Ab ins kühle Nass

Im Sommer heisst es ab ins Kühle nass für Reiter und Pferd. Doch was für uns wie Urlaub ist, ist für die Pferde anstrengend. Wassertraining ist eine effektive Methode, mit Spass und Abkühlung wichtige Muskelpartien des Pferdes zu trainieren. Eine halbe Stunde pro Tag im Wasser kann drei Wochen rein kraftmässig vier Wochen reguläres Training aufholen, denn die Pferde versuchen, die Beine aktiv gegen das Wasser aus dem Wasser herauszuziehen. Das beansprucht besonders die Strecker der Vordergliedmassen, die Kurppenmuskulatur und den lagen Rückenmuskel, dies stärker als bei normalem Training.

 

Aber nicht nur zum Training und bei gesunden Pferden ist das Wasser eine tolle Sache auf nach Operationen kann im Aquatrainer kontrollierter bewegt werden, das verkürzt die Rekonvaleszenz.

Im Prinzip ist Wasser das älteste physiotherapeutische Gerät. Im Wasser heben die Pferde ihre Beine stärker an also sonst. Sie versuchen bei jedem Schritt über den Wasserspiegel zu steigen. Steht Wasser auf Höhe des Karpalgelenkes, hat eine halbe Stunde Schritt reiten im Wasser den gleichen Effekt wie eine halbe Stunde Cavaletti Training. Mit der Besonderheit, dass das Pferd seine Beine bei jedem Schritt verstärkt anhebt und nicht nur über die Cavaletti. Dies freut nicht nur die Muskeln sondern auch die Gelenke. Deren Beweglichkeit wird im Wasser enorm gesteigert. Ausserdem folgt aus der besseren Mobilität, dass die Gelenke besser indirekt durchblutet werden. Wie lange man mit dem Pferd im Wasser trainiert hängt von dessen Kondition ab. Bei nicht trainierten Pferden reicht eine viertel Stunde zu Beginn aus.

Am effektivsten ist Wassertraining ausserdem im Schritt. Im Trab nimmt das Pferd den Schwung aus der Bewegung mit. Im Schritt nutzt das Pferd hingegen mehr Muskelpotenzial des vorführenden Muskels als im Trab.

 

Man sollte das Pferd aber auch im Wasser arbeiten lassen, es sollte an den Hilfen stehen und eine gewisse Körperspannung haben. Sollte der Boden im Wasser mal uneben sein oder ein Stück wegsacken, schützt eine gewisse Körperspannung das Pferd vor Verletzungen.

 

Man kann so tief ins Wasser gehen wie man möchte auch mal bis zum Bauch. Das Wassertreten hört das auf wo das Pferd zu schwimmen beginnt.

Achtung! Nicht alle Pferde können schwimmen. Pferde die gut schwimmen können halten ihre Kruppe oben. Schlechte Schwimmer halten ihre Kruppe unten, das geht dann total auch den Rücken. Die Pferde welche nicht schwimmen können gehen im Zweifel einfach unter.

 

Das kühle Nass regeneriert beanspruchte Muskeln zudem. Wasser hat einen absolut positiven Effekt für die Muskeln nach harter Arbeit. Denn Wasser ist nicht nur eine otimale Muckibude sondern hat auch einen Kühl- und Massageeffekt.

 

Was tut man aber wenn man ein Pferd hat das nicht gerne ins Wasser geht?

Dann nimmt man am besten ein Pferd mit das das Wasser kennt und dem unsicheren Pferd Sicherheit geben kann. Man sollte sich dafür natürlich auch etwas Zeit nehmen. Das Pferd wird schnell merken, dass Wasser etwas Tolles ist und zu zweit lässt es sich ja auch super planschen. :)

Wer also die Möglichkeit hat mit seinem Pferd ins Wasser zu gehen soll diese nutzen, denn es macht beiden Spass und ist dazu noch Training und ein toller Ausgleich für das Pferd.

 

Wir wünschen viel Spass beim Baden!

 

 

 

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