Arthrose beim Pferd: die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten

Im ersten Teil zum Thema „Arthrose beim Pferd“ habe ich euch das Krankheitsbild vorgestellt. Nun möchte ich noch auf die Behandlungsmethoden zu „sprechen“ kommen. 

Die Behandlung

Wie schon angetönt ist die Arthrose nicht heilbar man versucht jedoch das Fortschreiten des Gelenkverschleisses zu verhindern und dem Pferd somit mehr Lebensqualität zu verschaffen. Der Medizin ist es noch nicht gelungen eine Therapie zu entwickeln, welche das Gelenk wieder in den Urzustand bringt. Meistens werden schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. In der Anfangsphase ist es von Vorteil das Gelenk zu schonen beziehungsweise ruhig zu stellen. Physiotherapeutische Behandlungen wie zum Bespiel die „Krankengymnastik“ beim Mensch haben sich auch hier als sinnvoll etabliert. 

Weiter setzen viele Tierärzte einen knorpelschützenden Wirkstoff ein. 

 

Die Doppelkammerspritzen

Eine relativ neue Therapieform sind die sogenannten Doppelkammerspritzen. Sie beinhaltet wie es der Name schon verrät, zwei Kammern: eine niedermolekulare Hyaluronsäure (1. Kammer) und eine hochmolekulare Hyaluronsäure (2. Kammer). Die niedermolekulare Substanz der ersten Kammer überzieht als dünner Film die Innenhaut der Gelenkskapsel, bekämpft somit die Entzündung und kurbelt die körpereigene Hyaluronproduktion an. Diese Nähstoffe sind für die Gelenkknorpel essentiell. Gleichzeitig unterbindet dieser Wirkstoff den Prozess der hyaluronabbauenden Enzyme. Die hochmolekulare Säure, welche in der 2. Kammer enthalten ist, legt sich über Vertiefungen des beschädigten Knorpels und weitet so den Spalt zwischen beiden Knochenenden. Dies sorgt dafür, dass Erschütterungen/ Stösse besser absorbiert werden können. Somit kann weiterer Knorpelabbau gehemmt und der Knorpel kann sich etwas regenerieren. Ein Fortschreiten der Krankheit kann somit unterbunden werden. 

Doppelkammerspritzen von Dualvis.de:

dualvis-pferd

 

Alternative Therapien 

 

Blutegeltherapie:

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich seit letztem Jahr ein grosser Fan der Blutegeltherapie und setze diese als Therapeutin gezielt ein. Auch für Arthrose ist dies eine geeignete Behandlungsform. Jedoch muss auch hier klar gesagt werden, dass diese Therapie die Krankheit natürlich auch nicht heilt, jedoch die Symptome sehr wohl lindern kann. Der „Speichelcocktail“ des Blutegels wirkt gerinnungs- und entzündungshemmend, beschleunigt den Lymphstrom, sorgt für eine Zirkulation und Entschlackung gestauter Entzündungsgebiete und dadurch für Schmerzlinderung. Dies alles sind natürlich Eigenschaften, die bei einer Arthrose wirkungsvoll sind. 

Ich werde euch gerne in einem späteren Blog noch mehr Infos zu den Blutegeln liefern. 

Wer bis dahin nicht warten möchte, kann sich gerne auf meiner Homepage etwas genauer informieren. 

DSC02317

 

Akupunktur: 

Auch die Akupunktur kann vieles bewirken. Durch das kontrollierte Stechen von Nadeln, werden im Organismus Botenstoffe (z. B. Hormone und Endorphine) freigesetzt, welche zur Schmerzbekämpfung notwendig sind.

 

Es versteht sich von selbst, dass solche Behandlungen nur von geschulten Therapeuten durchgeführt werden. 

Wärme & Kälte- Therapie 

Je nach Stadium und Phase der Arthrose, geniessen die Pferde entsprechende Wickel.  

Besonders Special liebt warme Kartoffelumschläge:

IMG_3717IMG_3720

 

Passende Heilpflanzen & Zusatzfuttermittel: 

Die Hagebutte wird für Gelenksbeschwerden eingesetzt, da sie entzündungshemmend wirkt. Ausserdem liefert sie einen grossen Anteil an Vitamin C. 

Die Teufelskralle wird bei chronisch degenerativen Gelenkerkrankungen antientzündlich. Jedoch ist sie deutlich stärker als die Hagebutte. 

IMG_5891IMG_5904

Die Ingwerwurzel wird oft bei Verdauungsstörungen und Gelenksproblemen angewendet. 

Sie steigert die Sekretion von Speichel, Magensaft & Gallensekret und wirkt zudem ebenfalls entzündungshemmend. 

Grünlippenmuschel-Extrakt kann Pferden zur Prophylaxe gegen Beschwerden des Bewegungsapparates (Gelenke, Sehnen, Knorpel, Bindegewebe) verabreicht werden.  Ab einem gewissen Alter sind Pferde nicht mehr in der Lage den Stoff Glycosaminoglykane selbst herzustellen. 

Chondroitin und Glucosamin sind die weithin bekanntesten Gelenksnährstoffe. In ihrem Zusammenwirken halten sie Gelenksknorpel gesund und leistungsfähig. 

Natürlich sind dies nur einige Beispiele, welche bezüglich Dosis & Auswahl aufs Pferd abgestimmt werden müssen. 

Übrigens findet ihr unter dem Text eine Auswahl an Zusatzfuttermittel & weiteren Artikel, welche den Bewegungsapparat stärken. 

Aber vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Tipps für Arthrose erkrankte Pferde und deren Halter. ;-)

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel
Arti Flex - 1.2 kg
Julian & Jones Arti Flex - 1.2 kg
CHF 149.50
Zum Artikel