Zeit und wir mussten für die kommenden zwei Wochen einen ziemlich engen Augentropfenplan einhalten. Konkret hiess das, er kriegt in der ersten Woche täglich sechs Portionen an zwei Tropfen Pilzmittel, dazu vier Portionen an einem Tropfen Augenantibiotika. Antibiotika und Pilzmittel dürfen nur in einem Abstand von mindestens zehn Minuten verabreicht werden. Die Medikamente sollten nicht mehr als fünf bis sechs Stunden auseinander verabreicht werden. Konkret hiess das wir teilten folgende Schichten ein. Erste Schicht um 05.00 Uhr, zweite um 08.00 Uhr, dann um 12.00 Uhr, 16.00 Uhr und 20.00 Uhr. Eine von uns ging dann zwischen 23.00 und 24.00 Uhr noch einmal in den Stall. Wir sind aktuell zu dritt. Das ist eine riesen Aufgabe für uns aber, wir wachsen daran und wir schaffen es. Das Einführen der Tropfen via Katheter was am Anfang nicht ganz einfach. Die Medikamente mussten eingespritzt werden und danach folgte eine Luftportion ebenfalls per Spritze. Die Luft musste langsam folgen, dass die Tropfen durch den Katheter laufen und das Auge langsam erreichen. Wer sich nicht mit solchen Materialien auskennt und das noch nie gemacht hat, merkt, dass ist echt nicht so einfach wie es klingt. Dazu hing der Katheter ja in der Pferdemähne. Aeringi sollte sich also nicht zu fest bewegen, sonst konnte die Spritze nicht sauber bedient werden.

Bevor wir ihn aber überhaupt nachhause holen konnten, mussten wir den Stall umbauen. Wir haben zwar eine Notfallbox, die ist aber nicht für einen längeren Aufenthalt geeignet und direkt am Paddock, was eine viel zu grosse Gefahr bezüglich den anderen Pferden mit sich brachte. Wir stellten ihm also eine XXL Box auf, wo er auch mehrere Tage oder auch Wochen problemlos drin leben konnte. Dazu kann er natürlich täglich auf die Weide.

Am Samstag in der Früh fuhren wir dann in die Pferdeklinik. Ich muss euch echt sagen, so nervös war ich selten! Ich wusste nicht, was auf mich zu kommen sollte und die letzten Tage mit Aeringi in der Pferdeklinik nagten schon ziemlich an meinen Nerven. Er freute sich aber riesig. Gut bepackt mit einem Sack voll mit Medikamenten ging es dann nachhause. Und das Wiedersehen mit seinem besten Freund war herzergreifend! Die haben sich echt vermisst. Die ersten zwei Tage verabreichten wir die Medikamente immer zu zweit. Neben den Tropfen kriegte er noch einen Entzündung Hemmer und ein Schmerzmittel, eine kleine Apotheke wurde in unserer Sattelkammer eingerichtet.

Für die Laune und die Verdauung gab es zwei Mal täglich Mash. Ohne Getreide und nur immer kleine Portionen, so konnten wir ihm die Medis und die Zusätze auch gleich rein mischen.

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Aeringi ist ein vorbildlicher Patient. Wo er früher mühsam und mürrisch war, hält er heute in Ruhe hin und lässt sich einfach behandeln. Die darauf folgenden zwei Wochen hielten wir uns an den Plan und erreichten ein unglaublich positives Feedback. Nach nur 10 Tagen wurde der Katheter entfernt und die Letzte Pilzphase startete. Ich möchte euch diesen Teil in meinem letzte Beitrag genauer beschreiben und einige Tricks und Tipps weitergeben.

Ich bin froh darum, dass alles erleben zu dürfen. Es macht mich reifer, besser und lehrt mich, die Gesundheit noch mehr zu schätzen.

Bis bald,

Xenia mit Aeringi

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