ABC des Longierens

Wie wird ein Pferd richtig longiert und was muss alles beachtet werden? Hier könnt ihr mehr über das ABC des Longierens lesen.

Meiner Meinung nach, sollte jeder das Longieren von jemandem Erfahrenen lernen. Dieser kann einem zeigen was wichtig ist und gegebenenfalls korrigieren. Die Realität sieht jedoch oftmals anders aus. Irgendwann nimmt jeder Reiter eine Longe in die Hand und versucht es selbst. Was wird da schon schief gehen, denken sich die meisten. Vielleicht wird einem einfach eine Longe mit dem Pferd am anderen Ende in die Hand gedrückt und aufgefordert das Pferd zu longieren, obwohl der Longenführer nicht wirklich eine Ahnung hat.

Einige wenige haben sich möglicherweise noch die Mühe gemacht und sich in die Fachliteratur eingelesen. Je nach Buch kann das durchaus sehr informativ sowie lehrreich sein. Aber am Ende kann keiner mit Sicherheit sagen, dass er das Pferd richtig longiert hat, wenn er nicht von aussen eine angemessene Kritik erhält.

Wer sich ausbilden lassen möchte, findet im Internet immer wieder Kurse. Ich selbst wurde gut instruiert und fühle mich dadurch viel sicherer.

Das Longieren ist viel mehr, als nur das Pferd laufenzulassen und im wenigstens ein bisschen Bewegung zu ermöglichen. Es geht nicht darum, dass Pferd auszutoben lassen bevor wir es reiten. Ausserdem kann sich das Pferd auch verletzen, wenn es seine Energie loswerden möchte. Da rate ich lieber zum freilaufenlassen in der Halle. Der Zweck des Longierens ist, das Pferd zu gymnastizieren auf der entsprechenden Ausbildungsstufe. Dabei geht es darum, das Jungpferd vorzubereiten auf das Reiten, das Geraderichten eines Reitpferdes oder Versammlungsarbeit. Die Longenarbeit hilft zu fördern, korrigieren und ausbilden. Dabei ist die Einwirkung der Körpersprache und die Position der Gerte von grosser Bedeutung. Es besteht die Möglichkeit das Pferd genau zu beobachten und bei Fehlern in Haltung, Takt sowie Anlehnung zu korrigieren. Das Pferd kann dabei, ohne durch das Reitergewicht gestört zu werden, lernen seinen Rücken zu dehnen, über das lange Nackenband anzuheben und dadurch nach oben zu schwingen. Dies ist der Anfang für die spätere Bildung der feinen Muskeln eines grossen Rückenkomplexes wie auch die Bauchmuskeln.

 

Was sollte beachtet werden bei der Ausrüstung von Pferd sowie Reiter?

Zuerst einmal zum Reiter. Wichtig ist das Tragen von Handschuhen und festem Schuhwerk. Jedes Pferd kann sich einmal losreissen. Wer keine Handschuhe anzieht, kann danach Schürfungen haben, die nicht angenehm sind. Ausserdem geben einem die Handschuhe besseren Halt. Jeder Longenführer sollte zudem, die für ihn in der Hand gut liegende Peitsche haben. Viele sind sehr schwer. Mein Tipp, nehmt eine Kutschenpeitsche. Die Peitsche gilt als verlängerter Arm. Dazu hat sie eine optische sowie sensorische Wirkung auf das Pferd.

Die Ausrüstung des Pferdes: Für den Anfang eignet sich sehr gut der Kappzaum. Aber Achtung, es sind nicht alle Modelle geeignet. Der Kappzaum ermöglicht dem Pferd das Gleichgewicht zu finden und ausserdem kann keiner von beiden schummeln. Dadurch, dass der Kappzaum auf dem Nasenrücken liegt, ist er mit dem Genick sowie dem Rücken verbunden. Viele sind Befürworter des Kappzaums und benutzen nur diesen, weil der Trensenzaum nicht pferdemaulfreundlich ist. Beim Trensenzaum ist der Nussknackereffekt möglich sowie Schläge durch Schwingungen der Longe.

Hilfszügel werden sehr oft verwendet, doch auch hier ist Vorsicht geboten.

Meist will der Reiter sein Pferd in eine optisch schöne Form bringen. Doch ist dies auch gut für das Pferd?

Das Longieren erfordert von beiden Seiten eine sehr hohe Konzentration. Junge und untrainierte Pferde sollten anfangs nicht zu lange an der Longe gehen. Wichtig sind auch häufige Schrittpausen sowie Handwechsel. Des Weiteren empfiehlt es sich auch, wenn mit Hilfszügeln gearbeitet wird, diese in der Schrittphase zu lösen oder ganz loszuschnallen.

Junge Pferde wissen oft nicht wie sie sich auf dem Zirkel bewegen sollen. Hier kann Hilfe geleistet werden, indem ein Zirkel mit Pylonen oder Schaumstoffmatten gelegt wird. Manche Ställe haben ein Roundpen oder etwas Ähnliches.

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