Ab in die Ferien - und was ist mit dem Pferd?

Im Sommer wurde das Thema „in die Ferien mit meinem Pferd“ Magazin bereits behandelt. Doch auch wenn man ohne Pferd in den Urlaub fährt gibt es einiges zu beachten.

Wer bewegt das Pferd und ist im Notfall verfügbar
Toll ist wenn man eine Reitbeteiligung hat, der man ohne viel Aufwand alles anvertrauen kann. Doch nicht jeder hat diesen Luxus und muss sich darum anderweitig umsehen. Vielleicht hat man ja eine gute Stallkollegin mit der man sich im gegenseitigen Hütedienst abwechseln kann. Nicht so kostengünstig aber dafür mit Profit fürs Pferd ist es, wenn man die Möglichkeit hat seinen Reitlehrer oder einen guten Bereiter als Ferienvertretung anzustellen. Auch ich biete das natürlich meinen Kunden an, so ist das Pferd ausgelastet und hat in der Zeit in der sich der Besitzer entspannt noch etwas gelernt. Es gibt auch Personen die keine Ausbildung im Pferdebereich haben und sich für Hütedienst anbieten. Auch da kann man an sehr gute, vertrauenswürdige Leute mit viel Ahnung geraten oder eben auch das Gegenteil. Darum vorsichtig sein und genau nachfragen, wenn man jemandem den man nicht kennt sein Pferd anvertraut.
Neben dem täglichen Bewegen muss auch der Notfall geklärt werden. Wer entscheidet wann der Tierarzt kommt, wann es in die Klinik geht und im schlimmsten Fall über Leben und Tod? Natürlich gibt es Natels und man ist selten gar nicht erreichbar, aber wenn es um Minuten geht und das Pferd leidet kann manchmal einfach nicht lange zuwarten, dann muss eine Entscheidung getroffen werden. Im Normalfall hat der Stallbesitzer da die Verantwortung, ausser man gibt einen expliziten Notfallkontakt an, dem man absolut vertraut. Auch einen guten, erfahrenen Tierarzt zu haben der einem kennt und einschätzen kann, welche Einstellung man dem Pferd gegenüber hat gibt einem eine gewisse Sicherheit.
Nebst der Nummer des Tierarztes und der Klinik sollte im Stall und beim „Babysitter“ auch noch weitere wichtige Kontakte angegeben werden, wie eine weitere Vertrauensperson und der Hufschmied.
Um die Versorgung und Fütterung braucht man sich ja nicht zu kümmern, wenn man sein Pferd in Vollpension eingestellt hat. Ist man Selbstversorger wird die ganze Geschichte schon etwas komplizierter. Darauf möchte ich aber hier nicht näher eingehen, da die Mehrheit von uns nicht das Glück hat die Pferde zuhause zu halten und diejenigen die es haben sowieso wahre Organisationstalente sind.

Die Prinzessin auf der Erbse
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es sensible Pferde gibt, die mit der plötzlichen Abwesenheit ihrer Bezugsperson nicht gut umgehen können. Meine Stute Jana wurde schon zwei Mal krank als ich ein paar Tage weg war, auch wenn es Zufall sein kann, löst das natürlich ein mulmiges Gefühl aus. Dennoch möchte ich mich nicht davon abhalten lassen auch mal ein paar Tage auszuspannen und treffe die bestmöglichen Vorsichtsmassnahmen. Zum Beispiel gehe ich nur während der Weidesaison in die Ferien, da sich mein Pferd keine Stehtage nur in der Box gewöhnt ist. Zwar hat ihre Box eine Grösse von ca 25 Quadratmetern und nochmals soviel an Auslauf, aber wirklich bewegen kann und will sich mein Pferd da ja nicht. Darf sie jedoch auf die direkt an den Paddock anschliessende Weide verträgt sie schon mal einen freien Tag, so hat meine Hüteperson nicht ganz so viel Stress. Auch die Mashfütterung gehört zu meinen Vorsichtsmassnahmen, alle zwei Tage ein kleines Mash wenn die Weiden geschlossen sind senkt das Kolikrisiko.

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