6. Titel für Exell - für Schwizer wird's knapp

Im französischen Bordeaux fand an diesem Wochenende der Weltcup-Final der Vierspänner-Fahrer statt - leider ohne Schweizer Beteiligung. Der Sieg ging zum sechsten Mal an den Australier Boyd Exell - obwohl er durch eine Verletzung an der Hand etwas gehandicapt war, zeigte er zwei schöne, konzentriete Final-Durchgänge. Schönes Detail: Eines der Pferde in seinem Gespann (das hinten rechts), ist bereits stattliche 25 Jahre alt und begleitet Exell in jeder Weltcup-Prüfung. Das Pferd namens Carrington Park Ajax, liebevoll "Junior" genannt wurde nach diesem Sieg verabschiedet. Boyd Exell stieg nach der Siegerehrung vom Kutschbock und führte seinen "Junior" aus der Arena. Mit dem sechsten Titel hat Exell nun einem Titel mehr als der bisherige Rekordhalter Michael Freund aus Deutschland. Der zweite Rang ging an den Deutschen Christoph Sandmann, Dritter wurde der Holländer Ijsbrand Chardon.


Es wurde aber nicht nur gefahren an diesem Wochenende in Bordeaux sondern auch gesprungen. Auf dem Programm stand die zweitletzte Weltcup-Qualifikation der Westeuropa-Liga. Den Sieg trug das 19-jährige irische "Wunderkind" Bertram Allen mit Romanov davon. Zweiter wurde der Deutsche Ludger Beerbaum mit Chaman vor seinem Landmann Marcus Ehning mit Singular La Silla. Schweizer waren nur zwei am Start: Steve Guerdat, der bereits so viele Punkte hat, der er für das Weltcup-Fianle von Mitte April in Las Vegas qualifiziert ist, lief es nicht so gut: Er gab mit Albführens Paille im Normalparcours auf. Pius Schwizer, der im Moment mit 27 Punkten auf Rang 28 der Westeuropa-Liga liegt, braucht noch unbedingt Punkte, um am Final teilnehmen zu können. Er hatte deshalb in Bordeaux seinen Crack Toulago gesattelt, der eine lange Pause genoss und erst am CSI Zürich wieder ins Geschehen eingriff. Toulago zeigte eine gute Runde, doch leider mit einem Abwurf. Dieser brachte Pius Schwizer nur auf Rang 18 - Weltcuppunkte gab es aber nur bis Rang 16. Dem Oensiger bleibt deshalb nur noch eine einige Möglichkeit, um sich zu qualifizieren: Beim letzten Qualifikationsturnier Ende Februar in Göteborg. 

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