Abschied nehmen vom geliebten Vierbeiner

Ein Thema über das niemand gerne spricht oder nachdenkt. Die meisten die ich kenne, mich eingeschlossen, schieben dieses Thema so weit wie möglich weg von sich, verständlicherweise. 

Doch leider kommt dieser eine Tag an dem man sich verabschieden muss. Jeder Besitzer wird sich im Laufe des Lebens seines Pferdes Gedanken darüber machen, auf welche Weise sein geliebter Vierbeiner von der Welt gehen muss. Dabei kommen Fragen auf welche nicht einfach zu beantworten sind. Ist die erlösende Spritze das Richtige oder doch der Gang zum Schlachthof wo alles ganz schnell gehen wird? 

 

In meiner Vorstellung wollte ich meinen Pferde Opa ,(wenn ich gemerkt hätte er mag nicht mehr so und gibt immer mehr ab,) für seine letzte Reise in eine Metzg bringen lassen, da es meiner Meinung nach der schnellere/schmerzlosere Tod bedeutet.  

Allerdings ging ich davon aus, dass dieser Tag noch ganz weit weg ist, da er für sein Alter noch sehr fit war. Aber natürlich kam alles anderes als „geplant“. Am Sonntag 01. März diesen Jahres kam dann der Tag vor dem ich immer so Angst hatte. Der Anruf kam früh morgens von der Stallbesitzerin. Wir fuhren sofort in den Stall und als dann der Tierarzt kam meinte er, dass sich sehr wahrscheinlich der Darm gedreht hatte. Falls dies der Fall wäre, gäbe es keine Hoffnung mehr für ihn. Wir warteten dann noch 2 Stunden und da sich keine Besserung nach Gabe der Kolikmittel zeigte, mussten wir ihn seinen letzten Weg gehen lassen. Sein ganzes Leben lang hatte er keine einzige Kolik durchlebt und dann sowas. 

Als er dann eingeschläfert wurde wollte ich nicht dabei sein, wollte ihn so in Erinnerung behalten wie er war, nämlich lebensfroh und munter! Auch hier sind die Einstellungen ganz verschieden. Die einen möchten bis zum letzten Atemzug des Lieblings dabei sein. Andere können und wollen diesen Moment nicht sehen, da sich die Bilder nicht einfach verarbeiten lassen. Das ganz zum Glück jeder ganz individuell für sich selbst entscheiden.  

Aber auch dieser eine Tag nimmt ein Ende. So sehr sie einem danach auch fehlen, solange wir sie immer in Erinnerung behalten werden sie bei uns sein und uns weiterhin auf unserem Weg begleiten. 

 

 

Abschliessend kann ich sagen, dass man sich noch so oft mit den Gedanken und dem richtigen Weg auseinander setzen kann, aber wie so vieles im Leben ist auch dieser Moment nicht immer „planbar.“ IMG_5456

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(3) Kommentare

  • Gisela Becker

    Ich habe seit 50 Jahren eigene Pferde. Ich war bis zum letzten Augenblick bei jedem Pferd dabei und das war gut so. Für mich weil ich wusste wie es war und es auch sicher und schnell vorbei war und für das Pferd, das "seinen" Menschen dringend in diesen Situationen um sich braucht. Ich meine es ist mehr als feig nur die guten Tage zu wollen, aber Probleme und schwere Zeiten, bitte nicht mir mir. Dann sollte man sich bitte auch kein Tier halten egal was für eines.

  • Antwort

    Hallo Gisela
    Kann Deinen Standpunkt verstehen nur sollte das jedem überlassen sein wie er damit umgehen möchte! Und es hat überhaupt nichts damit zu tun das es nur die guten Zeiten sind, wir gingen durch dick und dünn aber ich wollte ihn so in Erinnerung behalten wie er war. Ich hatte schon genung schlimmes gehört vom einschläfer, da war nichts mit schnell.... Er war auch nicht alleine in diesem Moment er hatte eine Person bei sich die er auch schon lange kannte.

  • Alexandra Strobl

    Liebe Gisela

    Wenn man beim Pferd bleibt sollte man ihm auch eine Stüzte sein, kann ma dies nicht wäre es dem Tier gegeüber nicht fair bei ihm zu bleiben. Er war zu keinen Zeitpunkt alleine, es waren immer Menschen bei ihm die er gut kannte und die ihm die Sicherheit gaben welche er in diesem Moment brauchte!

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