Auf den Spuren der Vergangenheit- eine persönliche Geschichte - Teil 2

Dies ist die Fortsetzung der Geschichte meines Pferdes. Hier der Link zu Teil 1.

Indigo heute

Indigo lebt nun seit mehr als sieben Jahren bei mir und ich wage zu behaupten, dass er noch nie so glücklich war wie jetzt. Dies zeigt sich für mich an mehreren Verhaltensmustern. Das Gefühl von Heimat kannte er zuvor nicht, seit er in der Schweiz war, musste er jährlich seinen Besitzer und Stall wechseln, wie ich dem Pass entnehmen kann. Indigo webt heute kaum noch. Im Transporter bleibt er zwischenzeitlich ohne zu steigen stehen und läuft sogar selbständig rein. Die Ausritte sind ein wahrer Genuss und das Arbeiten auf dem Platz macht eine riesen Freude. Heute beherrscht Indigo sehr viele Lektionen und wenn ihn heute jemand sieht, würde er nie mehr denken, dass dieses Pferd vor ein paar Jahren noch so Probleme gemacht hat. Heute kann Indigo sogar für Kinderreitunterricht eingesetzt werden.

Wir haben uns gefunden und sind glücklich miteinander und er hat endlich, nach unzähligen Stationen, sein Lebensplatz gefunden. Heute kann ich damit leben, dass ich kaum was aus seiner Vergangenheit weiss, denn wichtig ist, dass es ihm jetzt gut geht. Und trotzdem beschäftigt es mich immer wieder weshalb er so oft den Platz wechseln musste und woher er überhaupt kommt. Aber das Verlangen nach Wissen, nach Fakten ist nicht mehr so gross wie früher. Denn es würde mich wohl eher traurig und wütend anstatt freudig stimmen. Nun interessiert es mich: Habt ihr auch ein Pferd, von dem ihr nichts wisst aus seiner Vergangenheit? Rätsel, die ihr wohl nie lösen könnt und Fragen, die euch höchstwahrscheinlich nie jemand beantworten wird?

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