Amerigo, mein erster Masssattel ist da!

Endlich ist er da, mein neuer Amerigo- Sattel. Doch wie ich überhaupt zum Entschluss kam, dass ich einen neuen Sattel brauche erfahrt ihr in diesem Bericht.

In den Frühlingsferien passierte das Schlimmste überhaupt… Nach dem Absatteln machte ich eine schreckliche Entdeckung. Meine Eskadron- Schabracke (oder auch bekannt als meine absolute Lieblings Schabracke) wies ein Loch bzw. bei näherer Betrachtung einen ziemlich tiefen Schnitt.

Nach dem ich den ersten Schock verdaut hatte, wollte ich der Sache auf den Grund gehen und da bekam ich gleich den nächsten Schrecken, das Kopfeisen war gebrochen. Glücklicherweise trug ich genau diese dick gepolsterte Schabracke, denn sonst hätte dies für Gipsy’s Rückenmuskulatur übel enden können. Obwohl mir der Sattelhersteller das Kopfeisen, sowie den Sattelbaum ersetzt hat, konnte ich diesem Sattel einfach nicht mehr vertrauen, weshalb ich mich dazu entschloss, einen Termin bei Herrn Menet zu vereinbaren. Denn wie in einem älteren Blog erwähnt, vertrauen wir nur noch ihm ihn dieser „Angelegenheit“.

Eine Woche später war es dann soweit und Gipsy’s sowie meine aktuellen „Daten / Masse“ wurden abgenommen und übertragen. Mit Gipsy war er besonders zufrieden, da sie dank des bereits vorhandenen passenden Amerigo- Sattels ziemlich an Muskeln zulegen konnten. Bei seinem ersten Besuch damals, viel uns bereits sein Auge für Details auf und auch diesmal konnte er einen Bericht meinerseits, meine momentane Krankengeschichte aufzählen, welche beim „Sattelbau“ natürlich berücksichtigt wird. 

Die ganze Aufzeichnung der Daten dauerte höchstens 15 Minuten, wofür ich Herrn Menet auch sehr dankbar war, denn ich erinnerte mich noch an unseren ersten Sattelkauf (bei einem anderen Hersteller), bei welchem wir ca. 5 Sättel einreiten mussten und dann gab es noch eine „fachmännische“ Beratung, welchen Schnickschnack wir noch unbedingt brauchen.

Danach hiess es warten und zum Leid von Michel musste er seinen geliebten Sattel mit mir teilen. Nach den 10 Wochen waren wir beide sehr froh, als es hiess, dass mein Sattel nun geliefert werden kann. Denn noch ein Spruch über mein zu grobes Absteigen und ich wäre ihm an die Gurgel gegangen. ;-P Aber ich war ihm natürlich auch sehr dankbar, dass ich nicht mehr auf meinen alten Sattel für die Übergangszeit zurück greifen musste.

Dann war es soweit, er ist da! Ok zugegebenermassen hatte ich einen ziemlich grossen Schock, als ich die Farbe gesehen hatte. Doch dann redeten alle auf mich ein, dass dies die korrekte Farbe (dunkelbraun und nicht rotbraun) sei und nach dem ersten Mal ölen, sah er dann tatsächlich schön dunkelbraun aus, sodass ich mich spätestens dann auch in ihn verlieben musste.

Aber zurück zum Tag der Tage… zuerst betrachtete Herr Menet nochmals Gipsy’s Entwicklung und dann wurde gesattelt und gezäumt, wobei es mir schon etwas mulmig wurde, denn wer Gipsy kennt, weiss dass sie wenn es um ihren Rücken geht, sehr sensibel auf Neues reagieren kann. Deshalb liess ich natürlich auch den Fachmann alles vorbereiten und während mich Gipsy’s Gurtzwang (ohne gesundheitlichen Ursachen)manchmal zur Weissglut bringen kann, entschuldigte er sich noch bei Gipsy, dass der neue Gurt halt noch etwas flexibler werden muss. Und auch bei diesem Treffen fielen ihm natürlich alle Details sofort auf, obwohl ich meine Glööckler- Reithose jeweils so gut es geht versuche zu verstecken ;-)

Dann ging es in die Halle zum Aufsteigen und los ging es…
Die ersten 40 Sekunden traute ich mich nicht zu atmen, da ich auch bei Gipsy merkte, dass sie sich zuerst an den neuen Sattel gewöhnen muss. Doch dann schnaubte sie mehrmals kräftig an und Herr Menet meinte nur „jetzt ist sie auch zufrieden damit“, weshalb ich beruhigt weiter „eingewöhnen“ konnte.

Gemäss seiner Empfehlung ritt ich 30 Minuten im Schritt (ohne Schabracke) und am folgenden Tag nochmals dasselbe Programm, damit sich der Sattel ihrem Rücken noch besser anpassen kann.
Am dritten Tag war dann schon alles (ausser Aussitzen im Trab) erlaubt, doch ich gönnte ihr nach der vergangenen Ruhepause (aufgrund ihrer Phsysio- Behandlung) nochmals einen gemütlichen Ausritt.

Aber nicht nur Gipsy muss sich an den neuen Sattel gewöhnen. Auch ich muss noch lernen korrekt zu sitzen, denn damit die Amerigo- Philosophie „aufgeht“, muss der Reiter soweit wie möglich nach vorne sitzen. Doch dies wird sicherlich nicht lange dauern und dann trägt der Sattel hoffentlich auch zu meiner Arbeit gegen meine nervige Angst, seinen Anteil bei.

Demnächst stelle ich euch gerne die Pflegeutensilien und deren Anwendung noch näher vor. Denn dies ist ein weitere Vorteil der Amerigo- Sättel, wenn man sie richtig pflegt, sehen sie sehr lange so aus, als ob sie noch neu wären. 

Bis dahin könnt ihr schon einmal im Onlineshop das Amerigo- Sortiment von reitsport.ch durchstöbern. 

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